seide

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5.24 – In der U-Bahn immer wieder der Eindruck, dass Menschen mittels ihrer raschelnden Zeitungen zuein­ander spre­chen. Eine Weile ist Ruhe, aber dann blät­tert jemand eine Seite um, und schon knis­tert der Wagon von Reihe zu Reihe weiter. Man möchte in diesen Momenten meinen, die Papiere selbst wären am Leben und würden die Lesenden bewegen. Einmal habe ich mir Zeitungs­pa­piere von stoff­ar­tiger Substanz vorge­stellt, Papiere von Seide zum Beispiel, so dass keinerlei Geräusch von ihnen ausgehen würde sobald man sie berührte. Eine eigen­tüm­liche Stille, Geräusch­lo­sig­keit, Leere, ein Sog, eine Wahr­neh­mung gegen jede Erfah­rung, eine vergeb­liche Erwar­tung. – stop
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