im aufzug

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sierra : 22.01 UTC – Stellen Sie sich vor, ich war in einem Aufzug gewesen, der nicht weiter­fuhr, weder nach oben noch nach unten, keinerlei Bewe­gung, eine eigent­lich harm­lose Geschichte, aber ich war nicht allein in dem Aufzug, wir waren zu fünft, zum Glück nur zu fünft, nicht etwa zu siebt oder zu acht, dann wäre wirk­lich Ernst geworden. Da waren also ich und vier weitere Personen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, Personen von der Art, von welchen man sagen könnte, dass sie nicht gerade freund­liche Menschen sind. Ich würde sogar sagen, sie waren in ihrem Auftreten unhöf­liche Wesen, ich kann das beur­teilen, ich war der erste in dem Aufzug gewesen, alle weiteren vier Personen kamen etwas später hinzu, traten in die Aufzug­ka­bine herein, ohne zu grüßen. Den ersten Herrn grüßte ich noch, aber bei dem zweiten Herrn war ich schon vorsichtig gewesen, ich grüßte ihn nicht, viel­leicht wird der vierte Besu­cher des Aufzuges demzu­folge gedacht haben, was sind das nur für unfreund­liche Menschen an diesem Ort, weil wir drei, die vor ihm im Aufzug gewesen waren, uns bereits ärgerten, deshalb entspre­chende Gesichter zeigten. Wir hatten kein Glück, so könnte man das viel­leicht sagen, auch die Besu­cher vier und fünf waren keine Froh­na­turen, sie traten herein, beob­ach­teten, was da für Menschen sich im Aufzug befanden, und sagten sich vermut­lich, wir werden schweigen, weil alle schweigen. Dann blieb der Aufzug also stehen, ohne dass sich eine Tür geöffnet haben würde, das Licht ging aus, auch die Anzeigen der Stock­werke, wir standen im Dunkeln. Unver­züg­lich holten wir unsere Dienst­te­le­fone aus den Taschen, es wurde Licht, fünf Gesichter, die beleuchtet waren, ängst­liche Gesichter, weil wir ahnten, dass wir uns nicht mochten, dass wir unfreund­liche Menschen waren, die vermu­teten, dass sofort oder in Kürze etwas Schreck­li­ches geschehen könnte. – stop

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