vom suchen und finden

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zoulou : 15.01 UTC – Das Suchen nach Gegen­ständen in Gärten, oder das Suchen nach Menschen in Wäldern oder Park­land­schaften, wo sie sich frei­willig versteckten, Vergnügen, Freude, Glück, wie das Suchen nach Büchern oder Zitaten in Anti­qua­riaten, die zum Zeit­punkt der Suche noch nicht digi­ta­li­siert worden waren. Einmal hörte ich eine Freundin an ihrem 85. Geburtstag wie sie sich nach ihrer Brille erkun­digte. Ich wusste genau, wo sich die Brille in dem Moment ihrer Frage aufge­halten hatte, aber meine alte Freundin schimpfte, während sie nach ihrer Brille suchte, so freund­lich vor sich hin, und erzählte Geschichten, die sie entdeckte, obwohl sie doch nach ihrer Brille suchte, dass ich mir ein wenig Zeit liess, um ihr zu sagen, wo sie ihre Brille sofort finden könnte. Ich erin­nere mich, wie ich als Kind einen Wald durch­suchte, in dem ein weiterer, etwas klei­nerer Wald enthalten war, ein Efeud­schungel nämlich, es war ein feucht­warmer Tag und die Luft duftete nach Löwen­mäul­chen. Anstatt der erwar­teten Schne­cken­ge­häuse, fand ich eine Herde gold­brauner Frösche vor, die sich vermut­lich über mein Erscheinen wunderten. Vor drei Tagen bemühte ich mich längere Zeit um die Erfin­dung einer Tele­fon­nummer, die in der Stadt Chicago vorkommen könnte, aber garan­tiert nicht exis­tiert. Und noch heute, vor drei Stunden, suchte ich nach einer größeren oder klei­neren Stadt, in der folgende Adresse exis­tiert: Im Schnee 10. Obwohl ich zahl­reiche, auch spezi­elle Such­ma­schinen verwen­dete, war ich nicht erfolg­reich gewesen. Ich sollte viel­leicht sagen, dass manchmal wunderbar ist, nicht zu finden was man sucht, es könnte dann reine Erfin­dung sein. – stop

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