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sier­ra : 14.12 — Im Licht mein­er han­dlichen Fernsehmas­chine lehnte ein Mann am Stamm eines ver­wit­terten Baumes. Rötlich­es Gebirge war noch zu sehen, Abraum ein­er Kupfer­mine. Dort im südlichen Afri­ka tief in der Erde hat­te der Mann, der am Baum­stamm lehnte und in mein Zim­mer schaute, ein halbes Leben lang gear­beit­et. Vor zwei Wochen nun war Schluss gewe­sen. Von einem Tag zum anderen Tag, sagte der Mann, habe ich mein Haus ver­loren und meine Kinder wer­den bald nicht mehr zur Schule gehen. 22 Jahre lang nie krank, obwohl ich hohes Fieber hat­te und Hus­ten. Im Feb­ru­ar waren wir noch prof­ita­bel gewe­sen, fuhr der Mann fort und deutete mit ein­er Hand über seine Schul­ter. Er schwieg für einige Sekun­den, aber er drehte sich nicht um, schaute weit­er ger­adeaus zu mir ins Zim­mer. Das ist Folter, set­zte er hinzu, das ist Folter.

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