von kreide und schnee

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nord­pol : 22.01 — Far­ben antark­tis­chen Eis­es auf einem Gesicht, noch Krei­de­far­ben, noch Pig­mente ohne Öle, Wan­gen, Nase, Lip­pen, Stirn, von flinken, träu­menden Fin­gern im Prozess der Arbeit schein­bar ohne Bewusst­sein im Verse­hen auf die eigene Haut geze­ich­net, Anmu­tun­gen von Blau, von Grau, von Weiß, von Schwarz. Es scheint bedeu­tend, wenn nicht unverzicht­bar zu sein, Far­ben von Schwarz, von Umbra, Kern­schat­ten­far­ben, in die Hand zu nehmen, die Far­ben der Wüstengesteine, um das Eis der Antark­tis, das Eis eines grön­ländis­chen Gletsch­ers vorausze­ich­nen zu kön­nen. Ein leis­es Gespräch, wis­pernd, in dem Sandgesteine sich auf die Lein­wand leg­en, zärtlich fauchend, das Licht in den meer­wärts fließen­den Schat­ten, in den Winkeln eines Mundes. Wie Mel­ly Cusaro, die an einem win­ter­lichen Tag beschloss, den Mars zu bereisen, for­t­an das Wesen des Eis­es und des Schnees zu begreifen sucht. Wer nach Wass­er forschen wird in der Wel­traum­ferne, sagt sie, muss sich von der Wüste und vom Schnee eine präzise Vorstel­lung geze­ich­net haben. Es schneite in Brook­lyn, Schnee lehnte an Wän­den alter Häuser, türmte sich auf Balko­nen, rieselte im zarten Atem eines fast wind­stillen Tages von den Ulmen. Wer mochte, kon­nte mit Schlittschuhen über die Prom­e­nade auf den Höhen fahren. Welch­es Geräusch würde in der Stille ein Kon­tra­bass von Eis erzeu­gen? — stop
ping

nachtmann

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vic­to­ry : 0.55 — Es ist 1 Uhr mit­ten in der Nacht und es reg­net. Ein Mann kommt auf seinem Fahrrad weit unten pfeifend die Straße ent­lang. Irgen­det­was ist selt­sam, er kommt son­st zu ander­er Zeit, er kommt son­st immer um 3 Uhr, niemals früher, und niemals, wenn es nach halb 4 Uhr gewor­den ist. Ich habe vor einiger Zeit von diesem Mann bere­its berichtet, dass ich ihn ein­mal von oben her beobachtet habe, dass er sich in ein­er Weise ver­hält, als würde er selb­st eine abgeschlossene Geschichte sein, zu der sich nichts wirk­lich Neues hinzufü­gen lässt. Heute Nacht stellte ich mir vor, seine Erschei­n­ung kön­nte vielle­icht glänzen, weil er nass ist, seine Haube, sein Man­tel, sein Fahrrad. Vielle­icht wird er hoch schauen zum Dach, wird das Licht sehen hin­ter meinen Fen­stern, wird sagen: Der Nacht­men­sch ist wieder da! — Ich muss mich geir­rt haben, es ist tat­säch­lich so, dass sich dieser Mann irgend­wie zu verän­dern scheint, seine Geschichte, nicht nur die Geschicht­en in den Zeitun­gen, die er zu schlafend­en Men­schen bringt, min­destens wird der Mann immer älter, wie ich immer älter werde, und sein Fahrrad, als ich vor drei Wochen ver­reiste noch ohne, ver­fügt plöt­zlich über einen Motor, der knat­tert. — stop

handzeichnung

barrel bomb

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romeo : 0.14 — Habe gel­ernt, was eine Fass­bombe ist, weil ich das Wort Fass­bombe mehrfach hörte, darum habe ich nach Fass­bomben in der dig­i­tal­en Sphäre gesucht, nach Erläuterun­gen, was eine Fass­bombe sein kön­nte und was sie bedeutet, wenn sie als Fass­bombe tat­säch­lich vom Him­mel fällt. Weit­ere sehr inter­es­sante Wörter und ihre Bedeu­tung sind in der Umge­bung der Fass­bomben­berichte möglich gewor­den: Leit­flügel . Auf­schlagzün­der . Schrap­nell . Weich­es Ziel. Es ist sehr wahrschein­lich, dass ich mich selb­st als ein weich­es Ziel zu betra­cht­en habe, weil ich ein Men­sch bin. Ich dachte, nehmen wir ein­mal an, eine Fass­bombe nähere sich, und ich dachte plöt­zlich, dass in mein­er Nähe, in mein­er Umge­bung, also in der Stadt in der ich mich befinde, Men­schen angekom­men sind, die wis­sen, wie sich eine Fass­bombe anhört, wenn sie explodiert. Ich kön­nte einige Städte weit­er­fahren mit dem Zug, und auch dort wer­den Men­schen angekom­men sein, die wis­sen wie sich eine Fass­bombe anhört oder anfühlt, wenn sie vom Him­mel fällt, wenn sie in die Luft geht, wenn sie den Men­schen um die Ohren fliegt, weiche Men­schen, ja, weiche Men­schen, wie weich wir Men­schen sind. Ich bin jet­zt froh, dass ich weiss, dass ich weiche Per­son weiche Men­schen fra­gen kön­nte, was eine Fass­bombe ist, gle­ich hier in mein­er Stadt kön­nt ich sie fra­gen. — stop
ping

homs

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delta : 0.25 — Noch nicht lang her, da ent­deck­te ich einen Film, der selt­samer­weise einige Tage später auf der Posi­tion, da ich ihn ihm Inter­net bemerkt hat­te, nicht mehr anzutr­e­f­fen war. Der Film, so wird erzählt, war von ein­er Drohne aus aufgenom­men wor­den, einem kün­stlichen Vogel, der über und durch die Straßen der Stadt Homs ges­teuert wor­den war. Beina­he hätte ich notiert, die Drohne, sie muss ein recht großes Gerät gewe­sen sein, sei durch die Straßen der Stadt geir­rt, aber für dieses Wort irren flog die Drohne viel zu sou­verän herum und über Häuser hin­weg, sie bewegte sich wie eine pro­fes­sionelle Film­drohne ein­er Hol­ly­wood­pro­duk­tion, oder aber so, als wäre sie an einem luft­gefed­erten Schwenkkran befes­tigt, sie bewegte sich erschüt­terungs­frei durch die Luft, kein­er­lei Druck­welle, kein Wind weit und bre­it. Was wir sehen, wenn wir diesen Film betra­cht­en, ist eine fürchter­lich zer­störte Stadt. Ich habe diese Art Ver­wüs­tung auf Fotografien gese­hen der Stadt München oder Berlins oder Frank­furts, die im Jahr 1945 aufgenom­men wor­den waren. Ich erin­nere mich, man sah dort Men­schen, die mit Eimern in lan­gen Rei­hen hin­tere­inan­der standen, um Steine in ein­er Kette zu trans­portieren, oder Men­schen mit Kinder­wa­gen, in welchen Kartof­fel­säcke lagen, Men­schen mit Ruck­säck­en und Men­schen mit Kof­fern, die sie über Schut­tberge wuchteten. Im mehrere Minuten andauern­den Flug über und durch die Stadt Homs war jedoch kein Men­sch zu erken­nen. Mehrfach habe ich den Film vor und zurück­ge­spielt, nein, kein Men­sch war zu sehen, nicht ein einziger Men­sch, so sehr ich meine Augen bemühte, nicht ein­mal Geis­ter. — stop

 

mikroskop2

ai : IRAN

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MENSCH IN GEFAHR : “Der Ober­ste Gericht­shof des Irans hat das Todesurteil von Moham­mad Ali Taheri im Dezem­ber 2015 aufge­hoben und seinen Fall zur weit­eren Unter­suchung zurück an das Rev­o­lu­tion­s­gericht ver­wiesen. Er befind­et sich nun seit mehr als vier Jahren in Einzel­haft und ist in den Hunger­streik getreten. / Moham­mad Ali Taheri ist am 30. Jan­u­ar in den Hunger­streik getreten, nach­dem ihm Ange­hörige des Gefäng­nis­per­son­als in dem den Rev­o­lu­tion­s­gar­den unter­stell­ten Trakt 2A des Evin-Gefäng­niss­es in Teheran gesagt hat­ten, dass “er sich den Gedanken, er würde freige­lassen, aus dem Kopf schla­gen soll”. Nach sieben Tagen Hunger­streik ver­lor er das Bewusst­sein und wurde in ein Kranken­haus ver­legt. Am 10. Feb­ru­ar brachte man ihn zurück in das Gefäng­nis. Trotz seines schlecht­en gesund­heitlichen Zus­tands set­zte er seinen Hunger­streik fort. / Moham­mad Ali Taheri befind­et sich seit Mai 2011 in Einzel­haft. Ihm wird unter anderem die “Förderung von Ver­dor­ben­heit auf Erden” sowie die “Belei­di­gung islamis­ch­er Heiligkeit­en” vorge­wor­fen. Für Let­zteres verurteilte ihn ein Rev­o­lu­tion­s­gericht im Okto­ber 2011 zu fünf Jahren Gefäng­nis, während das Gericht im Fall der ersten Anklage die Notwendigkeit weit­er­er Unter­suchun­gen sah. Die Rev­o­lu­tion­s­gar­den nah­men daraufhin ihre Ermit­tlun­gen wieder auf. In dieser Zeit wurde seine Unter­suchung­shaft, die er in Einzel­haft ver­bringt, mehrfach ver­längert. Im Juli 2015 wurde Moham­mad Ali Taheri schließlich wegen “Förderung von Ver­dor­ben­heit auf Erden” zum Tode verurteilt. Grund dafür war die Grün­dung der spir­ituellen Gruppe Erfan-e-Hal­gheh und seine spir­ituellen Lehren und Prak­tiken, die von den Behör­den als “per­vers” beze­ich­neten wur­den und ihnen zufolge dazu dien­ten, einen “langsamen Umsturz” der Regierung durch die Schwächung der religiösen Überzeu­gun­gen der Men­schen her­beizuführen. Im Dezem­ber 2015 hob der Ober­ste Gericht­shof das Todesurteil auf und führte an, dass der Tatbe­stand der “Förderung von Ver­dor­ben­heit auf Erden” nach dem zum Zeit­punkt sein­er Aktiv­itäten gel­tenden Recht nicht erfüllt wor­den sei. Der Fall wurde kür­zlich zur Durch­führung weit­er­er Ermit­tlun­gen, die zur Erhär­tung des Vor­wurfs führten kön­nten, wieder an die zuständi­gen Ermit­tlungs­be­hör­den übergeben. Am 7. Feb­ru­ar 2016 wurde die fün­fjährige Haft­strafe unter Berück­sich­ti­gung der noch immer andauern­den Unter­suchung­shaft als ver­büßt ange­se­hen.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und nicht über den 30. März 2016 hin­aus, unter > ai : urgent action

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vom gecko

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marim­ba : 0.55 — Gestern, während ich noch schlief, hörte ich ein Geräusch, welch­es die Ankun­ft ein­er E-Mail meldete, die ger­ade in diesem Augen­blick, da ich noch nicht wach gewor­den war, an meine Schreib­mas­chine aus­geliefert wurde. Ich hat­te vielle­icht vergessen, sie auszuschal­ten, oder aber es existieren E-Mail­vari­anten, die in der Lage sind, schlafende Com­put­er zu weck­en, sowie Men­schen, die in ihrer Nähe schlum­mern. Javier hat­te wichtige Nachricht­en für mich. Ich antwortete ihm rasch: Lieber Javier, ich freu mich sehr, dass Sie sich die Mühe macht­en, mir zu schreiben. Obwohl wir uns nicht per­sön­lich ken­nen, wollen Sie mich großzügig auf einen Fehler aufmerk­sam machen, der mir vor weni­gen Tagen unter­laufen ist. Ich danke Ihnen her­zlich. Sie haben in dem Film eines rus­sis­chen Kam­er­ateams, von dem ich erzählte, ent­ge­gen mein­er eige­nen Beobach­tung doch einige offen­sichtlich lebende Men­schen ent­deckt, für­wahr, ich habe sie nun gle­ich­falls wahrgenom­men, fünf Per­so­n­en, ver­mut­lich Män­ner, die in der oberen Hälfte des Bil­dauss­chnitts von der 18. bis zur 24. Film­sekunde zu erken­nen sind. Ich frage mich, wie kon­nte ich sie überse­hen? Und ich frage mich weit­er­hin, ob jene Män­ner in dem Moment, da der Drohnen­vo­gel über ihnen flog, zum Him­mel schaut­en, ob sie die fliegende Bild­mas­chine wahrnehmen kon­nten, und wenn ja, weshalb sie nicht flüchteten. Mit jedem Tag entste­hen weit­ere Fra­gen, die ich vielle­icht niemals beant­worten kann. Gestern hörte ich, dass die Ohren der Gekos mit­tels eines Tun­nels miteinan­der ver­bun­den sein sollen. Wenn man nun einem Gecko mit­tels ein­er Taschen­lampe in sein linkes Ohr leuchtete, würde das Taschen­lam­p­en­licht aus seinem recht­en Ohr wieder her­auskom­men. Wie ich mich über diese Nachricht freute. Her­zliche Grüße sendet Ihnen Ihr Louis — stop
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von muffins

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tan­go : 1.10 — In der ver­gan­genen Nacht hat­te ich einen lusti­gen Traum. Ich beobachtete, wie ich mit einem gespitzten Stück blauer Krei­de in mein Papier­notizbuch notierte. Ich schrieb unge­fähr ein Wort auf eine Seite. Sobald das Wort, das ich schreiben wollte, über zu viele Zeichen für den Umfang ein­er Seite meines Notizbuch­es ver­fügte, über­legte ich, ob vielle­icht ein kürz­eres Wort existieren kön­nte, um das län­gere Wort zu erset­zen. Plöt­zlich näherte sich eine Hand von der Seite her, nahm mir das Stück Krei­de behut­sam aus den Fin­gern, reichte mir stattdessen einen Bleis­tift, und ich schrieb in sehr großen Buch­staben weit­er, die von Seite zu Seite immer klein­er wur­den, klein­er und klein­er, bis ich meine Schrift nicht mehr lesen kon­nte. Immer noch Traum. Ich gehe spazieren. Frisch­er Nachtschnee knis­tert unter meinen Füßen. Es ist ein son­niger Tag in Brook­lyn, am Ende ein­er Straße schim­mert das Meer. Ein paar glänzende Flugzeuge schweben dort über den Him­mel, sie fliegen auf dem Kopf. Kurz darauf betrete ich ein Café, es ist, glaube ich, das Buon Gus­to in der Mon­tague Street. Vor ein­er Vit­rine in der Tiefe des schmalen Raumes wartet ein Polizist, er ist sehr groß und von kräftiger Statur und seine Haut sehr schwarz, und ich denke, er weiß, dass ich denke, dass er sehr schwarz ist, und er lacht und deutet ins Innere der Vit­rine, wo ein gutes Dutzend Muffins auf aprikosen­far­be­nen Deckchen ruhen. Ein­er der kleinen Kuchen bewegt sich, ein Blaubeer­muf­fin, seitwärts ragt ein gefiedertes Flügelchen her­aus, das wild um sich schlägt, weshalb der kleine Kuchen sich immer schneller auf der Stelle dreht. Seite an Seite ste­hen der riesige Mann und ich, ein klein­er Mann, leicht vorge­beugt und staunen über das Geschehen in der Vit­rine. Plöt­zlich wird es still, der Flügel ist im Muf­fin ver­schwun­den, und der Polizist flüstert mir zu: Er gehört zu Ihnen, nicht wahr! Ich antworte: Ich glaube, er ist eingeschlafen. — stop

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manhattan

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MELDUNG. Man­hat­tan, Lex­ing­ton Avenue 822, 28. Etage, stein­ernes Zim­mer : Kirsche No 1528 [ Mar­mor, Car­rara : 1.06 Gramm ] vol­len­det. — stop
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nahe montauk

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char­lie : 3.28 — Z. erzählte vor weni­gen Tagen, sie habe einen Fre­und besucht, der in einem Strand­haus nahe Mon­tauk auf Long Island lebe. Er habe ihr im wortwörtlichen Sinne sein Herz geschenkt. Dieses geschenk­te Herz soll sich seit zwei Jahren freis­chwebend in Kon­servierungs­flüs­sigkeit befind­en, indessen das neue Herz ihres Fre­un­des, ein tat­säch­lich sehr junges Herz, sich inzwis­chen mit einem sehr viel älteren Kör­p­er gut ange­fre­un­det habe. Z. sagte, sie habe das Herz, welch­es von Glas umman­telt sei, sorgfältig in ihrem Ruck­sack ver­staut und sei damit in den Zug gestiegen. Im Zug habe sie das Herz her­vorge­holt und vor sich auf den Tisch des Abteils gestellt. Sie habe während der lan­gen Fahrt nach New York zurück das alte Herz ihres Fre­un­des einge­hend studiert, vor allem wie sich im Meeres­licht, das durch das Zugfen­ster ein­strömte, die Kon­turen des Herzens und seine Far­ben leb­haft verän­derten. — stop
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herzhaut

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vic­to­ry : 0.55 — Ein griechis­ch­er Min­is­ter soll geäußert haben, sein Land sei doch kein Lagerort men­schlich­er See­len. In der Zeitung, die von diesem Ereig­nis berichtete, waren auf ein­er Fotografie Fernsehkam­eras und eben ein klein­er, run­der Herr zu sehen, der im Moment der Auf­nahme zu sprechen schien. Tat­säch­lich würde der Aus­druck seines Gesicht­es sich gut seinem doku­men­tierten Gedanken fügen, der in der Bil­dun­ter­schrift verze­ich­net ist, ein wenig Wut dort, Empörung, gle­ich­wohl eine Trau­rigkeit, die nahe der Wahrnehmung tausender Ret­tungswest­en, die an griechis­chen Strän­den liegen, wohltuend authen­tisch wirkt. Erin­nerte mich an einen Satz, den Thomas Bern­hard ein­er Kam­era erzählte: Das was nie­mand sieht, das hat einen Sinn aufzuschreiben. Aber zunächst ist alles noch gut sicht­bar. Men­schen sitzen in einem Bus, vor dem Bus tobt eine dun­kle Men­schenkopf­wolke, die giftige Wörter spukt. Reisegenuss in gel­ber Leuchtschrift, wie eine Ver­höh­nung, ist an der Kopf­seite des Busses anstatt ein­er Zielangabe zu lesen, wo Claus­nitz ste­hen kön­nte. Einen Tag später wird der Ver­such unter­nom­men, Schuld­last in den Bus zu ver­schieben, es werde, sagt ein Polizeiof­fizier, auch gegen Flüchtlinge ermit­telt. Wenn man nun lange genug sprechen und schreiben wird in den Räu­men der Bewe­gung, wird das Gewün­schte zur wirk­lichen Wirk­lichkeit wer­den. Es ist zum Fürcht­en, wie früher, alles noch da, der harte Blick auf Men­schen in Not, auf Men­schen mit Kof­fern in der Hand. — stop

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same beat

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echo : 6.22 – In der ver­gan­ge­nen Nacht habe ich wie­der ein­mal das Käfer­wer­fen geübt. Fred Wes­ley & The JB’s Same Beat bei klir­ren­der Kälte. Fol­gende Käfer habe ich aus dem Fens­ter gewor­fen: 2 bunte Klopfkäfer gegen Mit­ter­nacht, 5 Mari­en­kä­fer von 1 Uhr bis 1 Uhr 30, 1 bel­gis­chen Taumelkäfer um kurz nach 2, gegen 3 Uhr 1 schneeweißen Rosenkäfer, um vier Uhr 15 2 gepanz­erte Johan­niswürm­chen. Jed­wedes aus dem Fens­ter gewor­fe­ne Käfer­we­sen war sofort wie­der zu mir zurück­ge­kehrt, ent­we­der weil es ein wei­te­res Mal in die Luft gewor­fen wer­den woll­te oder weil das Licht von mei­nen Zim­mern her so schön warm in der Dun­kel­heit leuch­tete. – stop

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