körpergeräusch

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echo : 18.25 – Hatte gerade noch von einem schnar­renden Geräusch erzählt, das meinem Arm entkommt, sobald ich ihn hori­zontal bewege, um zur Geschmei­dig­keit zu über­reden. Ein Raspeln, das ich spüre und höre zur selben Zeit. Ich legte den Tele­fon­hörer zur Seite. Genau in diesem Moment war das Geräusch, von dem ich einem weit­ent­fernten Menschen berichtet hatte, wieder im Raum gewesen, als ob es sich behaupten wollte, beweisen, bestä­tigen, dass es tatsäch­lich exis­tiert. Ich über­legte, ob das Schnarren in meinem Arm vorüber­ge­hender Natur oder doch eher dauer­haft sein könnte, sagen wir, für immer, Zeit meines Lebens ein Raspeln, ein Knarzen, sehr leise, eigent­lich nur hörbar in der Stille bei Bewe­gung. Sturm vor den Fens­tern. Regen knis­tert an den Scheiben. Ich entdecke in diesen Minuten, dass ich Geräu­sche, die in meinem Körper unter der Haut sich ereignen, auch dann zu hören vermag, wenn ich sie nicht hören kann, weil sie zu leise sind in einer Regen­wind­um­ge­bung. Es knirscht die Erin­ne­rung an ein Geräusch, oder ich höre, – das ist denkbar -, das Geräusch durch meinen Körper wandern. – stop

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