die stimme meines Vaters

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ulysses : 22.18 – Im Sommer des Jahres 2007, während ich gerade an meiner Birdy­ma­schine arbei­tete, tele­fo­nierte ich mit meinem Vater. Es war eine warme Zeit gewesen, die Fenster im weit entfernten Arbeits­zimmer standen offen. Ich hörte über eine Tele­fon­lei­tung, die vermut­lich durch den Welt­raum führte, Vögel im Garten pfeifen. Und da war noch etwas anderes, da waren Funk­ge­räu­sche und der Gesang der Wale und ein Raspeln, das Stimm­ge­räusch Birdys. Ich erin­nere mich, mein Vater beob­ach­tete in jenem Sommer Birdy täglich stun­den­lang vor seinem Computer sitzend. Sobald er einen Fehler bemerkte, meldete er den Fehler unver­züg­lich an mich weiter. Er nahm in dieser zeit­li­chen Nähe Instru­mente der kleinen Erzähl­ma­schine wahr, die ich gerade erst in Betrieb genommen hatte. Von jeder Entde­ckung berich­tete er in einer Weise, als ob er der erste Mensch gewesen sei, der sie zu Gesicht bekommen hatte, aufge­regt, kommen­tie­rend, fragend. Ein sanfter Gedanke an einem Tag, da ich seit wenigen Stunden weiß, dass ich die Stimme meines Vaters nie wieder hören werde. – stop
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