am späten abend

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delta : 6.28 – Es war am späten Abend und ich hatte meine Augen noch geöffnet, Cole Porter spielte ein paar feine Sachen, zwei golden­braune Frosch­bal­lone segelten durchs Zimmer, und da war noch mein kleiner Koffer, und ich sagte zu ihm, als könnt er mich verstehn, um dich kümmer ich mich später! Und dann schlief ich ein und wachte wieder auf, noch immer spielte Cole Porter seine feinen Sachen, und ich dachte, du bist einge­schlafen und du bist wieder aufge­wacht, das ist das Leben, einzu­schlafen und wieder aufzu­wa­chen. Und da lag ein Engel, eine Mango so groß, auf meinem Bauch, und der Engel schlief, wie ich geschlafen hatte, und ich dachte, ist das nicht wunderbar, sein Herz, sein kleines Herz, wie es schlägt und schlägt und schlägt. Und dann schlief ich wieder ein und schlief und schlief so seltsam, ohne das Schlafen zu bemerken, dass ich viel­leicht noch immer schlafe, in dem ich gerade schreibe, in dem ich gerade zärt­lich denke, an das Leben, an das Schlafen, an das Wachen, an all die wilden Dinge, und daran, dass ich nun weiß, wir Menschen sind für letzte Geschichten niemals gemacht, auch in den Minuten schwerster Abschiede ist da immer noch dieser seltsam schwe­bende Punkt in der Luft, ein leises Licht, ein Blick, bis bald.
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