faro

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sierra : 0.12 UTC – Der junge Mann hockt auf einem Schemel in der Nähe eines Ofens, in dem etwas glüht. Es ist später Nach­mittag, warmes Licht kommt von den Fens­tern her. Ich beob­achte in meinen Gedanken wie der junge Mann einen weichen, feurigen Glas­körper, der an einem Stab befes­tigt ist, dicht über dem stau­bigen Boden dreht. Er kann dort in den Stab Luft hinein­blasen, sodass der erhitzte Glas­körper am gegen­über­lie­genden Ende des Stabes selbst zu atmen scheint, ein lodernder Tinten­fisch­körper. Da sind Zangen, selt­same Zangen von der Form der Hirsch­kä­fer­ge­weihe, und Pinzetten von enormer Größe, und Scheren, auch klei­nere Scheren, weil man das glim­mende Glas zu schneiden vermag als wäre es von warmem Marzipan. Der junge Mann schwitzt. Sein Hemd steht weit offen. Vom Glas­körper strahlt eine stille Hitze aus, dort unten, zwei Meter weit entfernt, eine hand­zahme Sonne, die sich geduldig dreht, in dem sie dunkler wird, orange, dann rot. Ich stehe auf und trete ein oder zwei Schritte zurück und öffne die Augen. Kurz nach Mitter­nacht. – stop

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