nicht atmen

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echo : 0.55 — M. erzählte, wie sie als Kind in ihrem Dorf in den kur­dis­chen Bergen mit Schafen, Eidech­sen und Steinen spielte. Die Steine warf sie in ein­er Weise gegen eine Wand, dass sie im Zurück­kom­men Muster auf dem Boden bilde­ten. Sie wollte bald wis­sen, welch­es Spiel denn ich selb­st als Kind beson­ders gerne spielte. Ich berichtete, dass ich mich gerne ver­steck­te, weil es sehr aufre­gend gewe­sen war, ver­steckt zu sein, ger­ade deshalb, weil ich davon erzählte, dass ich mich bald ver­steck­en würde, weil ich erwartete, gesucht und gefun­den zu wer­den. Vom Ver­steck­en berichtete M. indessen, dass sie in ihrer Kind­heit fürchtete, ver­steckt zu sein, weil sie ein­mal beobachtete, wie sich ihr Vater ver­ber­gen musste im Haus, er war ganz staubig und die Angst saß wie ein Tier in seinem Gesicht. Sie selb­st musste sich etwas später auch ein­mal ver­steck­en, sie durfte nicht atmen, in der Küche standen fremde Män­ner, die tru­gen schwarze Turn­schuhe. — stop
drohne21

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