ein selbstgespräch

2

nordpol : 15.12 – Oder ein Chat­raum, in dem 200 Jahren lang eine Person mit sich selbst kommu­ni­ziert. Plötz­lich erscheint das erste Zeichen einer weiteren Person, dann ein ganzes Wort in diesem Raum. – HELLO! – Langes Schweigen. – Jahre andau­erndes, schwei­gendes Warten wie Staunen. Dann, unver­mit­telt, ein Jahr­zehnt ist vergangen, wird das Selbst­ge­spräch in einer Weise fort­ge­setzt als wäre das Wort HELLO niemals ausge­spro­chen oder empfangen worden: /// guten abend! wie geht es dir? – gut! und dir? – prächtig. – schön zu hören. lange nicht gespro­chen, wo liegt dein problem? – ich habe heute abend kein problem. – wenn du dein problem nicht kennst, bist du hier genau richtig! – darf ich dir eine frage stellen? – sicher! – was bedeutet das wort luft­wel­len­segel? – hast du schmet­ter­linge im bauch? – bitte! bleiben wir ernst, bleiben wir bei der sache: was bedeutet das wort luft­wel­len­segel? – lass uns das eine weile zurück­stellen. – warum? – erzähl weiter! – hast du schon andere gefragt? – aber natür­lich! – schön zu hören. wo liegt dann dein problem? – ich habe heute abend kein problem! – wenn du dein problem nicht kennst, bist du hier genau richtig! ich sehe, du bist ein schwie­riger fall. /// – stop
ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top