sekundenzeit

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india : 10.01 – Ich hab eine lustige Geschichte mit mir selbst erlebt. Ich stand in einem Garten am späten Abend und versuchte, indem ich mich konzen­trierte, die Umrisse meines Körpers wahr­zu­nehmen, nicht die Umrisse einer bestimmten, einer ausge­wählten Region meines Körpers, sondern die Umrisse meines Körpers insge­samt. Plötz­lich meinte ich, mich in einem Film zu befinden, einem Film, der sich sehr langsam bewegte, mit einem Bild pro Jahr­hun­dert sagen wir, so dass ich mich nicht erin­nern konnte, über­haupt schon einmal in Bewe­gung gewesen zu sein. Auch der wolken­lose Himmel über mir hatte sich noch nie zuvor bewegt, und die gefro­renen Blätter der Bäume und ihre Nacht­schatten. Wie ich in dieser Weise verharrte und mich in die Vorstel­lung der Bewe­gungs­lo­sig­keit vertiefte, für einen Moment der Eindruck, Minu­ten­zeit wahr­nehmen zu können. – stop

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