im zug nach amsterdam

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ulysses : 0.18 – Wie ich im Zug meine Uhr beob­ach­tete, die vor wenigen Tagen sich bis zur Ziffer 3 hin fort­be­wegte, um sich dann um eine Stunde zurück­zu­drehen, in dem sie tatsäch­lich ihren Minu­ten­zeiger rück­wärts über das Ziffer­blatt wandern ließ, wie ich also im Zug meine Uhr beob­ach­tete, wie sie mir eine Nacht­stunde schenkte, stellte ich mir vor, in dem Zug, in welchem ich mich in Rich­tung Amsterdam fort­be­wegte, würde niemand über eine Uhr verfügen, weder Passa­giere, noch der Schaffner, der Lokführer, die Damen und Herren des Bord­bis­tros. Auch Computer haben keine Uhren, die Fenster des Zuges sind verdun­kelt, der Zug fährt also uhrzeitlos dahin, hält nirgends an, ist unbe­stimmte Zeit lang unter­wegs, ich werde müde, schlafe, wache auf, spaziere herum, nehme ein Früh­stück, bin mir plötz­lich nicht sicher, ob nicht viel­leicht Abend ist, treffe Menschen im Zug, die sagen, sie gehen jetzt gerade in diesem Moment zur Nacht­ruhe in ihr Abteil, während andere gerade aufge­standen sind, um einen neuen Tag zu beginnen. Ich sitze und höre auf das Schlagen der Schwellen gegen die Räder des Zuges, mach die Augen zu, suche nach dem Geräusch meiner inneren Uhr, all dies auf einer Reise nach Amsterdam. Was ich dort vor hatte zu tun, wonach ich suchte, davon erzähle ich später. – stop

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