von zeichenfühlern

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delta : 7.16 UTC — Ich träumte einen Mann, der in ein­er staubi­gen Stadt auf einem Schemel vor ein­er Schreib­mas­chine hock­te. Der Mann schien zu warten mit geschlosse­nen Augen oder schlief. Sobald sich jemand näherte und sich vor den Mann hin auf einen weit­eren Schemel set­zte, hob der Mann die Schreib­mas­chine vom Boden auf und set­ze sie auf seinen Ober­schenkel ab, dann lauschte er. Nach weni­gen Sekun­den hob er eine Hand, um eine Sprech­pause zu bewirken. Es war eine mächtige Geste, die Vögel hörten auf zu sin­gen, und der Wind und die Auto­mo­bile schwiegen. In dieser Stille, die ihm per­sön­lich zu gehören schien, begann er unverzüglich die Tas­ten sein­er Schreib­mas­chine mit winzi­gen, run­den Papieren zu bek­leben, zeich­nete sodann mit rot­er Farbe Zeichen auf die Papiere, um kurz darauf mit ein­er zarten Hand­be­we­gung, den vor ihm Wartenden zu ermuntern, weit­erzus­prechen. Vor­sichtig tippte er nun Zeichen um Zeichen in die Tas­ten, sie waren von zahllosen Papieren der­art erhöht, dass sie wie Füh­ler eines Schreib­maschi­nen­tieres wirk­ten, die mit jed­er Berührung ein­er der Tas­ten fed­ernd sich hin und her und auf und ab bewegten. — stop

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