bienenkönigin

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tamarin : 6.41 – Eine Urkunde exis­tiert seit einigen Wochen, die bezeugt, dass der Körper meines verstor­benen Vaters tatsäch­lich verbrannt wurde. Dort ist in groß­zü­gigen Buch­staben altdeut­scher Schrift vermerkt, wann die Verbren­nung erfolgte, Jahr, Tag, Stunde. Die Dauer des Verbren­nungs­vor­ganges wurde auf eine Minute genau ange­zeigt. Ich dachte zunächst, irgend­je­mand muss sich an einer Uhr orien­tiert haben, weil viel­leicht eine Vorschrift exis­tiert, die präzise Zeit­an­gaben erfor­dert. Nach der Verbren­nung, auch das ist nach­weisbar so geschehen, wurde ein Gefäß, in dem Atome meines Vaters enthalten waren, auf den Postweg gebracht. Das ist durchaus mögliche Methode letzter Reisen, da allein Sendungen, die lebende Tiere oder sterb­liche Über­reste von Menschen enthalten vom Trans­port auf dem Postweg ausge­schlossen sind. Ausge­nommen von dieser Vorschrift: Urnen und wirbel­lose Tiere, wie Bienen­kö­ni­ginnen und Futter­in­sekten. Selt­same Geschichte. Ich muss darüber nach­denken, obwohl ich im Moment noch nicht weiss, worüber genau und warum. – stop

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