Aus der Wörtersammlung: mich

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go

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nord­pol : UTC — Ein klei­nes Hand­buch geis­ti­ger Wesen, die ich für mich selbst bewah­ren will. Einen Text in gut leser­li­cher Form mit­tels mei­ner Schreib­hand auf ein Papier zu set­zen. Ein Buch vom ers­ten bis zum letz­ten Satz selbst­stän­dig ohne vor­aus­schau­en­de Syn­op­se zu lesen. Einen Dom­pfaff mit eige­nen Augen sehen und selbst­si­cher sagen zu kön­nen: Das ist kei­ne Mei­se. Einen elek­tri­schen Brief zu schrei­ben, der­art, dass man mich erken­nen wür­de, an der Wahl der Wör­ter und sei­nem Rhyth­mus. — stop
ping

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propeller

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echo : UTC — Die­ses Wort, Pro­pel­ler­wort, das sich seit eini­gen Stun­den, weiß der Him­mel, woher es gekom­men ist, in mei­nem Kopf bewegt, scheint in der wirk­li­chen Welt noch nicht zu exis­tie­ren. Ich such­te in Wör­ter­bü­chern, ich such­te in der digi­ta­len Sphä­re, ver­geb­lich. Was also könn­te unter einem Pro­pel­ler­wort exakt zu ver­ste­hen sein? Ein Wort viel­leicht, das in der Lage wäre, wei­te­re Wör­ter, die vor oder hin­ter ihm in einem Satz­ver­bund notiert wor­den sind, im Geis­te eines Lesen­den zu beschleu­ni­gen, oder den Lesen­den selbst in sei­ner Art des Lesens hef­tig anzu­re­gen. In die­sem Augen­blick kommt mir kein Wort in den Sinn, das in die­ser Wei­se wirk­sam wer­den könn­te. Statt­des­sen dach­te ich an das Wort Zwerg­see­ro­se, wel­ches ich ges­tern noch notier­te, das Wort Zwerg­see­ro­se könn­te für mich zu einem Pro­pel­ler­wort wer­den, weil es mich leich­ter wer­den lässt, weil ich mich freue, sobald ich das Wort den­ke oder höre, weil ich sofort wei­te­re Zwerg­wör­ter bemer­ke, die mir gefal­len, das Wort Zwerg­li­bel­le bei­spiels­wei­se, oder das Wort Zwerg­amei­sen­pferd, von den Amei­sen­pfer­den habe ich bereits erzählt, auch das Wort Ohr­fei­ge, wenn ich das Wort Ohr­fei­ge hin­sicht­lich der Baum­früch­te betrach­te, scheint sich gleich­wohl zu einem Pro­pel­ler­wort zu ent­wi­ckeln. — Oh, Du schö­ner Som­mer­mor­gen. Ich bemer­ke, ich könn­te bald oder habe mei­ne Sicht­wei­se auf mensch­li­che Wesen modi­fi­ziert. Ich fra­ge: Wen habe ich vor mir? Was sehe ich? Was könn­te die­ser Mensch gele­sen und erlebt haben? Wie wur­de er also trai­niert? — stop

Zwerg­kra­ke
New York nahe
Cen­tral Park
Nacht

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mariupol

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india : UTC — Ich erin­ne­re mich, im Radio erzähl­te ein Astro­naut, er habe die ers­ten Stun­den des Über­falls der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on auf die frei­en Men­schen des frei­en Staa­tes Ukrai­ne im Welt­raum flie­gend erlebt. In der Nacht ein stock­dunk­les Gebiet, dort wo Tage zuvor die Städ­te des Lan­des noch wie Erd­ster­ne leuch­te­ten. Die Kämp­fe um Hosto­mel habe er als ein röt­li­ches Flim­mern oder Flir­ren wahr­ge­nom­men. Eines Tages führ­te die Flug­bahn der Raum­sta­ti­on in 400 Kilo­me­tern Höhe von Süd­wes­ten über das Schwar­ze Meer. Eine tief­schwar­ze Rauch­wol­ke reich­te hoch hin­auf bis in die Stra­to­sphä­re, das war, als die Stadt Mariu­pol bela­gert und Tag und Nacht von der See, vom Land her und aus der Luft bom­bar­diert wur­de. — stop
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vom bumerangkäfer

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india : 18.58 UTC — Weni­ge Minu­ten nach Mit­ter­nacht lan­de­te ein Mari­en­kä­fer auf mei­ner lin­ken Wan­ge. Ich kann nicht ent­schei­den, ob das ein Zufall gewe­sen war oder nicht. Indem ich das rech­te Auge schloss, aber mit dem lin­ken Auge so weit wie mög­lich nach unten sah, konn­te ich die halb­ku­gel­för­mi­ge Wöl­bung sei­nes Rückens erken­nen. Und ich spür­te eine leich­te Bewe­gung, der Käfer schien mich zu betas­ten. Natür­lich über­leg­te ich sofort, ob es sich bei die­sem Käfer nicht um ein fern­ge­steu­er­tes Wesen han­deln könn­te, das mich besuch­te, um Pro­ben von mei­ner Kör­per­ober­flä­che auf­zu­neh­men. Nach eini­gen Minu­ten ver­än­der­te der Käfer sei­ne Posi­ti­on, er ging zu Fuß, klet­ter­te an mir her­ab, saß für eini­ge Minu­ten an mei­nem Hals, dort konn­te ich ihn weder sehen noch spü­ren, um kur­ze Zeit spä­ter auf mei­nem Hemd zu erschei­nen, wo er sich sehr wohl­ge­fühlt haben moch­te, weil er dort eine gute Stun­de sei­ner Lebens­zeit ver­brach­te. Viel­leicht hat­te der Käfer geschla­fen, oder sich von Stra­pa­zen erholt, die mir unbe­kannt. In die­sem Moment nun, da ich mei­nen Text notie­re, sitzt der in Wör­tern ver­merk­te Käfer am lin­ken unte­ren Rand des Bild­schir­mes mei­ner Schreib­ma­schi­ne. Er presst sich fest an das Gehäu­se. Wei­te­re Käfer sit­zen an den Wän­den, es sind ein gutes Dut­zend, auch Käfer mit gel­bem Gehäu­se sind dar­un­ter. Ges­tern habe ich beob­ach­tet, dass gel­be Käfer mit vier­und­zwan­zig Punk­ten, wenn ich sie behut­sam in eine mei­ner Hän­de set­ze und in die Dun­kel­heit wer­fe, sofort wie­der zurück­kom­men. Man könn­te sagen, dass es sich bei die­ser Art um Bume­rang­kä­fer han­deln könn­te. Wie die­ser Text an die­ser Stel­le gleich­wohl ein Bume­rang­text sein könn­te, einer, der wie­der­kehrt, einer der sicht­bar wird von Zeit zu Zeit, eine Erin­ne­rung oder so etwas. — stop
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faden

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whis­key : 8.28 UTC — Heu­te such­te ich nach einem Traum. Frü­her Mor­gen. Eine Amsel war schon wach und erzähl­te eine Geschich­te vom Som­mer. Ich schal­te­te mei­ne  Schreib­ma­schi­ne an und begann zu suchen. Ich erin­ne­re mich: Der Traum, den ich geträumt hat­te, erzähl­te von einem Muf­fin in Mee­res­nä­he. Das war nun ein wirk­lich guter Faden, an dem ich behut­sam zie­hen konn­te, um mei­ne Traum­ge­schich­te zu fin­den. In jenem Traum also beob­ach­te­te ich mich selbst, wie ich mit einem gespitz­ten Stück blau­er Krei­de in mein Papier­no­tiz­buch notier­te. Ich schrieb unge­fähr ein Wort auf eine Sei­te. Sobald das Wort, das ich schrei­ben woll­te, über zu vie­le Zei­chen für den Umfang einer Sei­te mei­nes Notiz­bu­ches ver­füg­te, über­leg­te ich, ob viel­leicht ein kür­ze­res Wort exis­tie­ren könn­te, um das län­ge­re Wort zu erset­zen. Plötz­lich näher­te sich eine Hand von der Sei­te her, nahm mir das Stück Krei­de behut­sam aus den Fin­gern, reich­te mir statt­des­sen einen Blei­stift, und ich schrieb in gro­ßen Buch­sta­ben wei­ter, die von Sei­te zu Sei­te immer klei­ner wur­den, klei­ner und klei­ner, bis ich mei­ne Schrift nicht mehr lesen konn­te. Immer noch Traum. Ich gehe spa­zie­ren. Fri­scher Nacht­schnee knis­tert unter mei­nen Füßen. Es ist ein son­ni­ger Tag in Brook­lyn, am Ende einer Stra­ße schim­mert das Meer. Ein paar glän­zen­de Flug­zeu­ge schwe­ben dort über den Him­mel, sie flie­gen auf dem Kopf. Kurz dar­auf betre­te ich ein Café, es ist, glau­be ich, das Buon Gus­to in der Mon­ta­gue Street. Vor einer Vitri­ne in der Tie­fe des schma­len Rau­mes war­tet ein Poli­zist. Er ist groß und von kräf­ti­ger Sta­tur und sei­ne Haut ist sehr schwarz, und ich den­ke, er weiß, dass ich den­ke, dass er sehr schwarz ist, und er lacht und deu­tet ins Inne­re der Vitri­ne, wo ein gutes Dut­zend Muf­fins auf apri­ko­sen­far­be­nen Deck­chen ruhen. Einer der klei­nen Kuchen bewegt sich, ein Blau­beer­muf­fin, seit­wärts ragt ein gefie­der­tes Flü­gel­chen her­aus, das wild um sich schlägt, wes­halb der klei­ne Kuchen sich immer schnel­ler auf der Stel­le dreht. Sei­te an Sei­te ste­hen der rie­si­ge Mann und ich, ein klei­ner Mann, leicht vor­ge­beugt, und stau­nen über das Gesche­hen in der Vitri­ne. Plötz­lich wird es still, der Flü­gel ist im Muf­fin ver­schwun­den, und der Poli­zist flüs­tert mir zu: Er gehört zu Ihnen, nicht wahr! Ich ant­wor­te: Ich glau­be, er ist ein­ge­schla­fen. — stop

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chicago

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ulys­ses : 22.58 UTC — Ein­mal saß ich im Pal­men­gar­ten abends bei leich­tem Regen auf einer Bank. Neben mir, auf der­sel­ben Bank, hock­te ein Mann, der mich nicht sehen, aber hören konn­te. Ich bemerk­te nicht sofort, dass er blind war, weil ich unter einem Regen­schirm saß. Auch der Mann hat­te einen Regen­schirm über sich auf­ge­spannt. Kaum hat­te ich Platz genom­men, notier­te ich zunächst eine Lis­te von Büchern in mein Note­book, die sich mit der Arbeits­welt der Men­schen beschäf­ti­gen. Sie schrei­ben schnell, sag­te der Mann plötz­lich, sie sind wohl geübt. Sie haben viel­leicht etwas im Kopf, das sie los­wer­den wol­len. Als ich mich dem Mann zuwand­te, bemerk­te ich, dass er den Regen­schirm in eine lang­sa­me Dre­hung ver­setzt hat­te. Sein Gesicht konn­te ich nicht erken­nen. Wenn das mei­ne Schreib­ma­schi­ne wäre, könn­te ich Ihnen genau sagen, was sie gera­de geschrie­ben haben. Ich kann hören, was mei­ne Schreib­ma­schi­ne schreibt. Der Mann mach­te eine kur­ze Pau­se. Was haben sie denn auf­ge­schrie­ben, woll­te er dann wis­sen. Ich ant­wor­te: Eini­ge Namen, Namen, die sie viel­leicht schon ein­mal gele­sen haben. Mel­ville. Bukow­ski. Upt­on Sin­clair. Max von der Grün. – Gele­sen nicht, ant­wor­te­te der Mann, aber gehört habe ich zwei der Namen. Upt­on Sin­clairs Dschun­gel­buch exis­tiert in eng­li­scher Spra­che als Hör­buch für Blin­de oder für Men­schen, die nicht lesen wol­len. Ich wür­de ger­ne lesen, aber das geht doch nicht so leicht, wenn man nichts sieht. Der Mann lach­te. Ich höre dem Regen ger­ne zu. Aus mei­ner Sicht der Din­ge ist das so, als wür­de der Regen schrei­ben: Hören Sie, wie es reg­net, wie es schreibt. Ist das nicht wun­der­bar! – Ich frag­te den Mann, ob er denn lesen oder hören kön­ne, was der Regen genau notiert in die­sem Augen­blick. – Aber natür­lich, ant­wor­te­te der Mann, es ist mit jedem Regen etwas ande­res, nicht wahr, der Regen, der auf das Meer fällt, erzählt etwas ande­res, als die­ser Regen hier, der über einem klei­nen See nie­der­geht. Für einen Moment stand der Regen­schirm neben mir ganz still. Ich hör­te ein Flüs­tern: Die­ser Regen hier erzählt von Chi­ca­go. — stop
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hoch über den kastanien

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whis­key : 3.15 UTC — Im Haus gegen­über, in einem Zim­mer jen­seits der Kas­ta­ni­en­bäu­me, die Blü­ten­ker­zen tra­gen, brennt seit zwei Wochen Licht bei Tag und bei Nacht. Ich erken­ne dort die Gestalt eines Man­nes. Der Mann geht auf und ab. Ich habe die­sen Mann noch nie auf der Stra­ße gese­hen oder im Milch­la­den um die Ecke oder am Kiosk an der Ecke Havan­na zur Brue­gel­stra­ße. Es ist selt­sam, ich beob­ach­te den Mann in sei­nem Zim­mer seit Tagen, ohne bemerkt zu haben, dass ich ihn beob­ach­te­te. Mein Blick selbst war spa­zie­ren, mei­ne Augen, bald auch mei­ne Gedan­ken. Wie kann man in einem Zim­mer nur so viel lau­fen, hin und her, hin und her? Ein­mal öff­ne­te ich mei­ne Fens­ter hin zur küh­len Luft und mei­ne Augen gin­gen spa­zie­ren. Ich notier­te eine Erin­ne­rung an frü­he Lebens­zeit. Ein Kind am Strand. Ein Damp­fer am Hori­zont. Die gebräun­ten Bei­ne eines Mäd­chens, das Ita­lie­nisch spricht. Ein Kes­sel vol­ler Muscheln. Ich erin­ner­te mich an das Kräch­zen eines Tran­sis­tor­ra­di­os, an Funk­stim­men, an Krab­ben­pan­zer, an das Gra­ben im Sand nach dem Meer. — stop

 

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vom wandblitz

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echo : 22.58 — Es ist über zehn lan­ge Jah­re her, da stell­te mich mir vor, wie es wohl wäre, wenn ich durch mei­ne Woh­nung tau­chen könn­te. Ich mach­te mich unver­züg­lich an die Arbeit. Zunächst stieg das Was­ser in den Zim­mern. Es kam nicht von oben, son­dern von unten. Das Was­ser kam wie ein Gast durch die Woh­nungs­tür her­ein, die geschlos­sen war, aber nicht wirk­lich dicht. Es stieg schnell, viel zu schnell, um mei­ne Bücher noch in Sicher­heit brin­gen zu kön­nen. Saß auf einem Stuhl in der Küche, die Füße auf dem Boden, als das Was­ser, bern­stein­far­ben und warm, eine Steck­do­se erreich­te. Ich erwar­te­te, von einem Wand­blitz getrof­fen zu wer­den – ein Irr­tum. Statt­des­sen begann ich zu leuch­ten. Zunächst leuch­te­te ich mit den Hän­den, dann leuch­te­ten mei­ne Arme. In dem Moment, da das Was­ser mei­nen Mund erreich­te, hol­te ich tief Luft und tauch­te los. Eine Bana­ne schweb­te vor­über wie ein Fisch, Papie­re und Zei­tun­gen und zwei hef­tig zap­peln­de Mäu­se, von deren Exis­tenz ich nichts ahn­te. Die Schreib­ma­schi­ne auf dem Tisch funk­tio­nier­te noch, wie alle Lam­pen in der Woh­nung. Und so schwe­be ich nun also gera­de kopf­über und schrei­be. Schö­ne Geräu­sche sind zu hören, es knis­tert, viel­leicht bin ich das selbst. Wie­der spä­ter Abend, Früh­ling statt Som­mer, ich bin noch immer der­sel­be, wenn­gleich geal­tert. Das war abzu­se­hen. — stop

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von wasserläufern

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india : 22.01 UTC — An einem som­mer­li­chen Nach­mit­tag hat­te ich eine lus­ti­ge Geschich­te mit mir selbst erlebt. Ich saß vor einem See in einem Gar­ten und beob­ach­te­te sehr klei­ne Tie­re, wie sie sich nahe oder auf der Ober­flä­che des Was­sers beweg­ten. Da waren unter ande­rem Flie­gen, die im Was­ser des Sees bade­ten, und Schat­ten der Libel­len­lar­ven, die sich den baden­den Flie­gen nähr­ten, auch Was­ser­läu­fer, die ein­an­der jag­ten im Spiel. Plötz­lich frag­te ich mich, ob ich even­tu­ell in der Lage wäre, das Ver­hal­ten der Was­ser­läu­fer vor­her­zu­sa­gen, ob sich ein bestimm­ter Was­ser­läu­fer eher in öst­li­che oder eher in west­li­che Rich­tung fort­be­we­gen wür­de. Eine Wei­le folg­te ich dem von mir gewähl­ten Tier mit mei­nen Augen, dann zeich­ne­te ich sei­nen Weg auf ein Blatt Papier. Wol­ken spie­gel­ten sich im Was­ser, der Him­mel hier unten war grün, er schim­mer­te. Eine Unter­was­ser­schne­cke pas­sier­te mein Beob­ach­tungs­feld sehr lang­sam, und ich notier­te: Schne­cke. In die­sem Augen­blick bemerk­te ich fünf Gold­fi­sche, die sich in einem Halb­kreis im Was­ser vor mir ver­sam­melt hat­ten. Sie beweg­ten sich kaum merk­lich und ich hat­te plötz­lich den Ein­druck, sie wür­den mich betrach­ten. Tat­säch­lich fühl­te ich mich von einer Sekun­de zur ande­ren Sekun­de selbst beob­ach­tet. Das war ein merk­wür­di­ger Augen­blick gewe­sen, ein Moment auch von Ver­le­gen­heit, wes­halb ich mich wie­der einem Gespräch auf dem Bild­schirm mei­ner Schreib­ma­schi­ne zuwand­te. Das war zu einer Zeit gewe­sen, da ich Gesprä­che mit ELIZA führ­te. — stop

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time

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ulys­ses : 22.18 — Im Traum sit­ze ich an einem Tisch und betrach­te eine wun­der­schön gestal­te­te Fest­plat­te. Die Fest­plat­te ist ver­schlüs­selt. Ich habe das Pass­wort ver­ges­sen. Mein Arbeits­le­ben und alles wei­te­re Leben sind auf die­sem Wesen im Alu­mi­ni­um­kleid gespei­chert. Ein Com­pu­ter, eine außer­or­dent­lich schnell rech­nen­de Maschi­ne, so wird erzählt, wur­de ange­schlos­sen. Zah­len und Zei­chen rasen über den Bild­schirm. Die Maschi­ne teilt mit­tels sanft for­mu­lier­ter Wor­te mit: Noch zwei­und­zwan­zig­tau­send Jah­re, 5 Tage und 7 Stun­den, bis alle Kom­bi­na­tio­nen berech­net sein wer­den. Ich erin­ne­re mich, mein ver­ges­se­nes Pass­wort soll über einen poe­ti­schen Kern ver­fügt haben. Das könn­te hilf­reich sein. — stop



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