seegras

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sierra : 5.22 – Im Traum hatte ich an jeder Hand unge­fähr einhun­dert Finger. Meine geträumten Finger, jeder für sich, waren sehr dünn. Ich wollte mit meiner linken Hand zählen wie viele Finger sich an meiner rechten Hand exakt befanden. Ich legte deshalb die rechte Hand auf den Tisch und näherte mich mit der linken, aber ich konnte keinen Finger meiner linken Hand exakt mit meinen Gedanken finden, um mittels eines weiteren linken Fingers, die Finger meiner rechten Hand für Zählung zu sortieren. Auch die Finger der rechten Hand ließen sich nicht anspre­chen, sie machten was sie wollten, sie bewegten sich unter meinem Atem wie Seegras in Strö­mung nahe Ufer. – stop

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  1. sie [Finger, die sich der Erfas­sung durch Gedanken entzogen] beweg­ten sich unter mei­nem Atem wie See­gras in Strö­mung nahe Ufer.
    …”
    gefällt mir sehr, erin­nert mich an die Vergeb­lich­keit, zu er-fassen, was wir in BeGriffe kleiden, um Gedan­ken­kon­strukte zu erstellen bzw. hand­haben zu können. Mit kaum mehr Präzi­sion als der floa­tende Seetang sie hat. Viel­leicht ist das die einzige zu der er, unser Verstehen, in der Lage ist.

    Bleibt hinzu­zu­legen:

    Ich fand mich in einer Muschel wieder, die nach Nahrung stre­bend Schweb­stoffe aus dem Wasser des Flusses filterte. Ihr war dessen Strömen, sie wusste also um ein Irgend­woher und ein Irgend­wohin, doch dass Wasser war, war ihr ebenso selbst­ver­ständ­lich wie fern. Ihr Selbst­ver­ständnis wusste sie zwischen zwei harten Schalen und einer schil­lernden Lage Perl­mutt …

    :)!

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