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	<title>andreas louis seyerlein : particles</title>
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		<title>federlibelle</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 02:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[romeo ~ : malcolm to : louis subject : FEDERLIBELLE date : may 22 13 5.35 p.m. Wieder wandern wir s&#252;dw&#228;rts. Es ist ein gro&#223;es Gl&#252;ck. Vor vier Wochen noch (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/federlibelle/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/3.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">romeo</a></span></p>
<p>~ : malcolm<br />
to : louis<br />
subject : FEDERLIBELLE<br />
date : may 22 13 5.35 p.m.</p>
<p>Wieder wandern wir südwärts. Es ist ein großes Glück. Vor vier Wochen noch war Frankie ernsthaft krank gewesen. Er lag auf einer Bank am Hudson River, Höhe 26. Straße. Als wir ihn in dieser ungewohnten Haltung bemerkten, fürchteten wir, er könnte gestorben sein, keine Bewegung. Vorsichtig näherten wir uns, hoben ihn an, hüllten ihn in eine Decke. Er hatte hohes Fieber, sein Herz raste, manchmal schien es auszusetzen. Zwei Tage und zwei Nächte waren wir ihm sehr nah gekommen. Nun bin ich mir sicher, dass Frankie uns kennt, dass das kleine Tier uns Vertrauen schenkt. Er scheint die Tage seiner Gefangenschaft vergessen zu haben, zu keiner Zeit wehrte er sich. Wir fütterten ihn mit Nussbrei und Pflaumen. Während er schlief waren leise, knatternde Laute zu vernehmen. Am Morgen des dritten Tages, wir hatten in seiner Nähe übernachtet, war Frankie weitergezogen. Wir folgten ihm in einem Abstand von zwanzig oder dreißig Metern. Er wanderte zunächst nordwärts bis Höhe 35. Straße, kehrte dann plötzlich um, als hätte er sich erinnert, dass er zuvor noch südwärts gelaufen war. Seit drei Wochen kampieren wir nun vor einem alten Backsteinhaus, 371 West 11. Straße, dessen Feuerleitern Frankie gefallen. Die Bewohner des Hauses haben sich an uns gewöhnt, wie wir gegenüber auf unseren Gartenstühlen sitzen und Frankie nicht aus den Augen lassen. —  Allerbeste Grüße sendet Malcolm  / <em>code­wort : federlibelle</em></p>
<p><small>empfangen am<br />
22.05.2013<br />
1412 zeichen</small></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci8/Y2F0PTEwNTU="><small>malcolm to louis »</small></a></span></p>
<p><img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/05/polaroidsquare.jpg" alt="polaroidsquare" width="425" height="925" class="alignright size-full wp-image-21467" /></p>
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		<title>esmeralda</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 00:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[echo : 2.10 — Ludwig schickte mir einen Wecker, der es in sich hat. Als w&#252;rden f&#252;nf oder sechs Bienen im Weckergeh&#228;use ihre Runden drehen, so ein Ger&#228;usch kommt aus (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/esmeralda/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/14.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">echo</span></a> : 2.10 — Ludwig schickte mir einen Wecker, der es in sich hat. Als würden fünf oder sechs Bienen im Weckergehäuse ihre Runden drehen, so ein Geräusch kommt aus dem Wecker. Eigentlich sieht der Wecker aus wie jeder andere Wecker seiner Art, etwas altmodisch in der Gestaltung. Er ruht auf drei Beinchen, und sein Zifferblatt ist rund und mit einer Zeichnung geschmückt, irgendwelche Blumen, Blüten, weiß und rot und blau. Oben auf dem Wecker sitzen zwei metallene Schirme fest, zwischen ihnen ruht ein Kegel, damit könnte der Wecker sich verständigen, wenn man ihn dazu auffordern sollte. Natürlich handelt es bei diesem Wecker, den Ludwig mir schickte, um einen besonderen Apparat, der nicht nur die Zeit messen, sondern angeblich auch Zeiträume auslöschen kann, in dem er jedes menschliche Wesen, das sich in seiner Nähe aufhält, in den Schlaf zu schicken vermag. Man habe, hörte ich, Ludwigs Geliebte Esmeralda unlängst aufgefunden wie sie vor einem Wecker saß, genau so einem Wecker, wie Ludwig ihn mir schickte. Lange Zeit war sie verschwunden gewesen. Als man ihre Wohnung gewaltsam öffnete, war nichts zu hören als ein Radio, das leiste spielte. Esmeralda saß in der Küche vor dem Küchentisch, ihr Kopf war etwas geneigt von der Schwerkraft, ihre Hände lagen im Schoss, ein Glas, das Wasser darin weitgehend verdunstet, stand neben dem Wecker auf dem Tisch. Sie wirkte friedvoll, schien zu lächeln, vermutlich hatte sie bis zuletzt geschlafen. Schmal  war sie geworden und blass, ihre Haut fühlte sich an, als wäre sie von Papier. Die Luft im Raum muss schwer gewesen sein, und süß und scharf in gleicher Weise. Alle, die sich dem Wecker auf dem Tisch näherten, schliefen auf der Stelle ein, sodass man sich nicht anders zu helfen wusste, als auf den Wecker zu schießen. — stop<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /><br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/e923da7bdd9b4bb79d59491fbc656c9e" width="1" height="1" alt=""/></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21460" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>vor den mangroven</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 03:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/4.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">delta</span></a> : 2.25 — <em>Es darf nicht sein, dass Leute einem den Film kaputt machen. Manchen habe ich schon das Essen aus der Hand gerissen und weggeworfen. Man muss sie verprügeln oder bedrohen, sonst ist der Film verdorben, man hat das Recht sie umzubringen, damit sie aufhören. Aber Mord ist keine sehr gute Lösung, nachher wird man noch verhaftet bevor der Film zu Ende ist. Als ich die „Lady von Shanghai“ das letzte Mal gesehen habe, wollte ich nicht einfach nur mit Rita Hayworth schlafen: Ich wollte Sex mit ihr in Schwarzweiß! Vielleicht könnte man das mit Kontaktlinsen oder einer Brille hinkriegen, die alles in Monochrom verwandelt. Das ist eine seltsame Sache, dass ihre Lippen nicht rot sind. Und das liegt nicht am Lippenstift. Ihr Mund hat diese besondere Farbe, weil er in diesem silbrigen Schwarzweiß gefilmt worden ist. Sie ist ein Fetischobjekt, nicht nur weil sie so schön ist, sondern weil Welles’ Kamera sie fotografiert hat. Deshalb möchte man nicht nur einfach Sex mit Rita Hayworth, man möchte genau mit dieser Figur aus dem Film schlafen. Der Grund warum ich sexuell total verkümmert bin, liegt in meinem Scheitern, den filmischen Vorbildern gerecht zu werden. Im echten Leben spielt sich Sex niemals in Schwarzweiß ab.</em> — Diese kleine Geschichte, die eigentlich aus zwei Geschichten besteht, erzählte Jack Angstreich gerade noch in dem wundervollen Film <em>Cinemania</em> von Angela Christlieb und Stephen Kijak, einer Dokumentation, die von dem Leben leidenschaftlicher Kinogänger in New York berichtet. — 2 Uhr 15. Regen nach wie vor, kühler, hellgrauer Herbstregen. Es könnte sein, dass dieser Regen nie wieder aufhören wird. In einigen tausend Jahren bald bewegten sich amphibische Eichhörnchen vor meinem Fenster durchs Mangrovengebiet. Ebenso denkbar ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt über zugespitzte Fingerbeeren verfügen werde, geeignet, jede der filigranen Tastaturen moderner Telefonapparate fehlerfrei und gelassen bespielen zu können. — stop<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/351f514e7ca74a43bd6fb70cfb487207" width="1" height="1" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21454" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>MELDUNG : abschnitt neufundland</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 22:40:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abschnitt Neufundland meldet folgende gegen K&#252;ste geworfene Artefakte : Wrackteile [ Seefahrt – 125, Luftfahrt — 1333, Automobile — 1808 ], Gru&#223;botschaften in Glasbeh&#228;ltern [ 18. Jahrhundert — 6, 19. (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/meldung-abschnitt-neufundland-5/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/8.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p align="justify">Abschnitt Neufundland meldet folgende gegen Küste geworfene Artefakte : Wrackteile [ Seefahrt – 125, Luftfahrt — 1333, Automobile — 1808 ], Grußbotschaften in Glasbehältern [ 18. Jahrhundert — 6, 19. Jahrhundert – 231, 20. Jahrhundert – 747 , 21. Jahrhundert — 88 ], physical memories [ bespielt — 102, gelöscht : 88 ], Lichtfangmaschinen [ Cine-Kodak Special II : 2 ], shopping lists [  8 ], Öle [ 1.8 Tonnen ], Prothesen [ Herz — Rhythmusbeschleuniger – 10, Kniegelenke – 51, Hüftkugeln – 325, Brillen – 67 ], Schuhe [ Größen 28 – 39 : 1002, Größen 38 — 45 : 756 ], Kühlschränke [ 37 ], Tiefseetauchanzüge [ ohne Taucher – 2, mit Taucher – 15 ], Engelszungen [ 6 ] | stop |</p>
<p><img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/05/polaroidmeergehen.jpg" alt="polaroidmeergehen" width="425" height="925" class="alignright size-full wp-image-21438" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21439" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 19:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ulysses : 8.27 — k l a p p e n s e g e l z e l l e]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/1.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">ulysses</span></a> : 8.27 — k l a p p e n s e g e l z e l l e<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21435" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>ein zeppelink&#228;fer</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 00:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[echo : 2.54 — Wann war es, dass ich zum ersten Mal bemerkte wie meine Briefe kleiner und kleiner wurden? Wesen von wirklichem Papier, B&#246;gen in Umschl&#228;gen mit einem Postwertzeichen, (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/ein-zeppelinkaefer/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img class="size-full wp-image-4468" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/11.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">echo</span></a> : 2.54 — <em>Wann war es, dass ich zum ersten Mal bemerkte</em> wie meine Briefe kleiner und kleiner wurden? Wesen von wirklichem Papier, Bögen in Umschlägen mit einem Postwertzeichen, das zuletzt die Anschriftenseite meines Schreibens vollständig bedeckte. Im Postamt werde ich seither ernst genommen. Vor einigen Wochen kaufte ich sinnvoller Weise ein handliches Mikroskop und einen Satz Bleistifte von äußerster Härte. Ich spitzte das Schreibwerkzeug eine Viertelstunde lang, dann legte ich einen Bogen Papier in das Licht einer Linse mittlerer Stärke. Ich näherte mich mit bebenden Fingern. Man sollte mich in diesem Moment gesehen haben. Bei jedem Wort, das ich auf das kleine Blatt notierte, hielt ich die Luft an. Tatsächlich habe ich in meinen Leben noch nie zuvor in einer derart sorgfältigen Weise geschrieben. Ich brauchte drei Stunden Zeit, um das Papier, das nicht größer gewesen war als eine Briefmarke von 1.5 cm Kantenlänge, vollständig zu beschriften. Ich schrieb folgende Zeilen an einen Freund: <em>Lieber Stanislaw, Du wirst es nicht glauben, nach 1 Uhr heute Nacht schwebte ein Zeppelinkäfer einer nicht sichtbaren, schnurgeraden Linie über den hölzernen Fußboden meines Arbeitszimmers entlang, wurde in der Mitte des Zimmers von einer Luftströmung erfasst, etwas angehoben, dann wieder zurückgeworfen, ohne allerdings mit dem Boden in Berührung zu kommen. – Ein merkwürdiger Auftritt. – Und dieser großartige Ballon von opakem Weiß! Ein Licht, das kaum noch merklich flackerte, als ob eine offene Flamme in ihm brennen würde. Ich habe mich zunächst gefürchtet, dann aber vorsichtig auf Knien genähert, um den Käfer von allen Seiten her auf das Genaueste zu betrachten. – Folgendes ist nun zu sagen. Sobald man einen Zeppelinkäfer von unten her besichtigt, wird man sofort erkennen, dass es sich bei einem Wesen dieser Gattung eigentlich um eine filigrane, flügellose Käfergestalt handelt, um eine zerbrechliche Persönlichkeit geradezu, nicht größer als ein Streichholzkopf, aber schlanker, mit sechs recht langen Ruderbeinen, gestreift, schwarz und weiß gestreift in der Art der Zebrapferde. Fünf Augen in graublauer Farbe, davon drei auf dem Bauch, also gegen den Erdboden gerichtet. Als ich bis auf eine Nasenlänge Entfernung an den Käfer herangekommen war, habe ich einen leichten Duft von Schwefel wahrgenommen, auch, dass der Käfer flüchtet, sobald man ihn mit einem Finger berühren möchte. Ein Wesen ohne Laut. Dein Louis, herzlichst.</em> — Es war eine wirklich harte Arbeit, all diese Zeichen zu notieren. Dann faltete ich das Blatt Papier einmal kreuz und quer. Ich arbeite mit zwei Pinzetten wiederum unter starkem Licht, steckte den Brief in ein Couvert, dessen Herstellung noch mühevoller gewesen war als das Schreiben des Briefes selbst, und machte mich auf den Weg in das nächste Postamt. Dort wurde ich unverzüglich an den Schalter für besondere Briefformate weitergeleitet, wo mein Brief, den ich mit einer Pinzette auf den Tresen befördert hatte, von einer weiteren Pinzette entgegengenommen wurde. Ich war sehr glücklich. Ich beobachtete, wie der Beamte eine Briefmarke von der Größe eines Reiskorns behutsam auf meinen Brief legte und mittels eines Stempels, der vor meinen bloßen Augen kaum noch sichtbar gewesen war, entwertete. Dann ging mein Brief auf Reisen. Er flog sehr weit durch die Luft, und ich habe ihn für kurze Zeit vergessen. Nun aber, vor wenigen Stunden, wurde mir von einem Sonderboten der Post ein Brief von derart leichter Gestalt übergeben, dass ich zunächst die Anweisung erhielt, alle Fenster meiner Wohnung zu schließen. Dieser Brief, eine Depesche meines Freundes, ruht vor mir auf dem Tisch. Es ist ein sehr kleines Kunstwerk. Auf seiner Briefmarke sollen sich zwei Paradiesvögel befinden, die ihre Schnäbel kreuzen. Ich werde das gleich überprüfen. — Es ist Freitag! Guten Morgen! — stop / <em><span style="font-size: xx-small;">fürs mariechen</span></em></p>
<p><img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/466cab0361cf4d32b4b53634047d9774" width="1" height="1" /></p>
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		<title>ai : kolumbien</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 18:59:31 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><img class="alignleft size-full wp-image-21139" alt="aihead2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/04/aihead2.jpg" width="525" height="150" /></p>
<p style="padding-left: 60px;">MENSCH IN GEFAHR : “<em>Das Haus des indigenen Menschenrechtsverteidigers Pedro Manuel Loperena im Nordosten Kolumbiens wurde am 11. Mai von einer Granate getroffen. / Am 11. Mai warfen zwei unbekannte Motorradfahrer eine Granate auf das Haus von Pedro Manuel Loperena im Bezirk Don Carmelo in Valledupar, der Hauptstadt des Departamento Cesar. / Pedro Manuel Loperena ist Koordinator der Menschenrechtskommission der Indigenenvereinigung Organización Wiwa Yugumaiun Bunkuanarrua Tayrona (OWYBT), die das indigene Volk der Wiwa vertritt, welches in der Bergkette der Sierra Nevada de Santa Marta lebt. Die Menschenrechtskommission setzt sich seit einiger Zeit in mehreren Fällen für Gerechtigkeit ein, bei denen es um die Verletzung der Menschenrechte geht, wie z. B. im Fall der außergerichtlichen Hinrichtung von elf Angehörigen der Gemeinschaft der Wiwa durch Sicherheitskräfte zwischen dem 15. Februar 2005 und dem 3. August 2006 sowie in anderen Fällen, in denen auf der einen Seite Sicherheitskräfte gemeinsam mit Paramilitärs, auf der anderen Seite Guerillaeinheiten Menschenrechtsverstöße begangen haben. Die Menschenrechtskommission kämpft zudem gegen zahlreiche Bergbau-, Infrastruktur– und Tourismusprojekte im Gebiet der Sierra Nevada, da das Volk der Wiwa der Ansicht ist, diese Projekte würden ihre Nahrungsmittelversorgung einschränken, ihre traditionelle Lebensweise beeinträchtigen und somit ihr Überleben gefährden. Pedro Manuel Loperena hat sich zudem öffentlich gegen das anhaltende Operieren von illegalen bewaffneten Gruppen im Lebensraum der Wiwa ausgesprochen. /Zum Zeitpunkt des Granatenanschlags auf das Haus von Pedro Manuel Loperena befanden sich zudem seine Frau, die im Büro des Menschenrechtsbeauftragten (Defensoría del Pueblo) als Vertreterin der Gemeinschaft tätig ist, sowie seine vier Kinder (sieben, zehn, 18 und 19 Jahre alt) im Haus. Niemand von ihnen kam bei der Explosion zu Schaden. / Im Februar wählte die Gemeinschaft der Wiwa neue GemeindesprecherInnen. Das kolumbianische Innenministerium hat sich bislang geweigert, die neuen SprecherInnen anzuerkennen.</em>” — Hintergrundinformationen sowie empfohlene schriftliche Aktionen, möglichst unverzüglich und nicht über den 27. Juni 2013 hinaus, unter »&gt; ai : <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5hbW5lc3R5LmRlL3VyZ2VudC1hY3Rpb24vdWEtMTI3LTIwMTMvbWVuc2NoZW5yZWNodGxlci1sZWJlbnNnZWZhaHI/ZGVzdGluYXRpb249bm9kZSUyRjUzMDk=">urgent action</a></span></p>
<p><img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
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		<title>louis 1 + 2 + 3</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 17:57:58 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img class="size-full wp-image-4468" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/2.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">kilimandscharo</span></a> : 22.58 — Merkwürdige Stille an dem Tag als die Nachricht gesendet wird, dass es tatsächlich möglich geworden ist, menschliche Wesen zu klonen. Ich stellte mir vor, wie in zwei oder drei Jahrzehnten Louis 1 und Louis 2 und Louis 3 mit mir, mit Louis 0 auf Reisen gehen. Wie sie sich darum streiten, meinen Koffer tragen zu dürfen. Wie ich sie betrachte und mich wundere, dass ich mich vor ihrem Anblick nicht fürchte. — stop<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /><br />
<img class="alignright size-full wp-image-21384" alt="polaroidlinda" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/05/polaroidlinda.jpg" width="425" height="925" /></p>
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		<title>jean paul</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 14:46:15 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img class="size-full wp-image-4468" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/1.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">charlie</span></a> : 3.08 — Während eines Gespräches im Gehen erzählte ich Mutter, dass ich vor Jahren einmal fürchtete, ihr Leben könnte vor dem Leben meines Vaters enden. In Bruchteilen einer Sekunde antwortete sie, dass Vater ihr in diesem Falle sehr bald <em>nachgestorben</em> wäre. Ich war sofort stehengeblieben, das Wort <em>nachsterben</em> irritierte. Ich meinte dieses Wort noch nie zuvor gehört zu haben, und überlegte, ob Mutter das Wort vielleicht erfunden haben könnte, ein Wort also für eine Situation, die sie sich selbst vorgestellt haben mochte. Einige Stunden später suchte ich nach dem Wort in der digitalen Sphäre. Tatsächlich existiert dieses Wort bereits seit langer Zeit. Ich war nun ein altes Kind gewesen, das Wörter lernt, in dem es Geräusche von den Lippen seiner Mutter liest. Habe auf der Suche nach den Spuren jenes Wortes eine feine Beobachtung Jean Pauls entdeckt: <em>Außerhalb des Traums kommen uns Empfindbilder öfter von Tönen als von Reden und Schällen vor; nach einer Musiknacht kann die bewegte Seele sich willkürlich die Melodien, aber nicht die Gespräche wiederklingen lassen; denn wie sehr der Musikton, die Poesie des Klanges, so tief mehr in uns als um uns zu spielen und unter allen Empfindungen von uns mehr geschaffen als empfangen zu werden scheint, beweiset die schon angeführte Erfahrung, daß wir an einem Singen und Flöten, das in immer weitere Ferne verfließt, gerade mit dem gespanntesten Ohre die letzten aussterbenden Töne von Außen nicht von den nachsterbenden von Innen sondern können.</em> — stop. Drei Uhr. stop. Heute Nacht pfeift ein Vogel irgendwo im Dunkeln, obwohl es noch lange Zeit nicht hell werden wird. Das ist seltsam. Er scheint mich im Auge zu behalten. Ich stehe am Fenster und bewege einen Arm und eine Hand als würde ich winken. Diese Geste lässt den Vogel verstummen, warum? — stop<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/55276c43f325466593602eaf96ebef15" width="1" height="1" /></p>
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		<title>capote</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 23:20:41 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img class="size-full wp-image-4468" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/11.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">nordpol</span></a> : 1.22 — Gegen sechs Uhr rief ich bei <span style="font-size: small;">Lions Writers Support Services</span> an. <em>Guten Abend</em>, sagte ich, <em>ich benötige dringend einen Capote zum Spazieren am kommenden Samstag. Haben Sie vielleicht einen für mich frei, den Sie mir leihen könnten von 3 Uhr am Nachmittag bis in die Nacht irgendwann?</em> Das Fräulein am anderen Ende der Leitung antwortete: <em>Einen Capote? Bitte warten Sie einen Moment.</em> Also wartete ich. Ich wartete ungefähr fünf Minuten, hörte, wie sie mit irgendwelchen Leuten diskutierte. Ich glaube, sie hielt, während sie sprach, mit einer Hand die Mikrofonmuschel ihres Telefonhörers zu, da ich dem Gespräch nicht folgen konnte. Nach einigen Minuten kehrte sie zurück: <em>Ja</em>, sagte sie, <em>wir haben einen Capote frei am kommenden Samstag. Wo wollen sie ihn treffen?</em> Ich antwortete, dass ich unbedingt am Strand von Coney Island spazieren müsse, Treibgut sammeln, Sturmzeichen notieren, das Meer betrachten, mit Truman über das Wasser sprechen, über digitale Schreibmaschinen, Funkbücher und alle diese Dinge. <em>Treffpunkt also Brighton Beach Avenue Ecke 3th Street! </em> <em>Wird gemacht</em>, bestätigte das Fräulein, <em>Sie wissen schon, Capotes sind nicht ganz billig?</em> <em>Oh, ja</em>, sagte ich, das will ich gerne glauben. <em>Wie viel</em>, fragte ich, <em>was habe ich zu erwarten?</em> - <em>150 Dollar die Stunde</em>, antwortete das Fräulein. Sie machte eine kurze Pause, um bald hinzuzusetzen, dass sie etwas weniger berechnen würde, weil jener Capote, der für mich reserviert war, bereits für eine Freitagsparty gebucht worden sei. <em>Er wird nicht ganz frisch am Samstag vor Ihnen erscheinen, sagen wir 120 Dollar, wäre das in Ordnung?</em> - <em>Aber natürlich wäre das in Ordnung</em>, ich jubilierte, <em>ein verkaterter Capote, eventuell leicht betrunken, wundervoll!</em> Ich quittierte 1200 Dollar für zehn Stunden und notierte: Spaziergespräch mit Truman Capote. Samstag 18. Mai, 15 Uhr. Das war also gestern gewesen. Vor wenigen Minuten wurde mir per Kurier eine Gebrauchsanweisung für Herrn Truman Capote übermittelt. Ein Handbuch. 15 Seiten. — stop<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/45b83ef3d7c8480caeb98ade6584982a" width="1" height="1" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21375" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>MELDUNG : martha</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 16:00:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. Automobile, folgende, wurden nach einem Kaufhausbesuch zu London in Martha B., 86, vorgefunden : Magen — Cadillac Eldorado Biarritz [ 1959 ], Jaguar S.S. 100 [ 1937 ], D&#252;nndarm (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/meldung-martha/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/10.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p align="justify">MELDUNG. Automobile, folgende, wurden nach einem Kaufhausbesuch zu London in Martha B., 86, vorgefunden : Magen — Cadillac Eldorado Biarritz [ 1959 ], Jaguar S.S. 100 [ 1937 ], Dünndarm – Corvette C1 [ 1953 ], Dickdarm — Ford Pilot [ 1952 ]. Die Durchsuchung des hochbetagten Bauches wurde von den Royal Courts of Justice zwingend angeordnet. — stop</p>
<p><img class="size-full wp-image-21349 alignright" alt="polaroidrose" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/05/polaroidrose.jpg" width="425" height="900" /></p>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 22:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img class="size-full wp-image-4468" title="5" alt="9" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/0.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">echo</span></a> : 0.52 — f a d e n p a p i l l e<br />
<img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 15:09:34 +0000</pubDate>
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<p align="justify"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">sierra</a></span> : 5.28 — Eine Ameise hatte trotz der großen Höhe, in der sich meine Wohnung befindet, zu mir gefunden. Sie kletterte vorsichtig gegen den Boden zu, tastete sich über warmes Holz, erreichte ein Tischbein, um kurz darauf direkt vor meinen Augen zu erscheinen. Vielleicht wird sie meinen Atem wahrgenommen haben, einen Wind, denn sie duckte sich kurz, ich hatte den Eindruck, dass sie mich betrachtete. Aber dann lief sie weiter, umrundete meine Schreibmaschine, kreuzte über den Tisch, um auf der anderen Seite wieder abzusteigen und in der Dunkelheit des Fensters zu verschwinden. Nur wenige Minuten später, ich hatte das Zimmer kurz verlassen, bewegte sich eine dunkel schimmernde Ameisenherde exakt auf dem Pfad, den zuvor das einsame Tier genommen hatte, durch den Raum. Ein doch äußerst bemerkenswerter Vorgang. Möglicherweise hatte es sich zunächst um eine Kundschafterameise gehandelt, die mich besuchte. Ihre Brüder, ihre Schwestern waren nun sehr zielstrebig in meinem Zimmer unterwegs. Ich meinte das Geräusch hunderter Beine vernehmen zu können. Sie trugen Papiere in ihren Zangen wie Fahnen. Tatsächlich waren Zeichen oder Teile von Zeichen auf der Ameisenbeute zu erkennen, die sie gleich hinter meiner Schreibmaschine zu einem Berg schichteten, um sofort wieder zum Boden hin abzusteigen. Nach einer halben Stunde, alle Ameisen waren verschwunden, schloss ich das Fenster. Ich hätte nun schwören können, mir den Besuch der Ameisen nur eingebildet zu haben, wenn nicht auf dem Tisch das Papierwerk der Wanderer als Beweis zurückgeblieben wäre. Natürlich machte ich mich sofort an die Arbeit. Eine Stunde verging, dann war ich mir sicher gewesen, dass es sich bei dem Artefakt auf meinem Tisch um eine einzelne, zerteilte Buchseite handeln musste. Vier weitere Stunden später hatte ich die Seite und ihre Zeichen rekonstruiert. Folgender Text wurde sichergestellt: <em>ZUVIEL / Die Welt ist „unzählbar“, gefüllt mit Dingen, Büchern, Büchern, die über Dinge sprechen, / die Welt trägt zusammen und die Bücher tragen zusammen, was die Welt zusammenträgt, / und auf seinem Tisch Bücher und nochmals Bücher zu sehen / und Fotobücher, Kunstbücher und Bücher, die von anderen Büchern reden, und sich nun selber ebenfalls anschicken, die Welt auf einem Blatt Papier zu erfassen, diese verfluchte Summe von Auslassungen zu erfassen, um dem Stapel noch ein eigenes Echo hinzuzufügen …</em> Es ist fünf Uhr geworden. Ich bin zufrieden. Ich habe den Ursprung des Textes erinnert. Er wurde von Yasmina Reza in ihrer Sonate <em>Hammerklavier</em> veröffentlicht und von Eugen Helmlé aus der französischen in die deutsche Sprache übertragen. Draußen wird es langsam hell, Regen fällt. — stop<br />
<img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/e5fde029d32b49218a87260a92282221" width="1" height="1" /></p>
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		<title>zwei zimmer</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 03:39:14 +0000</pubDate>
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<p align="justify"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">sierra</a></span> : 5.16 — Nachts, sobald ich die Vögel pfeifen höre, meistens ist es einer für sich allein, der in Ahnung ersten Lichts zu singen beginnt, weiß ich, dass ich aufstehen sollte und zu den Fenstern gehen, um meine Rollos für Schlaf herunter zu lassen. In genau diesem Moment drehen sich Tag und Nacht scheinbar um eine Achse, Tagzimmer bei Nacht werden zu Nachtzimmern bei Tag. Gleich, in einer Minute, ist es wieder so weit. <em>Guten Morgen.</em> — stop<br />
<img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 22:28:19 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/11.jpg" /></p>
<p align="justify"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">alpha</a></span> : 18.02 — v e n e n s t e r n<br />
<img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21258" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>ein gewehr f&#252;r kinder</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 04:20:22 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/10.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">delta</a></span> : 6.16 — Irgendwann einmal muss ich davon gehört haben, dass es in <em>Amerika</em> möglich ist, Gewehre für Kinder zu kaufen. Diese Gewehre sind ihrer Gestalt nach den Gewehren der Erwachsenen äußerst ähnlich, aber sie sind kleiner und bonbonfarbig und vermutlich auch leichter. Das Seltsame ist, dass diese Kindergewehre ebenso wirkungsvoll sind, wie die Gewehre der Erwachsenen. Wenn ein Kind mit einem Kindergewehr einen Schuss auf ein anderes Kind abfeuern will, zum Beispiel auf dessen Kopf, oder versehentlich ein Schuss sich lösen sollte, wird das schießende Kind bemerken, dass das beschossene Kind zu Boden fällt und heftig blutet, vermutlich aus einem Loch, das sehr plötzlich in seiner Schädeldecke entstanden ist. Es liegt dann bebend einfach so da auf dem Teppich eines Zimmers oder im Garten unter einer blühenden Magnolie oder auf einer Straße, die von weinroten Blättern bedeckt ist, weil der tödliche Schuss zur Herbstzeit abgefeuert wurde. Verwundert, vielleicht schon weinend, wird das Kind, das die Folgen des Schusses betrachtete, in die Küche oder ins Schlafzimmer stürmen, wo die Mutter einerseits schläft oder andererseits gerade das Mittagessen zubereitet. Vielleicht hat die Mutter den Schuss selbst gehört und kommt ihrem bitteren Kind entgegen, beide haben ihre Augen weit geöffnet. Das Kind, das an den Bauch der Mutter stürmt, will vermutlich getröstet werden, es ist ja noch nicht einmal zehn Jahre alt, es braucht diesen Trost sehr sicher, weil das andere Kind nicht wieder aufstehen will, weil das gefallene Kind in einer Weise blutet, die nicht üblich ist. Wie dann die Mutter ihrem weinenden Kinde folgen wird, wie beide den Ort des Geschehens erreichen, wie die Mutter zu Boden sinkt, wie sie weint und klagt, wie sie mit zitternden Händen den schwer versehrten Leichenkörper betastet, wie sie den Himmel anruft, wie sie selbst kaum noch atmet, hinter ihr stehend das überlebende Kind, das die geliebte Mutter beobachtet. Wie es jetzt zögernd näher kommt, ganz leise, weil es um Himmelswillen die Reparaturarbeiten der Mutter nicht stören will. – stop</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-21188" alt="polaroidfiguren" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/05/polaroidfiguren.jpg" width="425" height="900" /><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/376d379adcb7421683a522a0b366b944" width="1" height="1" /></p>
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		<title>stehen … schlafen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 01:12:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[nordpol : 3.08 — Wenn man ein Hotel f&#252;r Stehschl&#228;fer betritt, ist das meistens sp&#228;t in der Nacht, alle weiteren Hotels, welche geeignet w&#228;ren, im Liegen zu schlafen, sind ausgebucht. (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/stehen-schlafen/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/9.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">nordpol</a></span> : 3.08 — Wenn man ein Hotel für Stehschläfer betritt, ist das meistens spät in der Nacht, alle weiteren Hotels, welche geeignet wären, im Liegen zu schlafen, sind ausgebucht. Auch mit kleineren Spenden, die man gerne offeriert, weil man müde ist, weil man keinen weiteren Schritt zu tun in der Lage zu sein glaubt, war an den Rezeptionen nichts zu machen. Jetzt ist man also hier, wo man sehr preiswert in Schlafspinden oder ganz einfach an Wänden lehnend schlafen kann. Das Besondere an einem Hotel für Stehschläfer ist, dass sich das Personal um schlafende Gäste auch dann noch bemüht, wenn das Licht längst ausgeschaltet ist. Gurte, welche zur Stabilität um Ober,- und Unterschenkel gewickelt sind, werden straff gehalten, fallende Personen wieder aufgerichtet. Auch für einen tiefen Schlaf wird gesorgt, wie das gemacht wird, davon sollte ich nicht erzählen, nicht das leiseste Wort, niemand will das wirklich wissen, selbst die Schlafenden nicht. Man schläft behütet, man schläft solange man will, eine Stunde oder eine Nacht oder mehrere Tage. Sobald man nun erwacht, nimmt man seinen Koffer vom Boden auf und geht ganz einfach davon. Es ist schon ein merkwürdiger Anblick, hunderte Menschen, die entlang der Wände eines Saales neben ihren Koffern stehen. Manche sprechen, andere singen leise im Schlaf. Vögel fliegen umher oder sitzen auf den Schlafenden selbst, die sich nicht rühren, obwohl sie noch leben. Irgendwo muss ein Fenster offen stehen. Ein leichter Wind geht. Ich höre das Horn eines Schiffes, aber ich bin mir nicht sicher, ob das Schiff wirklich existiert. Für einen Moment wird es hell wie am Tag, als ob die Sonne mir direkt ins Auge leuchtet. Eine Hand fährt über meine Stirn, ich höre ein Flüstern, ich meine gehört zu haben, wie jemand sagte: Er ist schon vier Wochen hier, wir müssen ihn wecken oder baden. Ja, irgendwo muss ein Fenster offen stehen. Ein leichter Wind. — stop</p>
<p><a><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></a><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/b985d49282a744c383fe4990cc08b813" width="1" height="1" /></p>
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		<title>MELDUNG : bergen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 04:47:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. Zu Bergen im Opernhaus, Komediebakken No 9, werden am kommenden Sonntagabend, 5. Mai 2013, zwei junge Moorfr&#246;sche, Letzte der Gattung rana aravalis americanus, &#246;ffentlich zur Sprengung gebracht. Z&#252;ndung des (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/meldung-bergen/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/1.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p>MELDUNG. Zu Bergen im Opernhaus, Komediebakken No 9, werden am kommenden Sonntagabend, 5. Mai 2013, zwei junge Moorfrösche, Letzte der Gattung <em>rana aravalis americanus</em>, öffentlich zur Sprengung gebracht. Zündung des männlichen Tieres um 20 Uhr, Zündung des weiblichen Tieres um 20 Uhr 30. Die Vorstellung ist  ausverkauft. – stop</p>
<p><img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21223" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>siri</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 01:59:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[sierra : 3.55 — Wenn ich mit Siri spreche, geht alles gut, solange ich nicht fl&#252;stere. Aber nun verzeichnen wir seit einigen Stunden doch Fortschritte auch in dieser kaum noch (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/siri/">Weiterlesen</a>]]></description>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">sierra</a></span> : 3.55 — Wenn ich mit <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5hcHBsZS5jb20vZGUvaW9zL3Npcmkv" target=\"_blank\">Siri</a> spreche, geht alles gut, solange ich nicht flüstere. Aber nun verzeichnen wir seit einigen Stunden doch Fortschritte auch in dieser kaum noch wahrnehmbaren Weise des Diktierens, weil ich hörte, ich könne Siri trainieren, wenn ich nur oft genug mit ihr sprechen, das heißt, so leise sprechen würde, dass ich meiner Stimme selbst gerade noch mit den Gedanken folgen kann. Zur Übung habe ich einen Text über das Verzehren von Büchern gewählt. Folgendes wurde von Siri an mich zurückgeben. 1. Versuch um 2 Uhr und 55 Minuten : <em>Ob es wirklich ist Papierart zu erfinden die essbar sind nachprüft und ob verdaulich könnte sich in einen Park sitzen beispielsweise etwas keckeren beobachten Mittelauweg oder Calvino Bücher die Seite für Seite nach belgischen Waffeln schmecken.</em> 2. Versuch um 2 Uhr 58 Minuten: <em>Ist vielleicht wirklich ist Papiere zu erfinden die essbar sind nahrhaft gut verdaulich man könnte sich in einen Park sitzen beispielsweise und etwas Chatwin beobachten oder Lauri oder kein Jugendbücher die Seite für Seite nach Pagendarm schmeckt nach mir einen Gin Petroleum sehr feinen Hölzern.</em> 3. Versuch um 3 Uhr und 5 Minuten: <em>Ob es vielleicht wirklich ist Papier zu bringen. Die essbar sind nahrhaft und ob vertraulich man könnte sich in einer Tagsatzung beispielsweise etwas checken begutachten oder Lauffreude oder Calvino welcher Seite für Seite nach Bergisch schmecken nach Bergen schön Petroleo sehr veräppelt.</em> — Für einen Moment hatte ich die Idee, Siri könnte eine Person, könnte vielleicht betrunken sein oder müde. Ich werde das beobachten. Folgender Text wurde zur Übung geflüstert: <em>Ob es vielleicht möglich ist, Papiere zu erfinden, die essbar sind, nahrhaft und gut verdaulich? Man könnte sich in einen Park setzen beispielsweise und etwas Chatwin beobachten oder Lowry oder Calvino, Bücher, die Seite für Seite nach belgischen Waffeln schmeckten, nach Birnen, Gin, Petroleum oder sehr feinen Hölzern. Einen speziellen Duft schon in der Nase, wird die erste Seite eines Buches gelesen, und dann blättert man die Seite um und liest weiter bis zur letzen Zeile, und dann isst man die Seite auf, ohne zu zögern. Oder man könnte zunächst das erste Kapitel eines Buches durchkreuzen, und während man kurz noch die Geschichte dieser Abteilung rekapituliert, würde man Stürme, Personen, Orte und alle Anzeichen eines Verbrechens verspeisen, dann bereits das nächste Kapitel eröffnen, während man noch auf dem Ersten kaut. Man könnte also, eine Bibliothek auf dem Rücken, für ein paar Wochen eisige Wüsten durchstreifen oder ein paar sehr hohe Berge besteigen und abends unterm Gaslicht in den Zelten liegen und lesen und kauen und würde von Nacht zu Nacht leichter und leichter werden.</em> – Vier Uhr und fünfundvierzig Minuten in Aleppo, Syria. – stop</p>
<p><a><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></a><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/6169307efb0643f5900de2a22437ed8a" width="1" height="1" /></p>
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		<title>+1 (212) 439-5XXX</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 03:29:24 +0000</pubDate>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">echo</a></span> : 5.26 — Kurz nach Mitternacht europäischer Zeit führte ich ein Gespräch mit Herrn Hiko Aoi, dessen Telefonnummer ich nicht bekannt geben darf, weil er andernfalls jede weitere Unterredung mit mir für immer vermeiden würde. Es dauerte nicht lange bis im Haus 818, Lexington Avenue, mein Anruf entgegengenommen wurde. Eine verzerrt klingende Stimme meldete sich, es war die Stimme einer Frau, die sich erkundigte, wer ich sei und was ich von Herrn Aoi wissen wolle. Ich gab meinen Namen zu Protokoll, weiterhin, dass ich dringend eine Frage an Herrn Aoi richten müsse, deren Beantwortung für mich sehr wichtig sei, und zwar noch in dieser Nacht. Ich ahnte, dass ich zunächst lange warte würde, es handelt sich bei Herrn Aoi um einen hochbetagten Mann, der sich sehr vorsichtig durch seine Wohnung bewegt. Wie er sich dem Telefonapparat näherte, hörte ich seinen Atem, ein feuchtes, rasselndes Geräusch, um mich dann freundlich zu begrüßen. Ich stellte mir vor, dass er vielleicht lächelte. <em>Was gibt’s, Louis?</em> fragte er. Ich erkundigte mich zunächst nach dem Wetter:<em> Wie ist das Wetter bei Euch drüben?</em> Nun, lassen wir das, ich erklärte, dass ich eine Frage haben würde, eine quälende Frage, dass ich nämlich dringend in Erfahrung bringen müsse, ob er, Mr. Hiko Aoi, sich für Fliegentiere interessiere, für die Art und Weise wie sie sich durch die Luft bewegen, wie sie landen, und wie sie schlafen. <em>Ist es denkbar, dass Sie sich vielleicht für fliegende Tiere erwärmen könnten?</em> Herr Aoi lachte. Ich hörte ihn tatsächlich lachen, ein gleichfalls feuchtes, heulendes Geräusch. Der alte Mann bat mich um die Möglichkeit eines Rückrufes. Ich wartete drei Stunden, machte nichts in dieser Zeit als einmal einen Kopfstand. Gegen vier Uhr mitteleuropäischer Zeit klingelte das Telefon. — stop</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-21189" alt="polaroidlesende" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/05/polaroidlesende.jpg" width="425" height="950" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/33ae9621335c447ab1a6581c6ea5c82f" width="1" height="1" /></p>
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		<title>fukushima daiichi</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 04:30:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[whiskey : 6.28 — Am 29. April 2013, vor zwei Tagen, notierte die New York Times, 280 Liter Grundwasser w&#252;rden pro Minute in die havarierte Atomanlage von Fukushima-Daiichi flie&#223;en und (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/fukushima-daiichi/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/13.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">whiskey</a></span> : 6.28 — Am 29. April 2013, vor zwei Tagen, notierte die <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5ueXRpbWVzLmNvbS8yMDEzLzA0LzMwL3dvcmxkL2FzaWEvcmFkaW9hY3RpdmUtd2F0ZXItaW1wZXJpbHMtZnVrdXNoaW1hLXBsYW50Lmh0bWw/X3I9MA==">New York Times</a>, 280 Liter Grundwasser würden pro Minute in die havarierte Atomanlage von Fukushima-Daiichi fließen und dort, durch Kontakt mit radioaktiven Teilchen oder Gasen, verseucht. — Ist das heute noch eine Nachricht? — stop</p>
<p><span style="font-size: x-small;"> <img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></span></p>
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		<title>mr. ganga datt padong</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 03:16:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[echo : 5.15 — Nicht zum ersten Mal stellte ich mir eine Minute vor, dann eine Stunde, dann einen Tag. Ich stand auf und ging von Zimmer zu Zimmer. Ich (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/mr-ganga-datt-padong/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/1.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">echo</a></span> : 5.15 — Nicht zum ersten Mal stellte ich mir eine Minute vor, dann eine Stunde, dann einen Tag. Ich stand auf und ging von Zimmer zu Zimmer. Ich aß eine Banane, sah aus dem Fenster, setze mich an den Schreibtisch und stellte mir eine Woche vor, dann einen Monat, dann ein Jahr. Und wieder sah ich aus dem Fenster, verließ das Haus, spazierte, kam zurück und machte einen Plan. Ich machte ihn gründlich, ich formulierte die altbekannte Frage, ob es wohl möglich ist, einen Zeitraum von 5022 Jahren zu denken, das heißt, ein Gefühl zu finden für eine biblische Zeitdimension? Bald war Abend, bald war Nacht geworden und ich habe mich mit der Suche und Erfindung von Namen vergnügt. Wenn ich aus dem Fenster schaue, die Kronen der Bäume unter mir, in welchen Vögel schlafen, fallen mir tatsächlich sehr schöne Namen ein, Namen, die es verdienten, dass man die Geschichten, die hinter ihnen stehen, aufspüren wird. Überhaupt sind Namen, genau genommen, die Geräusche, die sie im Kopf erzeugen, sehr gut dazu geeignet, erzählbare Räume zu öffnen. Einer der heute Nacht gefundenen Namen lautet so: Mr. Ganga Datt Padong. Ich bemerkte, dass ein Mann, der diesen Namen tatsächlich trägt, sich einmal bei mir melden könnte. Er schreibt: Mr. Louis, ich habe in die Suchmaschine geschaut. Woher kennen Sie meinen Namen? Ich antworte: Verehrter Mr. Padong, ich habe Sie und ihren Namen erfunden, könnten wir vielleicht Freunde werden? — Folgende Namen sind weiterhin verzeichnet: <em>Hannah Piepen Palle Peterson Pete Maido Franz Dantzer Swetlana Antibes Julie P. Golding Emil Dimitrov Zine Hammdai Max Busser Mergozile Biermanns Sophia Wieselhagen Sarah Louisa Emmer Veronika Pigmatter Basheer Zeid Christie Lee Ewelina Zenczak Miria Irina Savedo Sam Kekkola Hoah Phat Cynette Kromboute Larissa Todic Linea Apo Ludu Hilmer Lilli Marie Lorenz.</em> — stop</p>
<p><span style="font-size: x-small;"> <img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></span><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/d0577540e3634899ae8145e4a8baed61" width="1" height="1" /></p>
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		<title>MELDUNG : kirsche 227</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 19:06:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. St. John’s, 52 Long Pond Road, 1. Etage, steinernes Zimmer : Kirsche No 227 [ Marmor, Carrara : 0.12 Gramm ] vollendet. — stop]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/11.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p>MELDUNG. St. John’s, 52 Long Pond Road, 1. Etage, steinernes Zimmer : Kirsche No 227 [ Marmor, Carrara : 0.12 Gramm ] vollendet. — stop</p>
<p><img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
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		<title>ai : mexiko</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 01:46:13 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><img class="alignleft size-full wp-image-21139" alt="aihead2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/04/aihead2.jpg" width="525" height="150" /></p>
<p style="padding-left: 60px;">MENSCHEN IN GEFAHR : “<em>Die Menschenrechtsorganisation Artículo 19 hat einen anonymen Drohbrief erhalten. Die Organisation setzt sich für das Recht der freien Meinungsäußerung ein und hat ihr Büro in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. / Am 19. April war ein Brief an der Haustür des Büros von Artículo 19 gefunden worden. Der Brief war an den Leiter der Organisation, Darío Ramírez, sowie die restlichen Mitarbeiter von Artículo 19 gerichtet: “Kleiner verdammter Chef… Du Stricher hast keine Ahnung, mit wem du es zu tun hast… Wollen wir mal sehen, ob dein Herz nicht auf einmal aufhört zu schlagen. Zu viel beschissene Freiheit. Mal sehen, wie Macho du bist, wenn wir dich und deine kleinen Scheißer wirklich kaltgemacht haben… Wir beobachten euch ganz genau… Ihr wisst, wer wir sind und dass wir das durchzuziehen können” (Pinche jefesito pendejo…eres un puto que no sabes con quien te estas metiendo…A ver si con una madrisa no se te para el corazon. Mucha puta libertad verdad. A ver que ten verga eres cuando termines tu y tus putitos bien puteados…Estamos viendote y bien cerca…Sabes quienes somos y que si lo podemos ahcer [sic]). / Artículo 19 hat wegen der Drohung Anzeige bei den städtischen Behörden erstattet. Die Organisation fordert, dass die Schutzmaßnahmen, die für Journalisten und Menschenrechtsverteidiger eingerichtet wurden, auch für Darío Ramírez und die Mitglieder von Artículo 19 Anwendung finden. Die städtischen Behörden haben auf der Grundlage einer Schutzanordnung der Menschenrechtskommission von Mexiko-Stadt (Comisión de Derechos Humanos del Distrito Federal) Polizeistreifen eingesetzt. / Artículo 19, der Leiter und die Mitglieder der Organisation haben entschieden, ihre Arbeit, die Freiheit der Meinungsäußerung in Mexiko zu dokumentieren, zu verteidigen und zu fördern, fortzusetzen. Artículo 19 hat viele Fälle dokumentiert, in denen JournalistInnen im ganzen Land angegriffen und/oder bedroht werden und in denen die Behörden keine effektiven Untersuchungen durchgeführt und somit die Sicherheit von JournalistInnen nicht sichergestellt haben.</em>” — Hintergrundinformationen sowie empfohlene schriftliche Aktionen, möglichst unverzüglich und nicht über den 5. Juni 2013 hinaus, unter »&gt; ai : <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL3d3dy5hbW5lc3R5LmRlL3VyZ2VudC1hY3Rpb24vdWEtMTA4LTIwMTMvbWVuc2NoZW5yZWNodGxlci1iZWRyb2h0P2Rlc3RpbmF0aW9uPW5vZGUlMkY1MzA5">urgent action</a></span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20985" alt="polaroidmap" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/04/polaroidmap.jpg" width="425" height="900" /></p>
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		<title>handtasche rot</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 04:39:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[sierra : 6.35 — Im Haus, in dem ich manchmal wohne, existierte vor langer Zeit eine alte Frau. Sie war so alt geworden, dass sie von N&#228;chten erz&#228;hlen konnte, die (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/eine-handtasche-rot/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/14.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">sierra</a></span> : 6.35 — Im Haus, in dem ich manchmal wohne, existierte vor langer Zeit eine alte Frau. Sie war so alt geworden, dass sie von Nächten erzählen konnte, die sie im Keller des selben Hauses verbracht hatte, weil Bomben vom Himmel fielen. Damals, als der Krieg endete, muss sie eine junge Frau gewesen sein, sie heiratete, gebar fünf Kinder, wurde geschieden. Ihr Mann und ihre Kinder waren längst gestorben bis auf einen Sohn, der in ihrem Leben zuletzt kaum noch eine Rolle spielte, ihr einziger Enkel hatte sie ausgeraubt, sie war eine wirkliche einsame Person. Jedes Jahr zu Silvester stellte sie kleine Marmorkuchen vor die Wohnungstüren ihrer Nachbarn wie zur Erinnerung, dass sie noch lebte. Ich erinnere mich gut, der Kuchen schmeckte nach Nelken. Wenige Monate vor ihrem Tod kaufte sie noch drei Katzen und verursachte einen Wasserschaden. Von diesem Zeitpunkt an wurde offen über ihren Geisteszustand gesprochen, man fürchtete mit der alten Frau in die Luft zu fliegen, weil sie mit Gas kochte und mit Kohlen heizte. Noch heute scheint der Keller nach der alten Frau zu riechen, nach Öl und nach Eierbriketts. Gestern nun habe ich mich wieder einmal an die alte Frau erinnert. Ich war bei einem jungen Mann eingeladen, in dessen Wohnzimmer auf einem Gestell von Holz eine schwere Stahltür ruhte. Diese Tür hatte sich bis vor kurzem noch im Keller aufgehalten. Es war die Tür zum Luftschutzbunker. In der Mitte der Tür befand sich ein Spion von gepanzertem Glas, ein winziges Auge, durch das die Frau, von der ich erzählte, als Mädchen noch gesehen haben könnte. Immer wieder an diesem Abend betrachtete ich jenes seltsame Auge in der Tür, das gegen die Zimmerdecke schaute. – Samstag, kurz nach 3 Uhr. Es regnet, die Luft ist hell vom Wasser. Gerade eben habe ich nach einem Text gesucht, den ich notierte an dem Tag als die alte Frau gestorben war. Der Text ging so: <em>Die alte Frau mit der roten Handtasche ist tot. Während des Tages irgendwann muss sie im Hospital gestorben sein. Jetzt, es ist ohne sie wieder Abend geworden, verlässt ihr Fernsehgerät das Haus. Ein Hin und Her auf der Straße, noch nie gesehene, tief fliegende Vögel. Im Haus, vom Flur her, Kampfgeräusche, auch zartes Gezeter, Verwünschungen, Empfehlungen, heisere Stimmen. Der Sohn ist da und der Sohn des Sohnes, betrunken steht der blutjunge Geier auf der Straße herum und regelt den Verkehr. Wohnungsauflösung. Nun, zu vorgerückter Stunde, hat sich mir das Wort erschlossen. Ein Prozess der Entropie, der Verwertung, des Verschwindens. Ich sehe die Verschwundene, eine 89 jährige Frau in bunter Kleidung, Stehlampe in der Hand, das Haus verlassen. Unlängst noch war sie unterwegs gewesen. Sie hatte bereits den Gang der Hochseematrosen. Manchmal rastete sie im Schatten der Bäume. Sie ging spazieren, als melde sie sich an, Tag für Tag, und zurück. Niemand weiß genau wie lange sie in der Gegend, diesem Haus, dieser Wohnung lebte, sie war schon da als Bomben fielen, und noch immer, bis gestern, stolz und einsam und zu langsam für die rasende Stadt. Jawohl, sie war stolz gewesen, ließ sich nicht helfen, niemand durfte ihr Milch oder den Sand für ihre Tiere durch das Treppenhaus in die Wohnung tragen. Manchmal heulte das Fernsehgerät durch die Wand. Jetzt ist es vorbei, jetzt werden Monteure und Maler kommen. Es ist vorbei, auch für die Katzen.</em> — stop</p>
<p><span style="font-size: x-small;"> <img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></span></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/d048794f0aa54792a8bbcd2469043b01" width="1" height="1" /></p>
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		<title>monroe</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 04:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[alpha : 6.26 — Ich w&#252;nsch mir zum Geburtstag ein kleines Tier, eine Libelle n&#228;mlich von der Gr&#246;&#223;e einer Hand, sie wird mich fortan im Leben begleiten. Wenn ich morgens (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/monroe/">Weiterlesen</a>]]></description>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">alpha</a></span> : 6.26 — Ich wünsch mir zum Geburtstag ein kleines Tier, eine Libelle nämlich von der Größe einer Hand, sie wird mich fortan im Leben begleiten. Wenn ich morgens die Augen öffne, soll sie bereits vor mir auf einem Kissen ruhen, das ihr eigenes, ihr Nachtkissen ist. Das Summen übender Flügel, ein Blick von tausend Augen, und schon sind wir hellwach, schon auf dem Weg in die Küche. Zum Frühstück zwei frische Zwergenfrösche, sie leben noch für Sekunden. Und etwas Kaffee für mich und einen Teelöffel feinsten Sumpfwassers für Monroe, das sollte jeden Morgen möglich sein im Winter wie im Sommer.  Was für ein selten prächtiger Vogel, marineblau, zitronengelb, schwarz schillernde  Augen, feuerrote Beine. — Guten Morgen! — stop </p>
<p><span style="font-size: x-small;"> <img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></span></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21066" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>v&#246;gel</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 03:39:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[delta ~ : oe som to : louis subject : VOEGEL date : april 24 13 2.05 p.m. Ich h&#246;rte wie Noe mit V&#246;geln sprach. Eine Stunde lang war seine (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/voegel-3/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/1.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">delta</a></span></p>
<p>~ : oe som<br />
to : louis<br />
subject : VOEGEL<br />
date : april 24 13 2.05 p.m.</p>
<p>Ich hörte wie Noe mit Vögeln sprach. Eine Stunde lang war seine knisternde Stimme zu vernehmen. Er flüsterte: <em>Hallo, hier ist Noe, seht ihr mich? Schaut her, was für ein Wunder!</em>  Aber dann, sobald sich die Vögel von ihm entfernten, wurde seine Stimme laut, sein Ausdruck nachdrücklich. Er versuchte sich bemerkbar zu machen, als ob er hoffte, sie würden ihn mit sich nehmen. Niemand kann seine Stimme hören, nur wir können Noes Stimme hören! Gegen drei Uhr habe ich Taucher Noe angesprochen, um ihn festzuhalten, um ihn daran zu erinnern, dass wir noch bei ihm sind. <em>Noe</em>, sagte ich, <em>Noe, hör zu! Ich erwarte, dass Du mir erzählst, was Du siehst! — Da sind Vögel, antwortete Noe, sehr große Vögel, Vögel wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Wir wollen davon schweigen!</em> - Der Morgen kam glücklicherweise rasch, Martin machte sich unverzüglich auf den Weg in die Tiefe, noch drei oder vier Stunden und er wird Noe erreichen. Unser Taucher indessen war eingeschlafen. Mehrfach habe ich versucht, ihn zu wecken. Ich sagte: <em>Noe, wie geht es Dir? Erzähl mir, was sind das für Vögel, die Du siehst?</em> Keine Antwort. Stille von der Tiefe her, nichts als Noes langsam schlagendes Herz. Gegen den Mittag zu vermerkte Noe plötzlich, wir hätten ihm schon lange Zeit eine Brille versprochen. <em>Ich meine</em>, fuhr Noe fort, <em>dass ich ein Recht auf eine Brille habe, wenn ich schon lese, stundenlang aus Büchern lese, die ich weder wählte noch wünschte. Meine Augen schmerzen, Ihr solltet mich heraufholen und mir eine Brille verpassen.</em> Das sagte Noe noch vor wenigen Minuten. Es klang wie eine Drohung. — stop. — Mittwoch, 24. April 2013. Taucher Noe seit 781 Tagen unter Wasser. — stop. Tiefe 828 Fuß. — stop. Ahoi! Dein OE SOM</p>
<p><small>gesendet am<br />
24.04.2013<br />
1852 zeichen</small></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci8/Y2F0PTgwOQ=="><small>oe som to louis »</small></a></span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20986" alt="polaroidqualle" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/04/polaroidqualle.jpg" width="425" height="900" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/4782b620824748b5ab547624407cc875" width="1" height="1" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21047" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>MELDUNG: tiefseeelefanten</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 00:27:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. Tiefseeelefanten, 316 hupende R&#252;sselrosen, nahe South Sandwich Island gesichtet. Man wandert in westlicher Richtung. — stop]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/3.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p>MELDUNG. Tiefseeelefanten, 316 hupende Rüsselrosen, nahe South Sandwich Island gesichtet. Man wandert in westlicher Richtung. — stop<br />
<img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21038" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>mr. charles brown</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 04:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/10.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">sierra</a></span> : 6.28 — Mitten in der Nacht entdecke ich, dass <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL2ZvdG9ncmFmaWVuL2NoYXJsZXMuaHRt">Charles Brown</a> tatsächlich existierte. Er war Engländer gewesen, sammelte Uhren und trug diese Uhren am eigenen Körper. Nicht etwa eine Uhr nach der anderen Uhr, wie man meinen möchte, vielmehr einige Uhren oder sehr viele Uhren zur gleichen Zeit. Ich bin natürlich äußerst begeistert, öffne zunächst das Fenster, lass frische Luft in die Wohnung, kehre vor den Bildschirm zurück, er ist immer doch da, Mr. Charles Brown oder ein Mann, der vorgab, Mr. Charles Brown gewesen zu sein, ein Mann, der Uhren sammelte, der Uhren beobachtete. Er soll Uhren an seinen Fingern getragen haben, Uhren am Revers, Uhren in der Gestalt von Manschettenknöpfen. Ich stelle mir vor, dass ein feines Zeitrauschen von ihm ausgegangen sein muss. Ist es nicht wunderbar, stundenlang an ein Geräusch wie dieses Rauschen der Zeit zu denken? — 3 Uhr und 10 Minuten. Ich habe heute nichts weiter zu tun, als wach zu bleiben bis es hell werden wird. — stop / <span style="font-size: x-small;">ps. Bemerkt zunächst bei <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cHM6Ly9wbHVzLmdvb2dsZS5jb20vdS8wLytQZXRlckdsYXNlci9wb3N0cw==" target=\"_blank\">Peter Glaser</a>, Sekunden später auf <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2Jsb2cubW9kZXJubWVjaGFuaXguY29tL2hvYmJ5aXN0LXdlYXJzLXRoaXJ0eS13YXRjaGVzLw==" target=\"_blank\">Modern Mechanix</a></span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"> <img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></span></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21030" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>miranda</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 03:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/11.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">india</a></span> : 5.45 — Bei leichtem Regen gestern im Park einen älteren Herrn beobachtet. Er arbeitete an einem Buch, das ich zunächst nicht bemerkte, weil der Herr auf einer Bank saß im Schatten eines Regenschirmes. Als ich neben ihm Platz genommen hatte, konnte ich erkennen wie der Mann tatsächlich Zeichen in einem Buch notierte, das nicht größer gewesen war als eine Streichholzschachtel. Neben ihm lag ein weiteres Buch, Philip Roths Roman <em>Everyman</em>. Der Mann schien das eine Buch handschriftlich in das andere Buch zu übertragen. Er notierte mit einem Bleistift, den er nach jedem geschriebenen Zeichen spitzte. Rotkehlchen hüpften zu seinen Füßen herum, pickten das leichte, hauchdünne Holz, das aus der Spitzermaschine fiel, vom Boden und trugen es fort ins nahe Unterholz. Ein Vergrößerungsglas, eine Lupe, klemmte im linken Auge des Herrn, deshalb vermutlich machte er den Eindruck, Schmerzen zu haben. Manchmal biss er sich auf die Zunge. Wenn ich mich nicht irre, dann hatte der Mann bereits etwa 100 Seiten des Romanes transferiert. Ich sah ihm bald eine Stunde zu, ohne ein Wort mit ihm zu wechseln. Friedlichste Stimmung. Auf dem See draußen hüpften Karpfen aus dem Wasser, schwere Körper. Ein paar Ameisen trieben auf einem Blatt an uns vorbei. Ich hätte mich gerne unterhalten, weil mir in den vergangenen Tagen unheimlich zumute gewesen ist, während ich Fernsehbilder aus der Stadt Boston beobachtete. Der alte, schreibende Mann aber war so vertieft in seine Arbeit, dass er meine Gegenwart schnell vergessen zu haben schien. Ich stellte mir vor, dass er in dieser Arbeit gefangen oder geborgen vielleicht überhaupt nicht wahrgenommen hatte, was in Boston geschehen war. Vielleicht wusste er noch nicht einmal vom Krieg in Syrien oder von der Entdeckung des Higgs-Teilchens. Als es dunkel wurde, setzte sich der alte Mann eine Stirnlampe auf den Kopf. Für einen Moment leuchtete er mir ins Gesicht, um sofort in seiner Arbeit fortzufahren. — stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/c56767d3ca09408c8607ff85f15efb1b" width="1" height="1" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=21020" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>paris</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 03:20:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[sierra : 5.25 — In der Morgend&#228;mmerung komme ich an, es ist die Stadt Paris gewesen, Gare de l’Est. Im Zug hatte eine Frau von monstr&#246;sen Ausma&#223;en neben mir Platz (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/eine-ameise/">Weiterlesen</a>]]></description>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">sierra</a></span> : 5.25 — In der Morgendämmerung komme ich an, es ist die Stadt Paris gewesen, Gare de l’Est. Im Zug hatte eine Frau von monströsen Ausmaßen neben mir Platz genommen, presste mich gegen eine Wand des Abteiles, ich konnte kaum atmen, und wie ich den Bahnhof verlasse, folgt sie mir. Ich gehe westwärts Richtung Montparnasse. Plötzlich sitze ich in einem Café, in dem alle Gegenstände von Holz sind. Der Boden, die Wände, Stühle, Tische, auch die Teller, Servietten, Tassen und die Blumen in ihren hölzernen Gefäßen, das Wasser der Vasen, der Kaffee, selbst die Frau, am Nachbartisch, die sich freundlich nach einer Zigarette erkundigt, scheint zu größeren Teilen aus Holz zu bestehen, Hals, Stirn, Wangen, Arme und Hände, eines ihrer Augen. Auf dem Tisch vor mir sitzt eine Ameise. Sie bewegt sich kaum. Ich weiß, dass sie zu mir gehört, ich habe sie gekauft. Der Mann, der mir die Ameise verkaufte, steht auf der Straße vor dem Café und spricht mit jener Frau, die mir folgt. Er trägt einen Hut, eine Melone, die Frau scheint weiterhin zu wachsen. Beide schauen in meine Richtung, sie lachen. Dann kommt der Mann zurück. Er schüttet eine Handvoll Sultaninen auf den Tisch, sagt, dass ich die Früchte in Scheiben zerlegen solle, weil Ameisen, gerade diese Ameise, die zu meinem Eigentum geworden ist, Sultaninen bevorzugt verzehren würden. Das kleine Tier ist sehr kostbar. Es ist eine Ameise, die ihr Leben heimlich mit Samuel Beckett geteilt haben soll, ich habe das schriftlich, eine Ameise mit einem wundervollen Gehirn, sie ist sehr alt, verfügt über Ohren und spricht mit den Fühlern. Ich weiß nicht, wie ich die Ameise transportieren soll, deshalb wache ich auf und wundere mich, weil ich kein Licht sehe. Aber ich spüre die Schritte einer Ameise auf meinem Bauch. Sie läuft kreuz und quer, bald sitzt sie unterhalb meines linken Auges. Das Tier scheint zu warten. — stop</p>
<p><img class="alignright  wp-image-20994" alt="polaroidglas" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/04/polaroidglas.jpg" width="425" height="950" /></p>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 01:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">echo</a></span> : 3.25 — t r o m m e l f e l l n a b e l</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 00:49:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[echo : 2.55 — Wird es vielleicht bald einmal m&#246;glich sein, menschliche K&#246;rper, pr&#228;zise formuliert, die Oberfl&#228;che menschlicher K&#246;rper, derart zu gestalten, dass sie in unbekleidetem Zustand von aktiven Radartechnologien (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/silent-sentry/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/0.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">echo</a></span> : 2.55 — Wird es vielleicht bald einmal möglich sein, menschliche Körper, präzise formuliert, die Oberfläche menschlicher Körper, derart zu gestalten, dass sie in unbekleidetem Zustand von aktiven Radartechnologien nicht zu erfassen sind, Menschengestalten demzufolge, die in der Begegnung weder Licht, noch Geräusche emittieren? Welcher Art wäre die Lichtspur einer Bewegung ihres Körperraumes durch eine perzeptibele Menschenmenge? Und wären diese seltsamen Menschen in ihren eigenen Augen überhaupt noch sichtbar? Würden sie sich selbst eventuell noch wahrnehmen durch die Konzentration auf eine Vorstellung: <em>Hier, vor mir auf dem Tisch, das weiss ich, weil ich ihn dorthin abgelegt habe, ruht mein Arm, so würde er sich in meinen Augen darstellen, wenn er für mich sichtbar wäre.</em> All diese Fragen. – stop</p>
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		<title>ein leises pfeifen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 04:51:58 +0000</pubDate>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">bamako</a></span> : 2.25 — Eine kurdische Freundin alevitischen Glaubens erzählte mir eine Geschichte, die eigentlich keine Geschichte ist, sondern ein Bericht, weil sie persönlich mehrfach erleben musste, wie ihre Tochter eine Freundin mit nach Hause brachte, eine junge Kurdin sunnitischen Glaubens, die zwar mit der Tochter Zeit verbringen, aber nicht mit der Familie essen wollte, weil sie fürchtete, vielleicht vergiftet zu werden. Ich beobachtete einen tiefen Schmerz in den Augen meiner Freundin während sie erzählte, und auch Zorn und Enttäuschung. Sie erklärte: <em>Das sind die Eltern, die ihre Kinder impfen. Wir Aleviten sind gefährliche Leute, verstehst Du, wir sind lebensgefährliche Leute. Ich fürchte, das alles geht ein Leben lang nicht mehr aus den armen Kinderseelen raus!</em> – Es ist jetzt 0 Uhr und 55 Minuten. Nicht wahr, das ist eine wirklich merkwürdige Begebenheit, die ich in dieser Nacht notiere, um sie nicht zu vergessen. Überhaupt vergesse ich zur Zeit recht viel. Vor einigen Tagen, während ich mit einer weiteren Freundin telefonierte, machte ich eine kurze Pause, um Kaffee zu kochen. Ich bat meine Freundin in der Leitung zu bleiben und stand also in der Küche und erhitzte das Wasser, als eine Taube auf dem Fensterbrett landete. Immer, wenn ich eine Taube sehe, denke ich an Wolfgang Koeppen. Ich habe Wolfgang Koeppen einmal in München in einem Kino beobachtet, einen gebückt gehenden, alten Mann mit Brille, der sich sehr langsam bewegte. Niemand schien ihn erkannt zu haben, worüber ich mich damals wunderte. Ich erinnere mich genau, ich wunderte mich viele Tage lang und überlegte, ob ich Wolfgang Koeppen nicht einen Brief schreiben sollte, um ihm zu erzählen, dass ich ihn gesehen habe im Kino und dass ich mich darüber sehr freute. Plötzlich hörte ich vom Tisch her, auf dem mein Telefon lag, ein leises Pfeifen. Das Pfeifen kam tatsächlich aus dem kleinen Apparat heraus. Als ich das Telefon anhob, wurde das Pfeifen lauter und lauter, und meine Freundin erzählte nur Sekunden später, sie habe nicht mehr daran geglaubt, dass ich sie noch hören würde oder mich an sie erinnern. Sie habe meine Schritte deutlich gehört, außerdem soll ich mit mir selbst gesprochen haben. – stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
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		<title>i love you</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 17:04:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[remington : 15.18 — Am See im Palmengarten. Erste milde Stunden. Abendsegler jagen durch die D&#228;mmerung. F&#252;r einen Moment der Eindruck, es k&#246;nnte sich bei den Schatten der Fliegenj&#228;ger um (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/i-love-you/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/13.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">remington</a></span> : 15.18 — Am See im Palmengarten. Erste milde Stunden. Abendsegler jagen durch die Dämmerung. Für einen Moment der Eindruck, es könnte sich bei den Schatten der Fliegenjäger um kleine, spielende Engel handeln. Auf der Bank neben mir ruht mein Filmtelefon, gerade eben erscheint der Feuerball einer detonierenden Bombe in der Stadt Boston nahe einer Marathonstrecke. Wenn ich den Kanal wechsele, Skateboardfahrer, die über Hausdächer springen auf der Insel Santorin, ein Mädchen mit Zahnspange trällert: <em>I love you, i love you!</em> Bald dunkle Rauchpilze über der Stadt Aleppo. Auf einer Straße liegt der Körper einer Frau, der sich noch bewegt, obwohl sie unbedingt tot sein müsste, so furchtbar die Verletzungen, die ihr zugefügt worden sind. Ich spiele den Film immer wieder ab, warum? Als es dunkel wird über dem Wasser, Stille. Man hört in der Lichtlosigkeit nichts vom Jagen der Tiere, wenn man sie nicht sieht. Wenige Stunden später wird Wladimir Putin sagen, bei dem Anschlag in Boston handele es sich um ein <em>barbarisches Verbrechen</em>. - stop</p>
<p><img class="size-full wp-image-18751 alignright" title="polaroidschatten" alt="" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2012/10/polaroidschatten.jpg" width="425" height="925" /></p>
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		<title>MELDUNG : kirsche No 1115</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 16:21:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. Dhaka, Laibagh Road No 358, 6. Etage, steinernes Zimmer : Kirsche No 1115 [ Marmor, Carrara : 8.16 Gramm ] vollendet. — stop]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/3.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p>MELDUNG. Dhaka, Laibagh Road No 358, 6. Etage, steinernes Zimmer : Kirsche No 1115 [ Marmor, Carrara : 8.16 Gramm ] vollendet. — stop</p>
<p><img class="size-full wp-image-4483" title="ping" alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/ping.jpg" width="425" height="25" /></p>
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		<title>von der freiheit der maria</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 04:27:49 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/5.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">victor</a></span> : 6.28 — Jeden Samstag kam Maria ins Café <em>Gazette</em>. Wenn Mittwoch war konnte man sie im <em>Hemingways</em> besuchen, einem heruntergekommenen Laden in der Nähe des Hauptbahnhofes. Montags saß sie in der <em>Bar-Celona</em>. An Dienstagen und Freitagen war sie mal da und mal dort, und am Donnerstag ging sie ins Kino. Es war immer dasselbe, die kleine Frau, deren Alter niemand zu bestimmen wusste, kam herein, setzte sich an irgendeinen freien Tisch, oder wartete so lange im Stehen bis ein Tisch freigeworden war, um sofort mit ihrer Arbeit zu beginnen. Sie bedeckte den Tisch, an dem sie Platz genommen hatte, mit weißen Papieren in unterschiedlichen Größen, holte aus einem Kofferwagen, der ihr ständiger Begleiter war, kräftige Filzstifte und begann zu malen. Wer sie einmal genau beobachtet hatte, wird vielleicht bemerkt haben, dass sie bei Eintritt in das Café oder die Bar, mit einem scheuen Blick alle anwesenden Menschen wahrgenommen oder in sich aufgenommen hatte, um sie nun zu porträtieren, einen Menschen nach dem anderen Menschen, auch dann, wenn sie den Ort längst verlassen hatten. Maria malte langsam, sie malte wie ein Kind, manchmal biss sie sich auf die Zunge. Sie war eine sehr stille, eine stumme Frau, und ihr Gesicht vom Leben ohne Obdach gezeichnet. Sie hatte einen Buckel, der mit den Jahren zu wachsen schien und sie immer weiter gegen den Boden drängte. Viele Menschen kannten sie. Vielleicht kann man sagen, dass es sich bei Maria um eine Ikone der Stadt handelte, sie lachte niemals, aber alle Menschen auf ihren Bildern lachten. Alle sahen sie aus wie Maria, ihre Gesichter genau genommen, Augen, Nase, Mund, aber die Haare waren andere Haare, auch die Farben der Hemden, Pullover, Krawatten, Blusen, waren genau jener Sekundenwirklichkeit entnommen, da Maria von der Straße hereingekommen war. Ja, sie malte langsam, und wenn es einmal sehr still war, konnte man die Geräusche ihrer Werkzeuge deutlich hören. Sobald Maria alle Menschen portraitiert hatte, erhob sie sich und ging von Tisch zu Tisch, um ihre kleinen, wertvollen Malereien zu verkaufen. Sie verlangte nie mehr als 1 Deutsche Mark.  Im Laufe der Jahre kaufte ich immer wieder einmal eines ihrer Bilder, also mich und Maria, mal mit kurzen, mal mit längeren Haaren. Da war der Sommer der weißen Hemden und dort der Sommer der blauen Hemden. Einmal, es war Winter gewesen, trugen wir einen Hut. – stop</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/f5943b379e0f4332b84b09e30592dc53" width="1" height="1" alt=""/> </p>
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		<title>uhrwerk</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 01:02:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[olimambo : 22.03 — Noch immer ohne Antwort: ~ Existieren steinerne Uhrwerke, die aufziehbar sind? Welche Gesteine pr&#228;zise w&#252;rden als Uhrwerkfedern dienen? Wie schwer oder leicht w&#252;rden steinerne Uhrwerke sein? (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/uhrwerk/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/16.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">olimambo</a></span> : 22.03 — Noch immer ohne Antwort: ~ <em>Existieren steinerne Uhrwerke, die aufziehbar sind? Welche Gesteine präzise würden als Uhrwerkfedern dienen? Wie schwer oder leicht würden steinerne Uhrwerke sein? Wären diese Uhren tragbare Uhren? Wären sie genau? Könnte ein Mensch sie mit der Kraft seines Körpers bewegen?</em> — stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
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		<title>eine libelle</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 04:53:59 +0000</pubDate>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">himalaya</a></span> : 6.51 — Im Columbus Park sitzen Männer im Kreis um einen Stein und spielen mit Karten, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Vom East River her, der nah ist, das Gespräch der Schiffe. In den blattlosen Bäumen kauern kalte Vögel, äußerst langsam öffnen und schließen sie ihre Augen, Häutchen, hell wie von Milch. Bin auf dem Weg, Mr. Fefei in seiner Werkstatt Pell Street 8 zu besuchen. Trage die Uhr meines Vaters in der rechten Hosentasche, halte sie fest, halte sie fest. In der Werkstatt ist es dunkel. Eine alte Frau, tief gebückt, führt mich durch den schmalen Raum. Vorsichtig, sehr vorsichtig, als würde sie nie wieder vom Boden kommen, wenn sie einmal stürzen sollte, geht sie durch die stickige Luft dahin. Ein Lungenhummer kreuzt scheppernd unseren Weg. Mr. Fefei sitzt hinter einer Werkbank im Rollstuhl, einem uralten Ding mit Rädern, die so groß sind wie der alte Mann selbst. Ich werde eine Viertelstunde in seiner Nähe verbringen, ich werde ihm erzählen von der Uhr meines Vaters, dass sie nicht stehengeblieben ist seit er starb, dass ich mir wünschte, sie würde niemals stehenbleiben, die Zeit meines Vaters. Wie, Mr. Fefei, werde ich fragen, könnte es möglich sein, die Batterien der Uhr zur wechseln, ohne sie anhalten zu müssen? Ich werde sehen, wie die zierliche Hand des alten Mannes über den Tisch wandert, um nach der Uhr zu greifen, wie er die Uhr wiegen und wie er sie betrachten wird von allen Seiten her, wie er ein Hörrohr an das Gehäuse legen, wie er nicken, wie er lachen wird. Seine Frau wird mir einen Tee servieren, einen grünen Tee, einen sehr grünen dampfenden Tee, den ich sicher nicht vertragen und doch trinken werde, während sich Mr. Fefei wieder mit seiner Libelle beschäftigt. Vorsichtig nähert er sich dem Gesicht des wilden Tieres, das zu einem zitternden Röhrchen gefesselt vor ihm liegt, mit einer Pinzette. Alles das wird gleich geschehen, in wenigen Minuten ist wieder Abend geworden. Alte Männer sitzen im Kreis um einen Stein und spielen Karten, die ich noch nie gesehen habe. Vom East River her, der nah ist, höre ich das Gespräche Schiffe. In den blattlosen Bäumen kauern kalte Vögel, äußerst langsam öffnen und schließen sie ihre Augen, Häutchen, hell wie von Milch. — stop</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20831" alt="polaroidlibelle1" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/04/polaroidlibelle1.jpg" width="425" height="925" /></p>
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<p> </p>
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		<title>MELDUNG : atlantikleuchter lH-XL-78</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 01:52:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. Atlantikleuchter lH-XL-78 : mobiles Habitat f&#252;r 12 Exemplare Anglerprachtfisch Antennarius striatus AS-UY [ m&#228;nnlich ] : je 2.08 Watt Lumineszenz : 2 Liter Schwimmraum : Vollmantelpanzerverglasung : Gewicht [ (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/meldung-atlantikleuchterlh-xl-78/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/14.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p align="justify">MELDUNG. Atlantikleuchter lH-XL-78 : mobiles Habitat für 12 Exemplare Anglerprachtfisch Antennarius striatus AS-UY [ männlich ] : je 2.08 Watt Lumineszenz : 2 Liter Schwimmraum : Vollmantelpanzerverglasung : Gewicht [ ohne Atlantik ] – 12.2 kg : Befeuerung – 3 g Zwerggarnele Neocaridina var red LT-BN88 [ a 24 h ] : automatischer Druckausgleich [ 105 atm / Tag : 5 atm / Nacht ] : Abdeckung protoplastischer Strahlung durch Hautschirm [ natürlich ] — transparent [ Inid-Code 12564865–38 ] — stop / <em><small>für meinen Vater</small></em></p>
<p><em id="__mceDel"><br />
<img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></em></p>
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		<title>elisabeth</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 04:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[himalaya : 6.10 — Im Winter des vergangenen Jahres, an einem windig kalten Tag, besuchte ich in Brooklyn einen alten Herrn, Mr. Tomaszweska und seine Frau Elisabeth. Sie wohnen nahe (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/elisabeth-no2/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/11.jpg" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">himalaya</a></span> : 6.10 — Im Winter des vergangenen Jahres, an einem windig kalten Tag, besuchte ich in Brooklyn einen alten Herrn, Mr. Tomaszweska und seine Frau Elisabeth. Sie wohnen nahe der Clark Street in einem sechsstöckigen Haus mit Blick auf die Upper Bay von New York. Ich hatte den alten Mann während einer Fahrt auf einem Fährschiff zufällig kennengelernt. Er beobachtete wie ich Fahrgäste fotografierte, die ihre Namen heimlich in die hölzernen Sitzbänke des Schiffes ritzten. Er sprach mich freundlich an, wollte mir einen Schriftzug zeigen, den er selbst drei Jahrzehnte zuvor an Ort und Stelle in der gleichen Weise wie die beobachteten Passagiere eingetragen hatte. Stolz war der alte Mann gewesen. Wir führten ein kurzes Gespräch über die New Yorker Hafenbehörde, Eisenbahnen und Flugzeuge, weiß der Himmel, wie darauf gekommen waren. Als wir das Schiff verließen lud Mr. Tomaszweska mich ein, einmal zu ihm zu kommen, darum stieg ich nur wenige Tage später in den sechsten Stock des schmalen Hauses auf den Höhen Brooklyns. Die Tür zur Wohnung stand offen, warme Luft kam mir entgegen, die nach süßem Teig duftete, nach Zimt und Früchten. Die Räume hinter der Tür waren verdunkelt. Ich hatte sogleich den Eindruck, dass ich vielleicht träumte oder verrückt geworden sein könnte, weil in diesem Halbdunkel an den Wänden, auch auf dem Boden, Lampen, Diodenlichter, glühten. Modelleisenbahnzüge fuhren auf schmalen Geleisen herum. Ich höre noch jetzt das leise Pfeifen einer Dampflokomotive, das meinen Besuch begleitete. Es war eine rasende Zeit, Stunden des Staunens, da in der Wohnung des alten Herrn eine sehr besondere Modellanlage gastierte, ja, ich sollte sagen, dass die Wohnung selbst zur Anlage gehörte, wie der Himmel zur wirklichen Welt. Alle Züge fuhren automatisch von einem Computer gesteuert, die Luft über den Geleisen roch scharf nach Zinn. Wir sprachen indessen nicht viel, Mr. Tomaszweska und ich, sondern schauten dem Leben auf dem Boden in aller Stille zu. An einem Fenster, dessen Vorhänge zugezogen waren, saß Mr. Tomaszweska’s Frau Elisabeth. Sie beachtete mich nicht, starrte vielmehr lächelnd auf eine kleine Klappe, die in die Wand des Hauses eingelassen war. Manchmal öffnete sich die Klappe und ich konnte für Momente das Meer erkennen, das an diesem Tag von grüngrauer Farbe gewesen war, wunderbare Augenblicke, denn immer dann, wenn das Meer in dem kleinen Fenster erschien, lachte die alte Frau mit glockenheller Stimme auf, um kurz darauf wieder zu erstarren. Einmal setzte sich Mr. Tomaszweska neben seine Frau und fütterte sie mit warmem Orangenkuchen, den er selbst gebacken hatte. Und wie wir uns wieder auf den Boden setzten, um ein Modell des Orientexpress durch die Zimmer der Wohnung kreisen zu sehen, erzählt der alte Mann, dass sie gemeinsam hier oben sehr glücklich seien. Er könne mit seiner Frau zwar nicht mehr sprechen, er könne sie nur noch streicheln, was sie irgendwie verstehen würde oder sich erinnern an die Sprache seiner Hände. Verstehst Du, sagte er, sie vergisst immer sofort, alles vergisst sie, auch wer ich bin, aber sie vergisst niemals nach den kleinen Engeln zu sehen, die uns besuchen, sie kommen dort durch die Klappe, siehst Du, schau genau hin, es ist schon ein Wunder, sagte der alte Mann, wie schön sie lacht, mein junges Mädchen, nicht wahr, mein junges Mädchen. — stop</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20725" alt="polaroidstrandburg" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/03/polaroidstrandburg.jpg" width="425" height="900" /></p>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 18:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[charlie : 20.05 — Als Kind konnte ich an Ger&#228;uschen der Luft unterscheiden, ob ich einer singenden Amsel lauschte oder einer Meise, einer Lerche, einem Rotkehlchen. Ich h&#246;rte nun, die (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/aleppo/">Weiterlesen</a>]]></description>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">charlie</a></span> : 20.05 — Als Kind konnte ich an Geräuschen der Luft unterscheiden, ob ich einer singenden Amsel lauschte oder einer Meise, einer Lerche, einem Rotkehlchen. Ich hörte nun, die Kinder von Aleppo sollen in der Lage sein, sehr genau zu unterscheiden, um welche Art Munition es sich handelt, die nachts ihre Betten erschüttert, welche Flugzeuggattungen sich am Himmel befinden, das Kaliber detonierender Granaten zu erraten. — stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 02:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">ulysses</a></span> : 0.12 — a u g e n l i d</p>
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		<title>eine funkuhr</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 05:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/4.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">sierra</span></a> : 7.01 — Wenige Stunden nachdem mein Vater im April des vergangenen Jahres gestorben war, überreichte mir meine Mutter eine Uhr. Sie sagte, ich, der älteste Sohn der Familie, solle sie tragen. Vielleicht meinte sie, ich solle die Uhr meines Vaters bewahren und damit die Zeit meines Vaters behüten. Ja, genau so könnte das gewesen sein, denn die kleinen und die großen Uhren der Menschen, die gestorben sind, bleiben nicht sofort stehen, auch die Uhr meines Vaters, die ich in diesem Moment an meinem linken Unterarm trage, zeigt unermüdlich weiter die vorrückende Zeit. Sie knistert, wenn ich sie an mein Ohr lege. Das Geräusch ist so leise, dass ich nicht sagen kann, ob das Werk der Uhr knistert oder mein Ohr in der Begegnung mit dem kühlen Gehäuse. Viele Tage und Wochen lang habe ich die Uhr meines Vaters nicht getragen, sie ruhte auf meinem Schreibtisch. Manchmal, indem ich sie beobachtete, hatte ich den Eindruck, sie warte. Immer wieder einmal hob ich sie in die Luft, um die genaue, die wirkliche Zeit angezeigt zu bekommen. Bei der Uhr meines Vaters handelt es sich nämlich um eine Funkuhr, die zu jeder Zeit auf die Sekunde genau die allgemein gültige Zeit anzuzeigen vermag. Ihr Zifferblatt ist übersichtlich gestaltet, ein großer Kreis für Halbtageszeit und kleiner Kreis in der unteren Hälfte, in dem der Sekundenzeiger sich um Minutenzeit fortbewegt. Diese Uhr und ihre drei Zeiger ist nun meine Uhr. Am vergangenen Sonntag setzte ich mich mit ihr auf mein Sofa. Es war kurz vor zwei Uhr zur Nachtzeit. Um genau zwei Uhr beschleunigte der Minutenzeiger wie von Geisterhand, drehte sich sehr schnell einmal im Kreis herum, dann war Sommer geworden, ein seltsamer Moment, weil ich für einen Augenblick den Eindruck hatte, mein Vater selbst bewegte den Zeiger der Uhr, die seine letzte gewesen ist, weil er auf mich und meine Zeit achtet. — Gestern habe ich mir einen Hut gekauft. — stop</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20723" alt="polaroidalaska" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/03/polaroidalaska.jpg" width="425" height="900" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/a223f40cacd84c919f2336f0da11a591" width="1" height="1" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=20775" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 05:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/8.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">sierra</span></a> : 7.05 — Immer wieder wundere ich mich darüber, wie ein Bild, eine Vorstellung, eine Idee, ohne mein Zutun, ohne dass ich also den Eindruck haben würde, Arbeit verrichtet zu haben, weitere Bilder erzeugt, Geschichten, Filme, Zeiträume von Abwesenheit. Ich erinnere mich, in einem dieser Räume kürzlich in Amsterdam gewesen zu sein, während ich zur selben Zeit im Zug durch südliche Landschaft reiste. Ich hatte das Bild eines Lädchens vor Augen, in welchem in einer Pfanne menschliche Ohren geröstet wurden. Es roch sehr gut nach gebratenem Fleisch und natürlich frage ich mich, woher ich diese Vorstellung genommen habe. Menschen standen bis auf die Straße hinaus, warteten geduldig bis sie an der Reihe waren, eine Portion der gerösteten Ohren in einer Papiertüte entgegen zu nehmen. 100 Gramm kosteten 72 englische Pfund, vielleicht war es deshalb, in Anbetracht des Preises, so still im Laden, man hörte nur ein Zischen, sobald aus einem Schaufelchen eine weitere Portion Ohren in die Pfanne fiel. Aber draußen auf der Straße war Tumult entstanden. Während die einen sich über den enormen Preis der Ohren beschwerten, waren andere sehr deutlich gegen den Verkauf menschlicher Ohren überhaupt eingestellt. Das sind gezüchtete Organe, sagten sie, sie waren nie an einem menschlichen Kopf befestigt. Andere hingegen empörten sich darüber, dass es doch verrückt sei, für etwas, das niemals echt gewesen war, eine derart exzellente Summe Geldes pro Gramm bezahlen zu müssen. Die einen wie die anderen schienen mir Recht zu haben. Fenster gingen zu Bruch, berittene Polizei fegte über eine Brücke. Und wie ich in dieser Weise in einem Zug sitzend einen Film erlebte aus dem Nichts, beobachtete mich ein Freund. Ich bemerkte ihn nicht. Als ich ihm später erzählte, was ich erlebt hatte, sagte er, er habe indessen, in der Beobachtung meiner Person, nicht den geringsten Laut gehört. — stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /><br />
<img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/e48837eaf449427ea402fa5a90e9ec02" width="1" height="1" /></p>
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		<title>MELDUNG : ameisengesellschaft lh — 1232</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 23:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[MELDUNG. Ameisengesellschaft LN — 1232 [ linepithema humile ] Position 42°27’N 14°0’O nahe Pescara / Folgende Objekte wurden von 18.00 — 18.55 Uhr MESZ &#252;ber das s&#252;dwestliche Wendelportal ins Warenhaus (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/meldung-ameisengesellschaft-lh-1232/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/11.jpg" /><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9zYW5kL21lbGR1bmdlbi5odG0="><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/mapgo.jpg" /></a></p>
<p>MELDUNG. Ameisengesellschaft LN — 1232 [ linepithema humile ] Position 42°27’N 14°0’O nahe Pescara / Folgende Objekte wurden von 18.00 — 18.55 Uhr MESZ über das südwestliche Wendelportal ins Warenhaus eingeführt : achtundzwanzig trockene Fliegentorsi mittlerer Größe [ je ohne Kopf ], zweiundfünfzig Baumstämme [ à 12 Gramm ], acht Raupen in Grün, dreiunddreissig Raupen in Orange, fünf Insektenflügel [ vermutlich die dreier Zitronenfalter ], acht Streichholzköpfe [ à ca. 2 Gramm ], sechs Fliegen der Gattung Cyclorrhapha [ Deckelschlüpfer ] in vollem Saft, sonnengetrocknete Rosenblätter [ ca. 150 Gramm aus vergangenem Jahr ], drei Schneckenhäuser [ je ohne Schnecke ], drei gelähmte Schnecken [ je ohne Haus ], 7252 Ameisen anliegender Staaten [ betäubt oder tranchiert ], zwei Elephantenkäfer [ blautürkise ], drei Aaskugeln eines Pillendrehers, wenig später der Pillendreher selbst, sechs Wildbienen, eine Karnevalskrone [ Mattel X7892 — Barbie Glam ] 5.6 Gramm. — stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/c70a6d7f33434590ade649f18bc7ff62" width="1" height="1" alt=""/></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=20767" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>javier</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 02:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[alpha ~ : malcolm to : louis subject : JAVIER IAN date : april 1 13 10.12 p.m. Nach wie vor bewegt sich Frankie sehr langsam den Hudson River entlang. (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/javier/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/3.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">alpha</a></span></p>
<p>~ : malcolm<br />
to : louis<br />
subject : JAVIER IAN<br />
date : april 1 13 10.12 p.m.</p>
<p>Nach wie vor bewegt sich Frankie sehr langsam den Hudson River entlang. Es geht nur wenige hundert Meter am Tag voran. Frankie, als ob er ein Ziel verfolgte, kennt nur eine Richtung: südwärts. Der Verkehr auf der 12th Avenue ist grauenvoll gefährlich bei Tag und bei Nacht. In den ersten Stunden, da das Eichhörnchen den Central Park verlassen hatte, mochten wir kaum glauben, dass es überleben würde. Aber er ist schnell und er scheint zu wissen, dass ihm die Straßen der Stadt zum Verhängnis werden könnten. Wir bemühen uns Frankie zu schützen, wo und wie auch immer wir können. Erfolglos haben wir nahe Manhattan Cruise Terminal einen Hotdog-Verkäufer gebeten, Frankie nicht weiter zu füttern. Wir wissen jetzt, dass er Gurkenscheiben und Zwiebeln bevorzugt. Von Mitte Februar bis in die erste Märzwoche hinein war kaum eine Bewegung Frankies zu verzeichnen gewesen. Wir haben sein Verhalten zunächst mit den großzügigen Spenden des alten Mannes aus Puerto Rico begründet. Als aber Javier Ian einige Tage mit seinem fahrenden Stand nicht erschienen war, bemerkten wir, dass Frankie Kreuzfahrtschiffe beobachtete. Es waren die MS Aida, die MS Carnival Miracle, die MS Freedom of the Seas, die prachtvoll beleuchtet an den Piers festgemacht hatten. Frankie hockte auf einer jungen Eibe, immer auf dem selben Ast, Stunde um Stunde. Es ist nicht möglich zu verstehen, was ihn an dem Blick auf den Fluss und auf die riesigen Schiffe fesselte, er schien kaum zu schlafen und er duldete uns in seiner Nähe, wir kamen so nah an ihn heran, dass wir ihn beinahe zu berühren vermochten. Am 6. März brach Frankie wieder auf. Er schien nach uns zu sehen, ob wir ihm folgen. Und tatsächlich wartete er, wenn wir uns zur Probe versteckten in einer der Straßen, die zum Fluss führen. Die Nächte sind nach wie vor kalt, aber ohne Frost. Unser Frankie ist kräftig, ist stark über den Winter gekommen. Wir befinden uns Höhe 41. Straße. Es ist Montag, der 1. April 2013, früher Abend. — Allerbeste Grüße sendet Mal­colm / <em>codewort : medusenkopfauge</em></p>
<p><small>empfangen am<br />
1.04.2013<br />
2034 zeichen</small></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci8/Y2F0PTEwNTU="><small>malcolm to louis »</small></a></span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-20724" alt="polaroidstrand2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2013/03/polaroidstrand2.jpg" width="425" height="900" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/8a3e506ed60c4baebf0cba0e388c6f5c" width="1" height="1" /></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=20743" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>vom zufall</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 23:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[delta : 0.12 — Henry erz&#228;hlte, er habe vor einigen Wochen eine Kartonschachtel erworben f&#252;r 80 Cent. Zuhause habe er im Inneren der Schachtel einhundertundzw&#246;lf Schwarzwei&#223;fotografien entdeckt, Fotografien einer Zeit (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/vom-zufall/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/0.jpg" /></p>
<p align="justify"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">delta</a></span> : 0.12 — Henry erzählte, er habe vor einigen Wochen eine Kartonschachtel erworben für 80 Cent. Zuhause habe er im Inneren der Schachtel einhundertundzwölf Schwarzweißfotografien entdeckt, Fotografien einer Zeit um das Jahr 1965 herum. Menschen, die auf diesen Fotografien zu sehen sind, tragen Schuhwerk jener Jahre, Mäntel, Hüte. Auch Automobile, die da und dort im Hintergrund zu sehen sind, verweisen auf die Mitte eines Jahrzehntes, als Henry selbst geboren worden war. Er habe die Bilder nun digitalisiert und würde sie in wenigen Tagen auf einer Webseite veröffentlichen mit der Bitte, sich bei ihm zu melden, sobald man sich selbst auf einer der Fotografien entdecken würde. Ich wollte wissen, warum er so handele. Henry antwortete, er habe das Gefühl, diese Aufnahmen könnten vielleicht fehlen, irgendjemandem, einem Album, einer Geschichte vielleicht. Ja, selbstverständlich sei ihm bewusst, dass nur durch einen Zufall seine Seite von genau jenen Menschen besucht werden würde, die sich wieder erkennen könnten, es gehe ihm rein um die Möglichkeit, dass sich dieser Zufall ereignen könne, er habe im Grunde die Möglichkeit eines Zufalles geschaffen. Eine der Fotografien soll ein hölzernes Feuerwehrauto zeigen, das von Kinderhand geführt über einen Teppich fährt. In dem Teppich sei ein Loch, das ihn an ein Brandloch erinnert habe. Eine weitere Aufnahme zeige eine Gardine, die sich im Wind zu bewegen scheine, im Hintergrund etwas Himmel, Wolken und ein Flugzeug. Und diese alte Frau, die auf einer Parkbank sitzt, sie wird, sagte Henry, vielleicht oder sehr sicher nicht mehr unter den Lebenden sein. Sie hält einen Fotoapparat, es könnte sich um eine Leica handeln in ihren Händen. Die alte Frau lacht, es ist Sommer, sie lacht wie jene andere, etwas jüngere Frau, die auf einem steinigen Weg breitbeinig steht, ein Fuß ist zur Seite geknickt, auch sie hält eine Kamera, ein Leica vielleicht, ihn ihren Händen. — stop</p>
<p align="justify"><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
<p><img alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/87e414460747444c8131f38b5f824f6d" width="1" height="1" /></p>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 21:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[tango : 0.01 — n a s e n h &#246; h l e]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="pic" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/c/12.jpg" /></p>
<p align="justify"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv">tango</a></span> : 0.01 — n a s e n h ö h l e</p>
<p align="justify"><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /></p>
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		<title>seegras</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 04:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas louis seyerlein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[sierra : 5.22 — Im Traum hatte ich an jeder Hand ungef&#228;hr einhundert Finger. Meine getr&#228;umten Finger, jeder f&#252;r sich, waren sehr d&#252;nn. Ich wollte mit meiner linken Hand z&#228;hlen (&#8230;) <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/seegras/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><img style="border: 0px initial initial;" title="5" alt="2" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/04/14.jpg" width="36" height="80" /></a></p>
<p><a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-url=aHR0cDovL2FuZHJlYXMtbG91aXMtc2V5ZXJsZWluLmRlL2Fpci9saW1hLXRhbmdvLWxpbWEv"><span style="text-decoration: underline;">sierra</span></a> : 5.22 — Im Traum hatte ich an jeder Hand ungefähr einhundert Finger. Meine geträumten Finger, jeder für sich, waren sehr dünn. Ich wollte mit meiner linken Hand zählen wie viele Finger sich an meiner rechten Hand exakt befanden. Ich legte deshalb die rechte Hand auf den Tisch und näherte mich mit der linken, aber ich konnte keinen Finger meiner linken Hand exakt mit meinen Gedanken finden, um mittels eines weiteren linken Fingers, die Finger meiner rechten Hand für Zählung zu sortieren. Auch die Finger der rechten Hand ließen sich nicht ansprechen, sie machten was sie wollten, sie bewegten sich unter meinem Atem wie Seegras in Strömung nahe Ufer. — stop</p>
<p><img alt="ping" src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/g/ping.jpg" /><br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/d2c9345b5c3040c684df99ee98e14f2e" width="1" height="1" alt=""/></p>
 <img src="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/?feed-stats-post-id=20719" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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