radare

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kili­man­dscharo : 4.18 – Wie nach der Meldung eines Terror­an­schlages Menschen damit beginnen, ihre Umge­bung abzu­su­chen nach Verdäch­tigem. M., der in Mittel­eu­ropa lebt, erin­nerte sich an L., der morgens im Zug auf dem Weg nach Hause im Koran gelesen hatte. Das war ein sehr kleines Buch gewesen, ein Buch wie aus einer Matchbox, eine Art Mini­koran oder etwas Ähnli­ches. L., die vor langer Zeit ihre Geburts­stadt in Sibi­rien verliess, befindet sich seit Wochen in einem bebenden Zustand. Sie schläft kaum noch, erzählt, dass sie sich fürchte. Ihre Mutter arbeite in einer Biblio­thek der Hafen­stadt Odessa. L. sagt, sie vermeide in der Öffent­lich­keit laut die russi­sche Sprache zu spre­chen, auch mit der deut­schen Sprache gehe sie vorsich­tiger um, man höre sofort, dass sie aus dem Osten komme. Ein irani­scher Freund, Z., der aus seinem Land flüch­tete, um nicht in den Krieg gegen den Irak ziehen zu müssen, berichtet, er sorge sich um oder wegen der schla­fenden, stau­bigen Männer am Flug­hafen, die auf ihre Flüge warteten zurück nach Buka­rest oder Sofia. – stop

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