verschwinden

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sierra : 18.01 – Vor Kurzem, am frühen Abend genauer, ist mir eine merk­wür­dige Geschichte mit mir selbst passiert. Ich saß gerade vor dem Compu­ter­bild­schirm und beob­ach­tete, wie ein Server Zeile um Zeile meldete, welche Datei einer digi­talen Arbeit gerade aus der lesbaren Welt in eine nicht­les­bare Welt beför­dert wird, als ich bemerkte, dass mir das Löschen gefällt, dass auch das Verschwinden, Zeile für Zeile, reiz­voll sein kann. Für einen kurzen Moment hatte ich die Idee, dass der Server, nachdem er meine Geschichte zu Ende gelöscht haben würde, auf mich selbst zugreifen könnte, also die Person des Autors zu sich holen und löschen, wie kurz zuvor die Gedan­ken­ar­beit zweier Tage. Womit, fragte ich, würde er beginnen? Mit einer meiner Hände even­tuell, oder mit meinen Augen oder mit meinen Ohren? Wie würde sich dieses Verschwinden bemerkbar machen? Würde ich den Eindruck haben, leichter zu werden, oder würde ich viel­leicht vergeb­lich nach einem Blei­stift greifen, weil meine zupa­ckende Hand licht­durch­lässig geworden ist? – stop
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