von kreide und schnee

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nord­pol : 22.01 – Far­ben ant­ark­ti­schen Eises auf einem Gesicht, noch Krei­de­far­ben, noch Pig­mente ohne Öle, Wan­gen, Nase, Lip­pen, Stirn, von flin­ken, träu­men­den Fin­gern im Pro­zess der Arbeit schein­bar ohne Bewusst­sein im Ver­se­hen auf die eigene Haut gezeich­net, Anmu­tun­gen von Blau, von Grau, von Weiß, von Schwarz. Es scheint bedeu­tend, wenn nicht unver­zicht­bar zu sein, Far­ben von Schwarz, von Umbra, Kern­schat­ten­far­ben, in die Hand zu neh­men, die Far­ben der Wüs­ten­ge­steine, um das Eis der Ant­ark­tis, das Eis eines grön­län­di­schen Glet­schers vor­aus­zeich­nen zu kön­nen. Ein lei­ses Gespräch, wis­pernd, in dem Sand­ge­steine sich auf die Lein­wand legen, zärt­lich fau­chend, das Licht in den meer­wärts flie­ßen­den Schat­ten, in den Win­keln eines Mun­des. Wie Melly Cusaro, die an einem win­ter­li­chen Tag beschloss, den Mars zu berei­sen, fortan das Wesen des Eises und des Schnees zu begrei­fen sucht. Wer nach Was­ser for­schen wird in der Welt­raum­ferne, sagt sie, muss sich von der Wüste und vom Schnee eine prä­zise Vor­stel­lung gezeich­net haben. Es schneite in Brook­lyn, Schnee lehnte an Wän­den alter Häu­ser, türmte sich auf Bal­ko­nen, rie­selte im zar­ten Atem eines fast wind­stil­len Tages von den Ulmen. Wer mochte, konnte mit Schlitt­schu­hen über die Pro­me­nade auf den Höhen fah­ren. Wel­ches Geräusch würde in der Stille ein Kon­tra­bass von Eis erzeu­gen? – stop
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