morgenstaubgeschichte

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ulysses : 12.22 UTC — Was für ein schön­er Son­ntag. Das noch tief­ste­hende Licht der Sonne, die am frühen Mor­gen in den Cen­tral­bahn­hof leuchtet, als würde sie immer dort in genau dieser Höhe von Osten her durch die Fen­ster scheinen. Eine Sonne nur für diesen Ort. Da ist fein­er Rauch­staub, der aus einem Laden her­aus durch die Halle schwebt. Die Rauch­er rauchen, indessen sie neue Rauch­waren besor­gen. Bit­ter schmeck­ende Holz­pa­pier­luft. So muss das geduftet haben, genau so oder so ähn­lich, ohne mod­erne Par­füme, wenn unter den Hafen­him­meln des 16. Jahrhun­derts, nach langer Fahrt, die Bäuche der Han­delss­chiffe geöffnet wur­den. Die Entzün­dung des getrock­neten, des weit­gereis­ten Mate­ri­als vor der Mundöff­nung eines Europäers führte zu einem Vor­gang, den man zunächst als die Saufer­ei des Nebels beze­ich­nete, als Rauch- oder Tabak­trinken. Ja, was für ein schön­er Son­ntag. Ich gehe zu unge­wohn­ter Zeit mit Tagau­gen durch meine Stadt, als würde ich durch Brook­lyn spazieren. — stop

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