nachtjäger

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ulysses : 3.55 — Ich bemerk­te wieder ein­mal, dass ich bei­de Arme hebe, also von mir abwende, also Flügel mache, sobald ich durch die Woh­nung laufe und darüber nach­denke, wie es wäre, ohne jedes Gewicht zu sein. Das war gegen drei Uhr in der Nacht gewe­sen. Ich spielte sehr leise etwas von Gene Kru­pa auf dem Radio. In dem Moment, da ich die Küche ver­ließ und über den Flur spazierte, über­holte mich eine Fliege. Sie flog in der Höhe mein­er Schul­tern und zwar sehr langsam ger­adeaus. Sie war nicht viel schneller als ich selb­st gewe­sen. Ich hat­te den Ein­druck, sie würde mir fol­gen, sie würde mit mir das Zim­mer wech­seln, nicht einem Reflex fol­gend, son­dern über­legt und mit Genuss. Sie war so langsam, dass man sie auf ein­er Fotografie mein­er Zim­mer­wan­derung sehr gut hätte erken­nen kön­nen. In diesen Minuten sitzt die Fliege direkt über mir an der Decke, während ich auf dem Sofa auf dem Rück­en liege und notiere. Die Fliege beobachtet mich vielle­icht genau­so wie ich sie beobachte. Von West­en her nähert sich eine Spinne da oben, die so klein ist, dass wir sie nicht ernst nehmen wollen. Bald Däm­merung. — stop
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