pocket george

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tango : 2.58 – George schrieb vor weni­gen Tagen einen hand­schrift­li­chen Brief. Er wende sich mit einer drin­gen­den Bitte an mich, er benö­tige etwas Geld, weil er im Moment zu wenig davon habe. Seine Tele­fon­rech­nung sei ihm über den Kopf gewach­sen, außer­dem habe er sich bei einem Auf­trag für den Druck eines Buches ver­tippt, er habe anstatt 200 Exem­pla­ren 20000 Exem­plare sei­ner Geschichte vom Wal­fi­sch­or­ches­ter bestellt. Diese wun­der­bare Auf­lage sei prompt und ohne jede Nach­frage gelie­fert wor­den. Wäh­rend er sich noch wun­derte, wie ein Paket nach dem ande­ren Paket von drei oder vier Män­nern in seine Woh­nung ver­frach­tet wurde, war bereits ein erheb­li­cher Betrag von sei­nem Konto abge­bucht, so dass er jetzt kaum noch die Mög­lich­keit habe, sich Brot, Käse oder Was­ser zu besor­gen, er sei ver­schul­det bis über beide Ohren hin­aus bereits seit drei Mona­ten. Natür­lich habe er gehofft, aber sein Hof­fen habe nicht gewirkt, nun seien nicht nur er selbst, son­dern auch seine Archive bedroht, die er in digi­ta­ler Sphäre auf Posi­tion POCKET gesam­melt habe. Ihm sei damit gedroht, bei wei­te­rem Zah­lungs­ver­zug, sein pro­fes­sio­nel­les Konto unver­züg­lich in ein nicht pro­fes­sio­nel­les Konto zu ver­wan­deln, seine Daten wür­den ver­lo­ren gehen, wes­we­gen er nun sehr ver­zwei­felt sei, nicht nur ver­zwei­felt, son­dern müde, er zögere, sei­nen Com­pu­ter über­haupt noch mit dem Inter­net zu ver­bin­den, weil das Inter­net dann seine Daten sogleich aus sei­nen Spei­chern zurück­ho­len würde, er habe nicht geahnt, dass er ein­mal in eine der­art ver­zwei­felte Lage kom­men, dass sich das Inter­net als ein der­art gefrä­ßi­ges Tier dar­stel­len würde, wel­ches sei­nen Com­pu­ter, seine Samm­lung aus dem Web ver­schwun­de­ner Sei­ten an sich rei­ßen würde, man kann mit die­sen Raub­tie­ren nicht ein­mal tele­fo­nie­ren, schrieb George vor weni­gen Tagen.- stop

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