kapstadt

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2.26 – Mail von S. aus Kapstadt. Der junge Arzt berichtet aus einem kleinen Hospital [ 200 Betten ] nahe eines Town­ship. Er habe, wie immer wenn Zahltag sei, sehr schwie­rige Nächte hinter sich. Zeit der Drogen, Zeit der Waffen­käufe, Zeit offener Rech­nungen. Er stehe von 20.00 bis 8.00 Uhr im OP wie an einem Fließ­band und lege Thorax­drai­nagen, vernähe Stich­wunden, hole Messer­spitzen und Projek­tile aus den Körpern, all diese übli­chen Dinge in der Nähe des Krieges. Während ich seine Nach­richt lese, erin­nere ich mich an eine Foto­grafie, die einen alten italie­ni­schen Chir­urgen zeigt, der im Moment der Aufnahme eine Opera­tion im eigenen Bauch­raum unter­nimmt. Unver­züg­lich mache ich mich im Papp­schach­tel­turm auf die Suche.

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Wieder ein Oszil­lieren zwischen Staunen und Unruhe. Heute Nacht dampfen die Straßen. Leichter Seegang. – Viel­leicht ist das Schreiben ein Vorgang des Nähens, eine Arbeit der Repa­ratur. – Und Grosny?

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