mantelstille

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ubu : 15.07 – Vor wenigen Tagen habe ich einen Spazier­gang durch die Stadt unter­nommen am hell­lichten Tag. Alles bewegte sich, auch die Straßen, Häuser, Brücken bewegten sich unter den Händen der Arbeiter und ihren hämmernden Werk­zeugen. In einem Park wurden Bäume gefällt, billige Jazz­musik in Waren­häu­sern, Stra­ßen­feger trieben mit Wind­ma­schinen Blätter und Papiere vor sich her, unauf­hör­li­cher Lärm von Ecke zu Ecke. Plötz­lich, so im Gehen, versuchte ich mir Stille vorzu­stellen. Ich dachte, dass ich, wenn ich den Eindruck von Stille erin­nern könnte, den Lärm um mich herum vergessen könnte, sozu­sagen nicht­hören, weil das eigent­liche Echo­ge­räusch des Lärms, das schmerzt, im Kopf entsteht, ein Geräusch, das ich hoffte, mit einer Idee von Ruhe umman­teln zu können. Es gab kein Entrinnen. Ich muss das weiter üben. – stop
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