muschelsegel

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tango : 8.25 – Eine Maschine, die seltsam brau­sende Ströme zu erzeugen vermag, wird gleich zum Einsatz kommen. Nicht viel größer als ein Hand­te­lefon, sitzen zwei Fort­sätze von Plastik an ihrem Gehäuse wie lebende Muscheln fest. In der Nähe dieser Muschel­räder entkommen dem Körper des Gerätes zwei Drähte, die sich an ihren Enden teilen. Metal­lene Segel sind dort befes­tigt, die ich an meinem Arm derart anlegen kann, dass sie sich fest­zu­halten scheinen. In dem Moment nun, da ich an den Muschel­räd­chen drehe, beginnt der Apparat zu brummen. Ein leichtes Brennen auf der Haut und in die Tiefe, und schon beginnt sich mein Arm zu heben und zu senken, ohne dass ich ihm Anwei­sung zu dieser Bewe­gung erteilt haben würde. Wenn ich nun die Hand meines elek­tri­sierten Armes auf die Lehne eines Stuhles sinken lasse, scheint das Holz unter ihr zu wandern, obwohl ich mit meinen Augen wahr­nehmen kann, dass der Stuhl sich nicht im geringsten bewegt. Bald wandert auch der Boden, die Wände des Zimmers schließen sich an, das Fenster zu den Bergen hin, die Berge selbst. Sechs Uhr und zehn Minuten. Ein Ober­arm­muskel flat­tert. – stop

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