rüsselhupe

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echo : 12.03 – Sagen wir das so: Tief­see­ele­fanten, sobald sie geboren werden auf hoher See in großer Tiefe, bleiben ihren Müttern lange Zeit verbunden. Solange Zeit genau wandern sie in nächster Nähe, bis ihre Rüssel ausrei­chend gewachsen sind, um zur Ober­fläche des Meeres gelangen zu können. Wie sie sich küssen von Zeit zu Zeit in ewiger Dunkel­heit, wie eine Mutter ihrem kleinen Elefanten Luft einhaucht, wie das taumelnde Wesen im Moment der Über­gabe lust­voll seine blinden Augen schließt, eine Ahnung vom berau­schenden Duft der Welt weit über ihm, von salzigen Schäumen, von Motorölen, Tang und weiteren ange­nehmen Substanzen, die ihm bald unmit­telbar begegnen werden. Manchmal, eher selten, steigen sie, Minia­turen einer späteren Zeit, langsam aufwärts. Sie haben dann aus dem Munde ihrer Mutter einen Ballon süßer Luft entge­gen­ge­nommen, der zu groß geworden sein könnte von Sorge und Liebe. Zwei oder drei Tage sind sie nun schwe­bend unter­wegs, bis die Ober­fläche des Wassers erreicht sein wird. Das feine Geräusch ihrer ersten Rüssel­hupe, mit der sie die lichte Welt begrüßen. – Sonntag. Leichter Schnee­fall. Viel Jazz im Kopf.

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