homs

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delta : 0.25 – Noch nicht lang her, da ent­deckte ich einen Film, der selt­sa­mer­weise einige Tage spä­ter auf der Posi­tion, da ich ihn ihm Inter­net bemerkt hatte, nicht mehr anzu­tref­fen war. Der Film, so wird erzählt, war von einer Drohne aus auf­ge­nom­men wor­den, einem künst­li­chen Vogel, der über und durch die Stra­ßen der Stadt Homs gesteu­ert wor­den war. Bei­nahe hätte ich notiert, die Drohne, sie muss ein recht gro­ßes Gerät gewe­sen sein, sei durch die Stra­ßen der Stadt geirrt, aber für die­ses Wort irren flog die Drohne viel zu sou­ve­rän herum und über Häu­ser hin­weg, sie bewegte sich wie eine pro­fes­sio­nelle Film­drohne einer Hol­ly­wood­pro­duk­tion, oder aber so, als wäre sie an einem luft­ge­fe­der­ten Schwenk­kran befes­tigt, sie bewegte sich erschüt­te­rungs­frei durch die Luft, kei­ner­lei Druck­welle, kein Wind weit und breit. Was wir sehen, wenn wir die­sen Film betrach­ten, ist eine fürch­ter­lich zer­störte Stadt. Ich habe diese Art Ver­wüs­tung auf Foto­gra­fien gese­hen der Stadt Mün­chen oder Ber­lins oder Frank­furts, die im Jahr 1945 auf­ge­nom­men wor­den waren. Ich erin­nere mich, man sah dort Men­schen, die mit Eimern in lan­gen Rei­hen hin­ter­ein­an­der stan­den, um Steine in einer Kette zu trans­por­tie­ren, oder Men­schen mit Kin­der­wa­gen, in wel­chen Kar­tof­fel­sä­cke lagen, Men­schen mit Ruck­sä­cken und Men­schen mit Kof­fern, die sie über Schutt­berge wuch­te­ten. Im meh­rere Minu­ten andau­ern­den Flug über und durch die Stadt Homs war jedoch kein Men­sch zu erken­nen. Mehr­fach habe ich den Film vor und zurück­ge­spielt, nein, kein Men­sch war zu sehen, nicht ein ein­zi­ger Men­sch, so sehr ich meine Augen bemühte, nicht ein­mal Geis­ter. – stop

 

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