leben

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kili­man­dscharo : 6.45 – Ich lebe sehr gern. Und manchmal kommt einem vor, dass das ganze Leben, das man hinter sich hat, eigent­lich kein Jammertal war. Obwohl es natür­lich schlimme Punkte gegeben hat. Aber im Großen gesehen ist die Welt für mich eigent­lich immer schön gewesen. Und ich hab immer gern gelebt und ich leb jetzt auch noch sehr gern. Es hat sich die Form im Laufe der Jahr­zehnte total verän­dert. Aber das Rasen und Rotieren im Kopf, das ist gleich geblieben. / Auf der einen Seite bin ich also lebens­süchtig kann man fast sagen, und auf der anderen Seite bin ich ein großer Melan­cho­liker, von meiner Mutter. Aber das geht gut zusammen. / Mit dem Schreiben kämpfe ich eigent­lich gegen den Tod. Ich hasse ja den Tod. Und ich möchte alles machen nur damit ich da nicht bald hinein­falle in diese Grube, in diese schreck­liche. – Frie­de­rike Mayrö­cker in einem Film­por­trait von Latja Gasser
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