nikolai wassiljewitsch

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marimba : 0.12 UTC – Eigent­lich sollte ich niemals das Ende eines Traumes erzählen, Trau­menden befinden sich nicht selten bereits mit einem Bein im neuen Tag, in einem Bezirk der Welt, den wir Wirk­lich­keit nennen, ich bin dann schon wach geworden auf einem Bein, habe die Fenster geöffnet, es regnet zum Beispiel, auf der Straße weit unter mir bewegen sich Regen­schirme, Menschen sind keine zu erkennen, aber ein paar nasse Tauben, die sich, von der Schwere ihres Gefie­ders in die Tiefe gezogen, kaum noch in der Luft zu halten vermögen. Eine Exkur­sion zur Kaffee­ma­schine hin nütze ich, um mein Mikro­skop vom Tisch zu holen. Tatsäch­lich erkenne ich jetzt eine Herde gold­grüner Frösche, die sich an der Haus­wand gegen­über west­wärts bewegen. Zu hören ist von ihnen nichts, aber der Regen rauscht sehr schön, pras­selt auf die Blätter der Bäume, tropft von den Regen­rinnen auf blecherne Fens­ter­simse, was für ein wunder­schöner Morgen, schon hab ich den Traum, den ich träumte, beinahe vergessen. Wie gut die Luft heut riecht, das denke ich noch, und erkenne in diesem Augen­blick zwei mensch­liche Nasen, die dicht neben­ein­ander auf dem Rücken einer Stras­sen­lampe sitzen, sie sind sicher aus einem Buch gehüpft, das ich nicht lesen kann, weil es in russi­scher Sprache aufge­schrieben wurde, ich erin­nere mich, Gogol, nicht wahr, ich sollte bald Gogols Nase lesen, auch sollte ich ein wenig der russi­schen Sprache lauschen, um bald wieder glück­lich einzu­schlafen. – stop
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