lou reed

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0.15 – Stim­mung fieb­riger Heiter­keit. Der Eindruck, dass ich mich auf einem Dampf­schiff befinde. Leise wummerndes Stampfen der Maschinen. Vorhin hat mir ein freund­li­cher Schiffs­doktor kühlende Salben gebracht für die Brust, einen Saft, der die Tempe­ratur senken soll, in einer merk­würdig blauen Farbe, und Tropfen für die Nase, die doch noch völlig in Ordnung ist. Eine Armlänge entfernt auf dem Boden steht eine leise pfei­fende Kanne Tee. Das hört sich ein wenig so an, als würde die Kanne zu mir spre­chen, weil ich heute selbst meine bewegten Bilder von Tag und Nacht durch­ein­ander spiele. Da ist John Lurie. Er lagert in Brooklyn vor einem Tabak­wa­ren­laden und spielt sein Saxo­phon. Und da ist Lou Reed. Er raucht wie der Teufel, während er erzählt, dass er sich vor den Schweden fürchte. Und da sind Geckos, finger­lange Geckos, hell­blau, ein Rudel. Sie jagen über die Decke meines hölzernen Zimmers dahin.

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