von teefliegen

pic

india : 3.22 – Seit Stunden sitzte ich wieder einmal im Dunkeln, weil ich heraus­zu­finden wünsche, ob Libellen auch in licht­leeren Räumen fliegen, schweben, jagen. Als ich gestern nämlich gegen den Mittag zu erwachte, balan­cierte eine Libelle, mari­neblau, auf dem Rand einer Karaffe Tee, die ich neben meinem Bett abge­stellt hatte, sie schaute mir beim Aufwa­chen zu und naschte, indem sie rhyth­misch mit einer sehr langen Zunge bis auf den Grund des zimt­far­benen Gewäs­sers tauchte. Viel­leicht jagte sie nach Fischen oder Larven oder kleinen Fliegen, nach Teefliegen, kochend­heiß, die kühler geworden sein mochten während ich schlief. Oder aber sie hatte endlich Geschmack gefunden auch an süßen Dingen des Lebens, weshalb ich kurz vor Mitter­nacht einen Löffel Honig erhitzte und auf die Fens­ter­bank tropfen ließ, um dann sofort das Licht zu löschen. Und so warte ich nun bereits seit drei Stunden und höre selt­same Geräu­sche, von Menschen viel­leicht oder anderen wilden Tieren. – stop

tapete

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top