vor dem radio

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himalaya : 18.55 UTC – Ich stelle mir vor, wie ich in der Küche vor einem Tisch sitze. Auf dem Tisch ste­ht ein Radio. Das Radio ist 10 cm lang und eben­so bre­it und eben­so hoch, ein Wür­fel demzu­folge. Der Wür­fel ver­fügt über zwei Knöpfe, die ich ver­tiefen ein­er­seits und an welchen ich drehen kann ander­er­seits. Dort, wo ich Schrauben erkenne, die in das hölz­erne Gehäuse ein­ge­lassen sind, scheint sich die hin­tere Seite des kleinen Radios zu befind­en. Ich kann das Radio öff­nen. Als ich es öffne, ent­decke ich weit­ere sehr kleine Schrauben, eine Pla­tine, Dio­den, Wider­stände, Beschrif­tun­gen in ein­er Sprache, die ich nicht zu lesen ver­mag, außer­dem einen Zylin­der. Ich ent­decke also viele Dinge, aber nichts, was mir behil­flich sein kon­nte, das Radio zum Schweigen zu brin­gen, das Radio spielt näm­lich in einem Abstand von ein­er Stunde eine Pas­sage aus der 2. Sym­phonie Rach­mani­nows, die wed­er leis­er noch lauter einzustellen ist, sie ist eben wie sie ist, laut genug, um das Radio vor das Fen­ster stellen zu müssen. Ein­mal sitzen zwei Tauben links und rechts des Radios. Als das Radio seine Musik spielt, erschreck­en sie und fliegen davon. Ein anderes Mal kom­men sie wieder und bauen auf dem Radio ein Nest. — stop

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