ein faden

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vic­tor : 2.37 — Ich habe eine kur­ze Geschich­te ent­deckt, viel­mehr einen Gedan­ken oder eine Beob­ach­tung, die bedeu­tend zu sein scheint. Der unga­ri­sche Dich­ter Ist­ván Örké­ny ver­zeich­net sie in sei­nen Minu­ten­no­vel­len unter dem Titel Der Sinn des Lebens. Die­se Geschich­te, ich bin mir nicht sicher, ob ich sie wie­der­ge­ben darf, geht so: Wenn wir vie­le Kirsch­pa­pri­kas auf einen Faden auf­fä­deln bekom­men wir einen Papri­ka­kranz. Wenn wir sie aller­dings nicht auf­fä­deln, bekom­men wir kei­nen Kranz. Dabei sind es genau­so vie­le Papri­kas, sie sind genau­so rot, genau­so scharf. Und trotz­dem sind sie kein Kranz. Soll­te es nur der Faden sein, der den Aus­schlag gibt? Es ist nicht der Faden. Die­ser Faden ist, wie wir wis­sen, ein neben­säch­li­ches, dritt­klas­si­ges Ding. Was ist es dann? Wer sich dar­über Gedan­ken macht und dar­auf ach­tet, dass sei­ne Gedan­ken nicht alle Rich­tun­gen abschwei­fen, son­dern in die rich­ti­ge Rich­tung vor­an­schrei­ten, kann gro­ßen Wahr­hei­ten auf die Spur kom­men. — stop
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