perugia

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bamako : 0.02 – Gestern Nach­mittag, bei großer Hitze auf einer Wiese liegend, fünf Zitro­nen­falter beob­achtet, die sich höchst merk­würdig benahmen. Sie wirbelten nicht, wie üblich, spie­lend und werbend umein­ander herum, ein Falter viel­mehr flog unter dem anderen Falter dahin, als ob sie sich gegen­seitig Schatten spenden wollten, eine Flug­schule, sagen wir, kunst­voll in dieser Art und Weise. Einen Moment dachte ich, dass die Sonne mögli­cher­weise mein Gehirn so weit erwärmt haben könnte, dass es die Wirk­lich­keit vor meinen Augen gestal­tete, wie es ihm gerade passte. Aber ich hatte doch einen Hut auf dem Kopf und ich erin­nerte mich rasch an eine Meldung, Segel­falter der Gattung Iphi­clides poda­li­rius 5 hätten sich in einem zentralen Park der Stadt Perugia in ähnli­cher Weise verhalten, und zwar im Herbst, noch nicht lang her. – Werde an diesem Sonntag früh mit nacht­kühlem Kopf in den Garten meiner Beob­ach­tung zurück­kehren und nach­sehen, ob wir bei Verstand geblieben sind.
lizzard

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