mosul

2

india : 4.38 – Auf Tondo­ku­ment 150105 entdeckte ich meine Stimme. Ich konnte mich an Gedanken, die ich vor langer Zeit in mein Aufnah­me­gerät gespro­chen hatte, nicht erin­nern. Es war so gewesen, als ob ein anderer mit meiner Stimme gespro­chen haben würde. Ich beob­ach­tete damals eine Uhr während ich erzählte, was ich sah. Es war vermut­lich die Uhr eines bota­ni­schen Gartens. Die Stimme eines fröh­li­chen Kindes sprach von der Schön­heit blühender Kakteen in meiner Nähe. Ich sagte: Über einer hölzernen Schwing­türe wurde eine Uhr befes­tigt, die sich selten bewegt. Man scheint immer nur das Ergebnis der Bewe­gung des Minu­ten­zei­gers zu sehen, nie die Bewe­gung selbst, weil sie sich rasend schnell voll­zieht. Man muss darum eine Zeit lang warten, bis man tatsäch­lich wahr­nehmen kann, dass der Zeiger sich bewegt. Es ist drin­gend erfor­der­lich, die Augen nicht zu schließen und sich zugleich das Antlitz der Uhrscheibe gut einzu­prägen. Zu warten lohnt sich. — Fünf Uhr sechs­und­dreissig in Mosul, Irak. – stop
ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top