mandelkern

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1.38 – Gegen Mitter­nacht eine Vier­tel­stunde lang das Wort Mandel­kern, 10 Zeichen, in meinem Kopf hin und her geschoben. Ein Gefühl, feder­leicht, viel­leicht deshalb, weil sich die arbei­tende Struktur im Wort wieder erkannte.

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USS Harry S. Truman

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20.02 – Ich lese, das durch­schnitt­liche Alter der Besat­zung des Flug­zeug­trä­gers USS Harry S. Truman, der Bagdad bombar­dierte, habe 19 Jahre betragen.

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wim wenders

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15.32 – Viel, wieder nachts, spaziert. Trage einen Stapel kleiner Karten in der Hosen­ta­sche und einen Blei­stift. Sobald mir etwas einfällt so im Gehen, notiere ich. Einmal, im Sommer, sehe ich einen Mann, der in einem Bahnhof neben einem Zug auf dem Boden liegt. Der Zug war gerade eben via Mailand aus Rom gekommen, und als ich den Mann frage, ob er Hilfe benö­tige, antwortet er, dass er sie hören, nicht aber sehen könne. – Wim Wenders, stelle ich mir vor, würde diesen liegenden Herrn sofort foto­gra­fiert haben und seine Geschichte zur Foto­grafie würde mit dem ange­nehmen Wort – Einmal – beginnen. Einmal, an einem späten Abend, lag ein Mann auf einem Bahn­steig neben einem Zug und lauschte italie­ni­schen Zikaden.

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dubrowka – theater

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22.15 – Im Cafe eine Unter­hal­tung mit einem Ermitt­lungs­be­amten Orga­ni­sierte Krimi­na­lität. Wir kommen auf eine Geisel­nahme im Moskauer Dubrowka – Theater am 23. Oktober 2002 zu spre­chen. 132 Menschen waren ums Leben gekommen. Folgendes > b : Wenn Du zwei Geiseln nimmst und verhan­delst, hast Du gute Über­le­bens­chancen. Wenn Du damit drohst eine Geisel zu erschießen, wird’s gefähr­lich. Wenn Du eine Geisel erschießt, bist Du ein toter Mann. – louis : Und wenn ich schlafe, wenn Ihr kommt? – b : Betäubt? – louis : Betäubt. – b : Bombe? – louis : Bombe! b : Dann bist Du tot. Du bist eine Bombe, Du schläfst und Du bist tot.

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kolibri

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3.01 – Ich wurde, noch nicht lang her, gefragt, worin denn die Vorzüge eines Lebens auf Bäumen zu sehen seien. Hört zu, habe ich geant­wortet, keine Zeitung, kein TV. Ruhe. Fast Stille. Etwas Pfeifen, etwas Schnat­tern. Käfer. Amei­sen­tiere. Und Affen, größere Gruppen frecher Affen. Tama­rine. Die Kerle drohen mit längst vergo­renen Früchten, die sie für Geschenke halten. Moskitos. Fauchende Schaben. Kein Besteck, keine Waffen, keine Tele­fone. Abend­segler. Leich­tere Fliegen. Fliegen in Blau, in Rot, in Schwarz. Schnelle Spinnen. Abwar­tende Spinnen. Regen. Warmes Wasser. Die Stämme der Bäume, die so hoch aufragen, dass man ihre Kronen nicht mit Blicken errei­chen kann, auf und ab, auf und ab, Schiffs­masten im Hafen vor Sturm. Deshalb Seekrank­heit, deshalb Höhen­angst. Aber Vögel, sehr kleine Vögel. Flügel. Unschärfen der Luft. Öffnet man vorsichtig den Mund, wird man für eine Blüte gehalten.

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denken

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5.18 – Ich bemerke vom Prozess des Denkens immer nur das Ergebnis, wenn ange­halten wird, eine Sekunde, ein Bild, einen Satz. Oft geglaubt, dass ich nicht eigent­lich denke, dass, wenn mir etwas einfällt, etwas von Außen herein­fällt, nicht von Innen heraus.

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luftgeräuschworte

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2.15 – Gestern Abend gegen zehn Uhr wusste ich in einem Text nicht weiter, weil ich mich nicht erin­nern konnte welche Geräu­sche die Flügel einer Eintags­fliege in der Luft erzeugen. Ich hatte ein sehr helles Propel­ler­ge­räusch im Ohr, aber immer dann, wenn ich dieses Geräusch summieren wollte zu einem Geräusch hundert­tau­sender Flie­gen­tiere, der Verdacht, dass mit meiner Erin­ne­rung etwas nicht ganz in Ordnung sein könnte. Ein Schwarm der Ordnung Ephe­merop­tera ist in der Luft kaum zu vernehmen. Habe fünf oder sechs Schwar­mer­schei­nungen beob­achtet, sie sind lautlos, wirbelnder Schnee. Und doch war da ein Ton, sobald eine Fliege dicht an meinem Ohr vorüber gekommen oder in nächster Nähe auf mir gelandet ist. – Ein zartes Klap­pern viel­leicht? – Luft­ge­räuschworte erfinden.

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karusell

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0.24 – Ein seit langer Zeit arbeits­loser Mann sei in einen Wald gefahren, habe sich auf einen Hoch­stand für Jäger gelegt und zu Tode gehun­gert. Sein lang­sames Sterben, so schreibt man, habe der Mann in ein Schul­heft doku­men­tiert. Er habe notiert, wie sich sein Körper nach und nach aufzu­lösen begann, wie seine Organe versagten, wie der eigene Tod näher rückte. Er wünschte in einer letzten Notiz, dass seine Aufzeich­nungen seiner Tochter über­geben werden. Wie verzwei­felt muss dieser Mensch gewesen sein, um sich wie ein todkrankes Tier zurück­zu­ziehen und nach 24 Tagen zu sterben, wie verbit­tert, um diese furcht­bare Gewalt seiner Tochter anzutun! Oder aber dieser Mann ahnte, dass auf dem Markt seltener Papiere, ein hoher Preis für sein horri­bles Doku­ment erzielt werden könnte. – Eine Wert­stei­ge­rung. – Was ist geschehen?

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haltung

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4.12 – Das Schreiben im Stehen, weil das Stehen sich in der Nähe des Gehens befindet, das Sitzen aber in der Nähe des Liegens, also des Schla­fens.

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harold and maude

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2.05 – Ich habe mir einen kleinen Luxus gestattet. Ich habe mich mit einer Schachtel Pista­zieneis auf mein Sofa gesetzt und einen Film betrachtet, den ich vor zwanzig Jahren zuletzt gesehen und seither nie wieder vergessen habe : Harold and Maude. Ein großes Vergnügen. Wie weit entfernt in der Zeit doch Harold erscheint. Unlängst noch ist er vertraut und nah gewesen. Aber Maude ist in meinen Augen sehr viel jünger geworden. Für einen kurzen Moment habe ich über­legt, in welcher Art und Weise ich mein Leben gestalten sollte, um Maude einmal als junges Mädchen wahr­nehmen zu können. – Zwei Stunden nach Mitter­nacht, also später Nach­mittag. Nichts zu tun in dieser Nacht, als mit Dorothy Parkers New Yorker Geschichten durch die Zeit zu segeln.

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ludwig wittgenstein

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5.27 – Bemerke immer wieder, dass ich nicht spüren kann, wo genau im Kopf ich denke. Da sind durch Worte gehemmte [ Ludwig Witt­gen­stein ] Gedanken, präzise vernehm­bare Geräu­sche, die in blauen, in roten, in gelben Farb­tönen erscheinen. – Einmal CNN. | stop | Nacht­fern­sehen. | stop | New Orleans. | stop | Alte Menschen, die aus Fens­tern, von Balkonen ihrer Wohnungen her in Boote steigen. | stop | Junge Männer in Uniformen der Natio­nal­garde, die ihnen die Hände reichen. | stop | Gesten, als wären sie Gondo­liere. | stop | Das Gesicht eines Mannes, – erschöpft, leer, ausge­zehrt, geschlossen. | stop | Ja, ein geschlos­senes, licht­loses Gesicht. | stop | Nichts mehr darf hinein. | stop | Nichts kann heraus. | stop | Viel­leicht die Ahnung, dass er nicht wieder zurück­kehren wird? | stop | Viel­leicht reicht mein Blick, mein Kame­ra­blick, nicht ausrei­chend tief in die Wohnung? | stop | Ich könnte ein Ohr fest auf den Boden legen und dem Meer lauschen, wie es in der Wohnung unter meiner Wohnung mit den Möbeln spielt. | stop | In Schiffen, in Städten, auf Bäumen wohnen arme Menschen tief oder an steilen Erdse­gel­hängen. | stop |

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andrej tarkowskij

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5.26 – Gestern Abend einen langen Spazier­gang durch eisige Luft unter­nommen. Gegen 1 Uhr im indi­schen Cafe eine Tasse Scho­ko­lade, dann nach Hause aufs Sofa unter Andrej Tarkow­skijs versie­gelte Zeit. Das war natür­lich ein Fehler gewesen. Sofort einge­schlafen. Gegen halb 3 werd ich wach. Kentaur Billy zupft am Kragen meines Hemdes: Haben Sie, verdammt, endlich die Farbe meiner Augen entschieden? – Eine wunder­bare späte Nacht mit Billy vor der Compu­ter­ma­schine. Ich sitze auf einem Stuhl, Billy auf seinen Hinter­läufen. Lese dem kleinen Kentaur aus meinen Entwürfen vor. Gelb, sage ich, ein dunkles, goldenes Gelb, und Billy sieht mich an und schweigt, sitzt schwei­gend zwei weitere Stunden an meiner Seite, aber dann werde ich müde und sage: Ok, Billy! Blau, und Billy lässt etwas Luft aus seinem schönen Mund entwei­chen, erhebt sich und springt mit einem Satz ins Nachtso­fa­zimmer, und schon ist er weg. – Kurz nach 5 Uhr. Während ich in die Küche gehe, leichter Seegang. Denkbar, dass ich etwas Fieber bekommen habe.

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lou reed

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0.15 – Stim­mung fieb­riger Heiter­keit. Der Eindruck, dass ich mich auf einem Dampf­schiff befinde. Leise wummerndes Stampfen der Maschinen. Vorhin hat mir ein freund­li­cher Schiffs­doktor kühlende Salben gebracht für die Brust, einen Saft, der die Tempe­ratur senken soll, in einer merk­würdig blauen Farbe, und Tropfen für die Nase, die doch noch völlig in Ordnung ist. Eine Armlänge entfernt auf dem Boden steht eine leise pfei­fende Kanne Tee. Das hört sich ein wenig so an, als würde die Kanne zu mir spre­chen, weil ich heute selbst meine bewegten Bilder von Tag und Nacht durch­ein­ander spiele. Da ist John Lurie. Er lagert in Brooklyn vor einem Tabak­wa­ren­laden und spielt sein Saxo­phon. Und da ist Lou Reed. Er raucht wie der Teufel, während er erzählt, dass er sich vor den Schweden fürchte. Und da sind Geckos, finger­lange Geckos, hell­blau, ein Rudel. Sie jagen über die Decke meines hölzernen Zimmers dahin.

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kapstadt

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2.26 – Mail von S. aus Kapstadt. Der junge Arzt berichtet aus einem kleinen Hospital [ 200 Betten ] nahe eines Town­ship. Er habe, wie immer wenn Zahltag sei, sehr schwie­rige Nächte hinter sich. Zeit der Drogen, Zeit der Waffen­käufe, Zeit offener Rech­nungen. Er stehe von 20.00 bis 8.00 Uhr im OP wie an einem Fließ­band und lege Thorax­drai­nagen, vernähe Stich­wunden, hole Messer­spitzen und Projek­tile aus den Körpern, all diese übli­chen Dinge in der Nähe des Krieges. Während ich seine Nach­richt lese, erin­nere ich mich an eine Foto­grafie, die einen alten italie­ni­schen Chir­urgen zeigt, der im Moment der Aufnahme eine Opera­tion im eigenen Bauch­raum unter­nimmt. Unver­züg­lich mache ich mich im Papp­schach­tel­turm auf die Suche.

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Wieder ein Oszil­lieren zwischen Staunen und Unruhe. Heute Nacht dampfen die Straßen. Leichter Seegang. – Viel­leicht ist das Schreiben ein Vorgang des Nähens, eine Arbeit der Repa­ratur. – Und Grosny?

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coco chanel

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1.18 – Einmal, in den Monaten der Vogel­grippe, kam mir bei klei­neren Turbu­lenzen im Gang eines Flug­zeuges eine uralte Lady entgegen, deren Gesicht­züge mich sofort an Coco Chanel erin­nerten. Sie war von zier­li­cher Gestalt, trug einen dunklen Mantel, sport­liche Schuhe und machte Schritte wie ein Matrose auf hoher See. Vor allem ihr schloh­weißes Haar und ihr äußerst willens­starker Blick sind nah geblieben, auch ihr hellrot geschminkter Mund, der mindes­tens achtzig Jahre alt gewesen sein musste, und doch beinahe wirkte wie der Mund einer jungen Frau. Eines Abends, während ich einer Nach­rich­ten­sen­dung folgte, erin­nerte ich mich an diese selt­same Frau, und ich stellte mir vor, wie sie aus der dritten Etage eines Miets­hauses in den Keller steigt, um ein Roll­wä­gel­chen zu suchen, das sie dort – für immer - abge­stellt hatte, nachdem sie beim Einkaufen um ein Haar gestürzt war. Es ist also früher Morgen, es ist Winter und noch dunkel, als die alte Dame das Haus verlässt. Ich sehe sie mit vorsich­tigen Schritten in ihrem dunklen Mantel und Winter­stie­feln über die Straße gehen. An der ersten Ampel biegt sie nach links ab, über­quert einen Platz, folgt einer weiteren schmalen Straße, jetzt ist sie vor einem Super­markt ange­kommen. Sie stellt ihr Roll­wä­gel­chen in der Nähe der Kasse ab, geht in die Geträn­ke­ab­tei­lung und nimmt eine Flasche Wasser aus dem Regal. Sie trägt die Flasche zu ihrem Wägel­chen, kehrt zurück, nimmt sich die nächste Wasser­fla­sche aus dem Regal und so geht das fort, bis das Wägel­chen gut gefüllt ist und ein wenig pfeift, wie es auf dem Heimweg über die Straße gezogen wird. – Jetzt ist die alte Frau vor der Tür ihres Hauses ange­kommen. – Jetzt stellt sie das Wägel­chen neben die Treppe, die zur Haus­türe führt. – Jetzt ist sie mit einer der Flaschen im Haus verschwunden. – Zehn Minuten vergehen. Dann erscheint sie wieder auf der Straße. Sie hat ihren Mantel ausge­zogen, trägt eine graue Jacke und Sport­schuhe. Kurz, für zwei oder drei Sekunden, hält sie sich am Geländer der Treppe fest.

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segeln

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1.51 – Es ist jetzt kurz nach 2 Uhr. Eine ange­nehme Nacht hier in Mittel­eu­ropa. Auf meinem Schreib­tisch blühen zwei kleine Bäume in nicht erwar­teten Farben. Trotzdem wäre ich gerne auf einem Schiff, das gerade den Amazonas abwärts treibt. Würde in einer Hänge­matte lungern und lesen und mich vor Spinnen fürchten. Die Planken des Schiffs schau­kelten unter mir auf und ab, von den Ufern her wäre das Konzert der Nacht­affen zu hören.

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flaubert

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0.02 – Will rasch folgende faszi­nie­rende Anek­dote zitieren, die in Wolf­gang Koep­pens wunder­vollem Buch Ich bin gern in Venedig warum zu finden ist. Die Geschichte geht so : Flau­bert schrieb eine Seite am Tag. In einer Gesell­schaft bat man ihn – Sie sind doch Schrift­steller – einem Abwe­senden eine Gruß­karte zu schreiben. Flau­bert ging in ein anderes Zimmer und blieb verschwunden. Nach drei Stunden erin­nerte sich die Gesell­schaft an ihn. Er saß am Tisch, die Karte vor sich und sagte: – So geht es … viel­leicht. – Auf der Karte stand : Freund­liche Grüße.

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