bauchwellen

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echo : 0.05 — Würde man die Gestalt eines Basskäfers auf einem Blatt Papi­er zur Auf­führung brin­gen, wäre zunächst ein enormer Knochen­raum zu zeich­nen, eine Kam­mer, in der sich Luft befind­et, Luft in Erwartung ein­er Kraft, die sie in geräuschvolle Schwingung ver­set­zen wird. Irgend­wo dort, an einem der schmaleren Enden dieses Raumes, sitzt ein klein­er Kopf, Füh­ler, Ohrensegel, fal­ten sich tas­tend durch seine unmit­tel­bare Umge­bung, fein­ste Appa­ra­turen. Dafür Augen keine, aber Beine, die sich flink bewe­gen. Er spielt, wie alle seine Artgenossen, im Liegen auf dem Rück­en, greift dann nach fein­sten Sait­en von Kupfer­chitin, die über seinen Bauchre­gio­nen aufges­pan­nt. Wun­der­volle, sonore Töne sind zu hören, indem der Käfer sich selb­stvergessen langsam um die eigene Achse zu drehen begin­nt, dum­dum, dum­dum, immerzu links, immerzu links, immerzu links herum. — Nacht. stop. Kühl. stop. Habe meine Win­ter­beleuch­tung angeschal­tet. Vier Lam­p­en in der Küche, zwei im Flur, sieben in den Spazier­ar­beit­sz­im­mern, hell ist’s als sei Tag. Guten Mor­gen.

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