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india : 22.02 – In einem New Yorker Subwayzug mit geschlos­senen Augen frei­händig stehen und balan­cieren, sagen wir eine zwei­stün­dige Fahrt mit der Linie D von Coney Island rauf zum Bedford Park Boule­vard. Das Reiten auf einem wilden Tier. Viel­leicht könnte ich sagen, dass das Erlernen einer Subwaystrecke, das neuro­nale Verzeichnen ihrer Stei­gungen, ihrer Gefälle, ihrer Kurven, auch ihrer feinsten Uneben­heiten, dem wort­ge­treuen Studium eines Roman­textes vergleichbar ist. Aber dann die Zufälle des Alltages, das nicht Bere­chen­bare, ein Tunnel­vogel, eine schmut­zige Möwe, Höhe 135. Straße, die den Zug zur Brem­sung zwingt, die Eigenart des Zuges selbst, das unvor­her­seh­bare Verhalten zustei­gender Fahr­gast­per­sonen, wie sich eine Jazz­band nähert, wie ich drin­gend darum bitte, man möge nicht näher kommen. – stop
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