im telefon

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nord­pol : 6.55 — Ich habe eine lustige Geschichte erlebt. In dieser Geschichte kom­men ein Mäd­chen vor, die Mut­ter des Mäd­chens, die meine Schwest­er ist, ein Tele­fon, ein Fotoap­pa­rat, ein Fahrrad, das pink ist, und ich. Die Geschichte ereignete sich vor weni­gen Tagen abends. Das Mäd­chen rief mich an. Sie sagte ihren Namen und dann erzählte sie ein­fach darauf los, zum Beispiel, dass sie ein Fahrrad besitze, das pink­far­ben ist, und dass sie mit dem Fahrrad schon alleine herum­fahren könne, ohne umz­u­fall­en, und zwar durch den Wald. Plöt­zlich spricht sie nicht mehr, es ist still, aber ich höre sie atmen. Ich denke noch: Vor weni­gen Monat­en kon­nte sie nicht so gut erzählen, wie rasend schnell das geht, dass sich die Wörter formieren. Das Mäd­chen erzählte jet­zt in ganzen Sätzen, es scheint so zu sein, dass sie nun, da sie über ganze Sätze ver­fü­gen kann, endlich alle ihre Geschicht­en sofort erzählen möchte. Eine helle, fröh­liche Stimme. Aber dann doch diese selt­same Stille am Tele­fon, nur ihr Atem. Ich frage: Bist Du noch dran? Hal­lo! Kannst Du mich hören? Aber das Mäd­chen antwortet nicht. Immer noch ihr Atmen. Nach ein­er Minute plöt­zlich wieder ihre Stimme. Ich erfahre, dass ihre Mut­ter sie ger­ade fotografiert, wie sie mit mir tele­foniert. Ich sage: Das freut mich. Wun­der­bar, wir wer­den fotografiert, Du und ich, ich bin in dem Tele­fon. Wieder Stille. Ein Pause. Eine sehr kurze Pause. Sagt das Mäd­chen: Quatsch mit Sauce. — stop
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