yolande

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marimba : 5.06 – Schwie­rig sei, sagte Yolande, dass sie eine Groß­mut­ter habe, die in Arme­nien gebo­ren wurde, und einen Groß­va­ter, der in Usbe­kis­tan lebte, und dass ihre Mut­ter ihre Kind­heit in der Tür­kei ver­brachte, dass sie ihren Mann in Grie­chen­land ken­nen­lernte, dass sie zwei Töch­ter gebar in Deutsch­land im Jahr 1995, dass die Spra­che ihrer Mut­ter nicht Deut­sch gewe­sen sei, dass sie selbst zunächst aber die deut­sche Spra­che lernte, dass sie in die­ser Spra­che träume, das sage man doch so, und dass sie über einen deut­schen Pass ver­füge, dass sie aber zugleich die­ses dunkle Haar trage und ihre Augen von der Natur schwarz und man­del­för­mig gestal­tet wor­den seien, wes­we­gen sie sich stets anhö­ren müsse, wie gut sie inte­griert sei in Deutsch­land, und wie gut sie doch die deut­sche Spra­che spre­chen würde, so gut, dass man fast mei­nen würde, dass sie eine Deut­sche sei, wo das aber doch nicht mög­lich ist, weil sie doch diese ihre Augen trage, und ihre Haut etwas dunk­ler sei auch im Win­ter, und die­ses Haar, denkt man, sagte Yolande am 16. März des Jah­res 2016 um kurz nach zehn Uhr abends, als sie gerade eben in einem Zug Platz genom­men hatte. – stop

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