samarkand

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echo : 0.28 UTC – Am Telefon erzählte unlängst eine Freundin, die 32 Jahre länger lebt als ich selbst, sie höre mir gern zu, auch dann, sagte sie, wenn du sehr schnell sprichst. Sie gehe manchmal kurz in die Küche und mache sich einen Tee oder lese in einem Buch über die Stadt Samar­kand. Hin und wieder stehe sie auf dem Balkon und betrachte den Abend­himmel, das Telefon ruhe indessen stets in Hörweite auf dem Wohn­zim­mer­tisch. Ich vernehme Dich also, lieber Louis, ich mag deine Stimme, aber Du soll­test lernen, Pausen zu machen, lang­samer zu werden. Ich antwor­tete: Ja, das ist gut, ich bin schon seit einigen Wochen in der Übung lang­samer zu werden. Es ist sehr ange­nehm, langsam zu gehen und langsam oder gar nicht zu spre­chen. Von nun an werde ich, das ist ein Verspre­chen, immer wieder einmal zu Hause oder unter­wegs eine Pause einlegen. Dann fragte ich: Was macht man denn so in einer Pause? – Es ist sehr schön wie meine Freundin lacht. Sie reist viel herum, nach Amerika, nach Paris, nach Jeru­salem. – stop
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