transit

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alpha : 1.30 — Es ist still im Haus. Draußen zaust ein küh­ler Wind Bäume und Sträuch­er, während die Venus, ein Punkt, über den abge­dunkel­ten Son­nen­ball auf dem Bild­schirm meines Com­put­ers wan­dert. Das sind Bilder, die von der NASA gesendet wer­den, das beobach­t­ende Maschi­ne­nauge befind­et sich auf dem Mau­na Kea, Hawaii. Ich habe die Sonne noch nie zuvor in dieser Weise betra­chtet, Echtzeit, in dem Sinne Echtzeit, dass ich die Sonne betra­cht­en kann, ohne meine Augen schließen zu müssen und in dieser Weise wahrzunehmen ver­mag, wie sich ihre Ober­fläche tat­säch­lich bewegt. Oder irre ich mich? Alles das, was ich sehe, liegt bere­its 8 Minuten in der Zeit zurück. Es ist denkbar, dass ich die Bewe­gung nur deshalb zu erken­nen meine, weil ich weiß, dass diese Bewe­gung existiert. Ja, es ist still im Haus. Der Regen peitscht gegen die Scheiben. Ich bin ruhig. Alles schläft. — stop

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