zehnstreifenleichtfuß

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himalaya : 7.32 — Ein Licht­bild auf dem Tisch. Die Auf­nahme zeigt das Innere meines Armes. Es ist zunächst nicht ein­fach, in den dargestell­ten Knochen­struk­turen, meine eige­nen Struk­turen zu erken­nen. Ich weiß, das bin ich, aber ich sehe mich nicht. Das, was ich sehe, habe ich immer schon mit mir geführt, und trotz­dem betra­chte ich unbekan­ntes Gebi­et. Diese kleine Schraube hier, sie leuchtet, ich kann ihr Gewinde erken­nen, ist jet­zt meine Schraube. Im abge­dunkel­ten Rönt­gen­raum arbeit­et eine Frau, die meinen Arm auf den Tisch bet­tet, so dass er präzise auf der Foto­plat­te zu liegen kommt. Ich solle ganz still sitzen, sagt sie, weswe­gen ich die Luft anhalte und meine Augen weit öffne, weil ich nach­schauen will, ob ich nicht doch vom radi­ol­o­gis­chen Licht einen Schim­mer wahrnehmen kann. Eine Sekunde Atem­stille. Und noch eine Sekunde Atem­stille. Ein Sum­men hin­ter Blei­glas­fen­stern. — Ich hat­te die Exis­tenz der Zehn­streifen-Leicht­fuß-Käfer vergessen. — stop
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