unordentliches kind

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india : 0.58 – Unor­dent­li­ches Kind: Jeder Stein, den es findet, jede gepflückte Blume und jeder gefan­gene Schmet­ter­ling ist ihm von Anfang an schon Samm­lung, und alles, was es über­haupt besitzt, macht ihm eine einzige Samm­lung aus. An ihm zeigt diese Leiden­schaft ihr wahres Gesicht, der in den Anti­quaren, Forschern, Bücher­narren nur noch getrübt und manisch weiter­brennt. Kaum tritt es ins Leben, so ist es Jäger. Es jagt die Geister, deren Spur es in den Dingen wittert. Seine Noma­den­jahre sind Stunden im Traum­wald. Dorther schleppt es die Beute heim, um sie zu reinigen, zu festigen, zu entzau­bern. Seine Schub­laden müssen Zeug­haus und Zoo, Krimi­nal­mu­seum und Krypta werden. Aufräumen hieße einen Bau vernichten voll stache­liger Kasta­nien, die Morgen­sterne, Staniol­pa­piere, die ein Silber­hort, Bauklötze, die Särge, Kakteen, die Totem­bäume und Kupfer­pfen­nige, die Schilder sind. Walter Benjamin. Ein Pfiff. – stop

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