zwei wartende männer

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nord­pol : 3.18 — Als wir auf einen Zug war­te­ten, erzähl­te ich Pio­tr von einer schla­fen­den Frau, die ich ein­mal in einem Flug­zeug beob­ach­tet hat­te. Sie kau­te, ohne eine Pau­se ein­zu­le­gen, einen Kau­gum­mi. Ich sag­te, ich sei mir nicht sicher gewe­sen, ob die Frau tat­säch­lich schlief oder sich nur vor­stell­te, sie wür­de schla­fen. Unver­züg­lich woll­te auch Pio­tr eine Geschich­te erzäh­len. Als er noch in Polen leb­te, sei er ein­mal von Kra­kau nach Mos­kau gereist. Kurz nach sei­ner Ankunft habe er eine Post­kar­te, die er noch im Bahn­hof erwor­ben hat­te, mit einem Gruß ver­se­hen und an sei­ne Gelieb­te geschickt, die natür­lich in Kra­kau leb­te. Dann sei er mit dem nächst­bes­ten Zug wie­der nach Hau­se gefah­ren. Pio­tr war damals ein jun­ger Mann. Er war in sei­nem lan­gen Leben nur ein­mal in Mos­kau gewe­sen, die Post­kar­te sei in Kra­kau nie ange­kom­men. — stop

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