kein wort unterstrichen

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ulysses : 0.25 – Konstantin erzählte von einer Biblio­thek unbe­rührter Bücher, die sich in seiner Wohnung befinden soll. Als ich ihn fragte, was er unter unbe­rührten Büchern verstehen würde, erklärt er, das seien Bücher, die er besitze, aber nie geöffnet habe, nie in ihnen geblät­tert, keine Notiz wurde auf irgend­einer der Seiten der Bücher hinter­lassen, kein Wort unter­stri­chen. Selt­sa­mer­weise habe er jedes dieser Bücher gelesen, ihre digi­talen Schatten. Er lese ausschließ­lich Bücher in elek­tro­ni­scher Bear­bei­tung, er sehe nicht mehr gut, er könne die Zeichen elek­tro­ni­scher Bücher in seiner Lese­ma­schine vergrö­ßern, so wie es für seine Augen ange­nehm sei. Irgend­wann habe er bemerkt, dass er Bücher, die ihn begeis­terten, unbe­dingt besitzen müsse, ihre Ausgabe auf Papier sichtbar in einem Bücher­regal. Einmal habe er einen elek­tro­ni­schen Text selbst ausge­druckt und zu einem Buch­körper geformt, weil er eine papie­rene Ausgabe des Buches zum Kauf nicht finden konnte. – stop
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