luftposttiere

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romeo : 3.22 — Die Vorstel­lung der Luft­post­tiere in dieser Nacht, wie sie einem Briefum­schlag entkom­men. Noch ruhen sie flach auf dem Tisch, helle Erschei­n­un­gen, biegsam wie die Blät­ter der Buchen. An ein­er ihrer Kan­ten ist ein rötlich­er Punkt zu erken­nen, ein Auge eventuell, dort auch ein sehr klein­er Mund, der atmet. Man ver­mag diesen Mund nur dann zu ent­deck­en, wenn man über aus­geze­ich­nete Augen ver­fügt, oder über eine Brille. Es lohnt sich genau hinzuse­hen. Sand­far­bene Lip­pen und eine rosa­far­bene Zunge, nicht größer als ein gepresstes Reisko­rn. Sobald man ein Luft­post­falt­ti­er aus seinem Umschlag holt, wacht es auf, weil es im Umschlag noch zwin­gend schlafen musste, Schlaf und Umschlag sind Geschwis­ter. Aber dann begin­nt das Tier in den Raum zu atmen. Indem es atmet, ent­fal­tet sich sein Kör­p­er. Es ist immer wieder bemerkenswert, welch faszinierende Gestal­ten erscheinen, afrikanis­che Luft­post­falt­tiere sind europäis­chen Luft­post­falt­tieren dur­chaus nicht ähn­lich. So oder so wird man staunen und erzählen. — 3 Uhr und etwas später. Leichter Regen. — stop

polaroidverazanno

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