verschwinden no 2

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echo : 20.05 UTC — Manch­mal, während ich hin­ter dem Roll­stuhl mein­er Mut­ter spaziere, sehe ich etwas, und dann sehe ich wieder nichts für län­gere Zeit. Ich sehe Schwal­ben über den Him­mel huschen, ich sehe das Stro­hhütchen mein­er Mut­ter auf ihrem Kopf, ich sehe ihre alten Hände, die miteinan­der rin­gen. Wenn ich etwas wirk­lich sehe, also erkenne, kann ich es for­mulieren. Ich sehe demzu­folge mit Wörtern. Wenn ich ohne Wörter gedanken­los sehe, habe ich das Gefühl, dass ich sehe und vergesse in ein und dem sel­ben Moment. Ich vergesse Schwal­ben, Rosen­blüten, die Hände mein­er Mut­ter, ihr Hütchen auf dem Kopf, den Him­mel über mir, Bäume, das Licht in den Pfützen, und schon habe ich meine Füße und kurz darauf mich ins­ge­samt vergessen. – stop
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